Drohnen für die Bundeswehr: Aktuelle Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung / Hintergründe, Zusammenhänge und Grafiken zum Drohnenprogramm (FOTO)
ID: 1890098

(ots) - Seit Jahren kritisieren Menschenrechtsorganisationen den Einsatz sogenannter Killerdrohnen, die ferngesteuert eingesetzt werden und töten können. Derzeit debattiert der Deutsche Bundestag die Beschaffung von Eurodrohnen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt heute ihre aktuelle Studie "Der lange Weg zur Drohnenmacht - Unbemannte Systeme bei der Bundeswehr" (https://www.rosalux.de/publikation/id/43899) von Matthias Monroy vor.
Die Bundeswehr streitet ab, die bewaffneten Drohnen zur gezielten Tötung von Menschen verwenden zu wollen. Dennoch geht Deutschland mit dieser Entwicklung einen weiteren Schritt zu einer europäischen Drohnenmacht. Über Bewaffnung, Exporte und Verwendung könnte es dann nur noch begrenzt mitbestimmen.
Als Übergangslösung war die Beschaffung der Kampfdrohne "Heron TP" geplant, die mit einer speziellen Rakete ausgerüstet werden soll, um "chirurgische" Angriffe im urbanen Raum zu ermöglichen. Die SPD stoppte die Anschaffung der Drohne kurzfristig mit Verweis darauf, dass keine Debatte zu dem Thema stattgefunden habe.
"In der deutschen Drohnen-Debatte liegen zwar viele Argumente schon lange auf dem Tisch, von einer breiten gesellschaftlichen Beteiligung kann aber nicht die Rede sein. Diese Studie zum deutschen Drohnenprogramm bietet eine systematische Grundlage für die notwendige breite gesellschaftliche Debatte über die Bewaffnung deutscher Kampfdrohnen", sagt Norbert Schepers, Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Studie des Drohnenexperten Matthias Monroy bündelt Informationen aus zahlreichen parlamentarischen Anfragen, von Besuchen bei Waffenmessen und Auslandsreisen zu Drohnenstandorten der Bundeswehr. Die Piktogramme der Grafikerin Johanna Hoffmann illustrieren anschaulich das deutsche Drohnenarsenal. Die Illustrationen stellen wir Ihnen gern für auf Anfrage zur Verfügung.
Matthias Monroy, Autor der Studie: "Die Studie zeigt auf, wie die schwarz-rote Bundesregierung Airbus zur Schlüsselindustrie für unbemannte Luftfahrzeuge aufgebaut hat. Der Rüstungskonzern ist nicht nur Hauptauftragnehmer für die israelischen 'Zwischenlösungen' der Bundeswehr, er verdient auch an Drohnen zur Zieldarstellung, mit denen das Heer seine Raketen testet. In deutschen Airbus-Werken soll die 'Eurodrohne' endmontiert werden. Die Firma wäre außerdem für die Entwicklung der Drohnenschwärme des 'Zukünftigen Luftkampfsystems' zuständig, das die Regierung aus Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen entwickeln wollen." Der Autor steht Ihnen für Ihre Nachfragen zur Verfügung.
Link zur Studie: https://www.rosalux.de/publikation/id/43899
Pressekontakt:
Jannine Hamilton
Presse / Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A / 10243 Berlin
E-Mail: jannine.hamilton@rosalux.org / presse@rosalux.de
Tel.: 030 44 31 04 79 / Mobil: 0173 60 96 10 3
Original-Content von: Rosa-Luxemburg-Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2021 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1890098
Anzahl Zeichen: 3063
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Bundeswehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Drohnen für die Bundeswehr: Aktuelle Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung / Hintergründe, Zusammenhänge und Grafiken zum Drohnenprogramm (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rosa-Luxemburg-Stiftung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Eine aktuelle Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt, dass die politische Delegitimierung des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) in Deutschland Teil einer über Jahre angelegten transnationalen Advocacy-Kampagne war. Ziel sei es gewesen
Mythos widerlegt: Erbschaftsteuer zwingt nicht zu Mieterhöhungen ...
Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt: Die Steuer auf geerbte Mietimmobilien ist in allen untersuchten Fällen aus laufenden Mieteinnahmen finanzierbar - und empfiehlt die Abschaffung von Steuerprivilegien Wer ein Mehrfamilienhaus erbt, ist nicht gezwungen, die Mieten zu erhöhen oder die Immobi
Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale / Eröffnung der Wanderausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Zeitzeug*innen am 4. Juli ...
Die Treuhandpolitik traf die Ostdeutschen 1990 wie ein Schicksalsschlag. Waren sie im Herbst 1989 noch selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen, nahm ihr Leben nun eine unerwartete Wendung. 9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollten von
Weitere Mitteilungen von Rosa-Luxemburg-Stiftung
Lucassen:Ämter der Parlamentarischen Staatssekretäre im BMVg ersatzlos streichen, Generalinspekteur aufwerten ...
Die Bundesregierung wird das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Tauber bis zur Bundestagswahl nicht nachbesetzen. Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rüdiger Lucassen, begrüßt diese Entscheidung: "Die Praxis im Verteidigungsausschuss zeigt, dass s
Portugal: Mit fachübergreifender Kompetenz COVID19-Kranken helfen (FOTO) ...
Vor zweieinhalb Wochen übernahm das zweite Kontingent der COVID-Hilfe für Portugal die vom Sanitätsdienst betriebene Corona-Intensivstation in Lissabon. Nach der Kennenlernphase sind die Abläufe mittlerweile eingespielt. Mit Oberfeldarzt Christine Graef gehört nicht nur eine versierte Notfallme
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer besucht Kommando Streitkräftebasis (FOTO) ...
Die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, besuchte am 12. März 2021 das Kommando Streitkräftebasis in Bonn. Dabei machte Sie sich persönlich ein Bild vom Heimatschutz, der Führungsorganisation der Streitkräftebasis und der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Pandemie
Minenjagd an der Nordflanke - Kieler Geschwader leitet internationale Ostsee-Übung (FOTO) ...
Minenjagd in der Ostsee - dieser Aufgabe stellen sich rund 150 Kieler Marinesoldaten in den nächsten Wochen. Am Montag, den 15. März 2021 um 9:30 Uhr, werden die Minenabwehrboote "Fulda", "Bad Rappenau" und "Grömitz" ihren Heimathafen verlassen. Begleitet vom Tender




