Wenn das Gedächtnis nachlässt …
Pearson und Geromed bringen neues Instrument zur Beurteilung demenzieller Veränderungen auf den Markt:
Demenzerkrankungen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten Störungen im Alter. Derzeit leiden in Deutschland nahezu eine Million Menschen (= 65 Jahre) an einer Demenz. Durchschnittlich kommen jedes Jahr 200.000 Neuerkrankungen dazu.
Besonders der langsame, unmerkliche Beginn der meisten Demenzerkrankungen ist dafür verantwortlich, dass oftmals erst rückwirkend Defizite und auffällige Verhaltensweisen der erkrankten Person als erste Symptome einer Demenz erkannt werden. Dabei ist gerade die möglichst frühzeitige Diagnose einer Demenzerkrankung wichtig. So können „reversible Demenzen“ durch medikamentöse Behandlung wesentlich gebessert werden. Bei den primären Demenzen, wie etwa der Alzheimer-Demenz, eröffnet eine frühzeitige Diagnose den Betroffenen die Möglichkeit, sich in vollem Bewusstsein mit der Krankheit und ihren Folgen auseinanderzusetzen.
Pearson Assessment veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Geromed GmbH die Bayer ADL-Skala (B-ADL; ADL für engl. „activities of daily living“). Das Instrument wurde von Hellmut Erzigkeit und Hartmut Lehfeld für den deutschsprachigen Markt entwickelt. Die Bayer ADL-Skala dient der „Erfassung von Beeinträchtigungen der Alltagskompetenz bei älteren Patienten mit Einbußen kognitiver Leistungsfähigkeit“.
B-ADL - neues Screeninginstrument zur Demenzdiagnose(firmenpresse) - Alltagskompetenz als Schwellenkriterium demenzieller Erkrankungen:
Auf Demenzkranke wirkt die Welt durch den Verlust ihrer erworbenen Fähigkeiten merkwürdig und unverständlich. Sie können Gegenstände, Situationen und Personen nicht mehr in einen größeren Kontext einordnen. Oft verschwimmt der Unterschied zwischen Traum, Vergangenheit und Realität. Kennzeichen demenzieller Erkrankun¬gen ist der fortschreitende Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit, der die Bereiche Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen betrifft. Diese kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet. Aber auch nicht-kognitive Systeme wie Wahrnehmung, Affektivität und Persönlichkeitsmerkmale sind von Veränderungen betroffen. Bereits in den frühen Erkrankungsstadien können Probleme bei der Durchführung von komplexen Alltagsaktivitäten auftreten. Mit Voranschreiten der Erkrankung werden die Einschränkungen durch kognitive Einbußen immer deutlicher, bis der Patient seinen Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen kann und auf die Hilfe Dritter angewiesen ist.
Hier zeigt sich die Bedeutung der Alltagskompetenz als wichtiges Kriterium zum Stellen einer Demenzdiagnose. Auch die Einschätzung des Schweregrads eines demenziellen Syndroms orientiert sich am Ausmaß der Defizite bei der Bewältigung alltäglicher Anforderungen. Die B-ADL erfasst bei älteren Patienten mit kognitiven Einbußen genau und zuverlässig die Beeinträchtigungen der Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Skala wurde speziell für zuhause lebende ältere Patienten entwickelt, die an leichten kognitiven Beeinträchtigungen im Sinne eines „Mild Cognitive Impairment“ (MCI) oder an einem leichten bis mittelgradigen demenziellen Syndrom leiden. Inhaltlich deckt das Instrument einen großen Bereich von Aktivitäten des täglichen Lebens ab, deren selbstständige Ausübung ein unabhängiges Leben gewährleistet.
Alltagskompetenz als wichtige Zusatzinformation zu psychologischen Befunden:
Die B-ADL liefert im Rahmen erster psychometrischer Untersuchungen wichtige Zusatzinformationen zu den Testergebnissen, die im Hinblick auf die Erhärtung eines ersten Verdachts und zur Überprüfung des Fortschreitens einer Demenz wichtig sind. Die Skala stellt ein reliables, valides und veränderungssensitives Untersuchungsinstrument dar. Sie eignet sich insbesondere zur Verlaufsuntersuchung von Verhaltensauffälligkeiten im Bereich der Alltagsaktivitäten Demenzkranker. Zusätzlich ermittelt die B-ADL Verhaltensbereiche, die besonderer Intervention bedürfen.
Mit 25 Items, die jeweils eine 10-stufige Antwortskala besitzen, wird beurteilt, welche Alltagsprobleme bei den Patienten nachweisbar sind. 1 steht dabei für „nie“, 10 für „immer vorhandene Schwierigkeiten“. Die Items werden von einem Angehörigen, einer Betreuungsperson oder einem Dritten bearbeitet, der den Patienten hinreichend gut kennt. Das Spektrum erfasster Symptome reicht von Schwierigkeiten bei der Körperpflege, über Probleme sich an einer Unterhaltung zu beteiligen bis zu der Organisation des Haushaltes. Die letzten fünf Fragen beziehen sich auf die kognitive Leistungsfähigkeit.
Die B-ADL ist ein zeitökonomisches Instrument, das sich aufgrund seiner Kürze für die Anwendung in der klinischen Routine von Einrichtungen eignet, in denen Demenzpatienten diagnostiziert und/oder therapiert werden. Das Verfahren kann als Screeninginstrument für Demenzerkrankungen in allgemeinärztlichen Praxen, Seniorenwohnheimen, Pflegeeinrichtungen, der ambulanten Krankenpflege und von qualifizierten Betreuungspersonen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer hohen Störungsgrad- und Veränderungssensitivität empfiehlt sich die B-ADL ebenfalls für den Einsatz in der Forschung und zur Erfolgskontrolle therapeutischer Maßnahmen. Die Bearbeitungszeit der B-ADL beträgt 10 bis 15 Minuten.
Das B-ADL-Manual kostet 26,- €. Der dazugehörige Fragebogen (Block à 50 Blatt) ist für 36,- € (jeweils zzgl. gesetzl. MwSt. + Versand) exklusiv von Pearson Assessment erhältlich. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 15.04.2010 - 09:00 Uhr
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