Globale Wasserrisiken verschärfen sich - WWF-Expertin verrät, wie sich das in unseren Einkaufskörben bemerkbar macht (AUDIO)
ID: 1890050
Sprecher: Laut einer aktuellen WWF-Studie wird es in Zukunft aufgrund von Naturkatastrophen weltweit deutlich mehr Ernteausfälle geben.
O-Ton 1 (Juliane Vatter, 31 Sek.): "Besonders heraus sticht hier Ägypten, wo ja viele Kartoffeln angebaut werden, die dann auch bei uns auf den Tellern landen. Die Region rund ums Nildelta ist bereits heute hohen Wasserrisiken, wie zum Beispiel Knappheit, ausgesetzt - und diese werden laut unserer Analyse und einem pessimistischen Szenario bis 2050 sogar um weitere 20 Prozent steigen. Und mit diesem prognostizierten Anstieg geht auch die Befürchtung einher, dass auch andere Risiken sich weiter verschärfen, wie zum Beispiel lokale Konflikte."
Sprecher: Sagt Juliane Vatter, Expertin für internationale Wasserressourcen beim WWF Deutschland. Weitere Anbaugebiete beliebter Obst- und Gemüsesorten, wie beispielsweise Bananen, Trauben, Zitrusfrüchte und Avocados, wird das ebenfalls betreffen. Und wir bekommen das dann spätestens beim Einkaufen mit.
O-Ton 2 (Juliane Vatter, 20 Sek.) "Na ja, Wasserrisiken haben im Endeffekt einen sogenannten Dominoeffekt auf unsere globalen Lieferketten. Nach Ernteausfällen, zum Beispiel ausgelöst durch Überschwemmungen oder langanhaltende Dürren, kann es eben sein, dass Lebensmittel, wie die Banane oder Kartoffeln, bei uns weniger im Handel landen und eben auch die Preise von solchen Lebensmitteln weiter ansteigen."
Sprecher: Damit es so weit gar nicht erst kommt, sind nun die handelnden Personen und Unternehmen in den jeweiligen Ländern gefragt.
O-Ton 3 (Juliane Vatter, 24 Sek.): "Wir fordern sie auf, gemeinsam mit ihren Zulieferern, Produzenten, aber eben auch anderen Wassernutzer*innen vor Ort, Maßnahmen umzusetzen und Strategien zu entwickeln, die eben eine verantwortungsvolle Wassernutzung fördern. Wir arbeiten zum Beispiel mit dem Lebensmitteleinzelhändler EDEKA zusammen und setzen hier ein strategisches Wassermanagement vor allen Dingen im Obst- und Gemüsebereich um."
Sprecher: Und da hat sich bei Projekten in Südspanien, Kolumbien und Ecuador bereits gezeigt, ...
O-Ton 4 (Juliane Vatter, 22 Sek.): "... dass das effiziente Einsetzen von Süßwasser, zum Beispiel durch verbesserte Bewässerungstechnologien, aber auch die Wassernutzung in den umliegenden Flussgebieten in Zusammenarbeit mit anderen Wassernutzern, viel nachhaltiger gestaltet werden konnte. Das ist natürlich ein sehr guter Anfang, hin zu einem nachhaltigen Wassermanagement, aber da gibt es halt immer noch sehr viel zu tun."
Abmoderationsvorschlag: Mehr Informationen zum Thema gibt's auf der Webseite wwf.de. Dort können Sie auch die Arbeit des WORLD WIDE FUND FOR NATURE, der die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen und eine Zukunft gestalten will, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben, mit einer Spende finanziell unterstützen.
Pressekontakt:
Sylvia Ratzlaff, Pressereferentin, WWF Deutschland,
Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: +49 30 311 777 -458, Mobil: +151 18854936, sylvia.ratzlaff@wwf.de
Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2021 - 09:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1890050
Anzahl Zeichen: 3727
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 351 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Globale Wasserrisiken verschärfen sich - WWF-Expertin verrät, wie sich das in unseren Einkaufskörben bemerkbar macht (AUDIO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WWF World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Zukunft gehört den Unternehmen, die heute handeln. Immer mehr Vorreiter der Wirtschaft zeigen, dass nachhaltige Transformation kein Risiko, sondern eine Investition in Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit ist. In einer Zeit, in der die Dynamik rund um Nachhaltigkeit abnimmt,
Schenken und dabei Gutes tun / WWF gibt Tipps für nachhaltige Weihnachtsgeschenke ...
In der Weihnachtszeit wollen wir unseren Liebsten eine besondere Freude bereiten. Dabei können wir gleichzeitig etwas Gutes für unseren Planeten tun. Die Umweltschutzorganisation WWF hat dazu die passenden Geschenke: Mit einer Patenschaft oder Naturschutzurkunde verschenkt man aktiven Naturschut
Kartenset "Make it circular!" - Zirkuläre Geschäftsmodelle spielerisch kennenlernen / Strategiespiel zu Circular Economy von acatech und WWF Deutschland ...
Wie starten mittelständische Unternehmen erfolgreich in die Kreislaufwirtschaft? Diese Frage stellen sich viele auf dem Weg zur Klimaneutralität bis spätestens 2045 und angesichts der Übernutzung der natürlichen Ressourcen. Dafür spielt der Übergang von einer linearen Wirtschaft zu einer ec
Weitere Mitteilungen von WWF World Wide Fund For Nature
Umfrage: 83% der Deutschen haben Angst, dass der Wald als Klimawandel-Folge stirbt (FOTO) ...
++ Waldfläche von rund 200.000 Fußballfeldern verloren ++ 83 Prozent der Bundesbürger sind besorgt, dass der deutsche Wald infolge des Klimawandels vertrocknet und stirbt. Gleichzeitig berichten 57 Prozent, dass sie zwar klimafreundlich handeln wollen - im konkreten Fall aber nicht konsequent sin
PIRATEN Niedersachsen halten Imkerschein für überflüssig ...
In der heutigen Sitzung des Landtages wird in erster Lesung ein Gesetzentwurf der Regierungsparteien SPD und CDU diskutiert. Sein Ziel ist die Einführung eines Imkerscheins als Voraussetzung zur Ausübung der Imkerei. [1] Die PIRATEN Niedersachsen kritisieren das Konzept als nicht zielführend und
Experten widersprechen Falschinformationen zur Bioabfall-Sammlung / Zertifizierte Bioabfall-Beutel verbessern die Bioabfall-Qualität ...
Der Verbund kompostierbare Produkte e.V. (Verbund) weist angesichts kürzlich veröffentlichter Falschinformationen auf die wissenschaftlich vielfach bewiesenen Vorteile von zertifiziert kompostierbaren Bioabfall-Beuteln für Mensch und Natur hin. - Diese sorgen für eine deutliche Reduzierung vo
Verpackungsmüll 2019: Pro Kopf 4 Kilogramm mehr eingesammelt als im Vorjahr / 5,9 Millionen Tonnen Verkaufsverpackungen bei privaten Haushalten eingesammelt ...
Im Jahr 2019 wurden bei den privaten Endverbraucherinnen und -verbrauchern in Deutschland pro Kopf 72 Kilogramm Verpackungsmüll eingesammelt. Das waren pro Person durchschnittlich 4 Kilogramm mehr als im Jahr 2018. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das ges




