Oftübersehen: Auch Pilze können lebensbedrohliche Infektionen auslösen
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Risiko bei stark geschwächter Immunabwehr
Invasive Pilzinfektionen (Mykosen), etwa durch Hefepilze der Gattung Candida oder Schimmelpilze der Gattung Aspergillus, sind im Vergleich zu Pilzinfektionen der Haut oder der Schleimhäute selten, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Gefährdet sind Menschen, deren Immunabwehr durch Krankheit oder Medikamente erheblich geschwächt ist, etwa durch eine HIV-Infektion, eine Chemotherapie, eine fortgeschrittene Diabeteserkrankung, bei schweren Verletzungen sowie vielen Erkrankungen, die eine intensivmedizinische Behandlung erfordern. Eintrittspforte für Pilze sind Verletzungen der Haut oder Schleimhäute sowie die Atemwege.
Schwer zu finden
Experten gehen davon aus, dass höchstens die Hälfte der invasiven Pilzinfektionen zu Lebzeiten diagnostiziert wird. Das liegt zum einen daran, dass Mediziner bei Infektionen meist auf Bakterien oder Viren tippen und nicht gezielt nach einer Pilzinfektion fahnden. Auch die Krankheitssymptome helfen meist nicht weiter, denn Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Atemnot können vielerlei Ursachen haben. Und schließlich ist die labortechnische Diagnostik von Pilzinfektionen aus verschiedenen Gründen besonders knifflig.
Wegweiser im Internet
Das Portal www.hilfefuermich.de zeigt unter dem Menüpunkt "Schwere Infektionen" die Bedeutung von Pilzinfektionen auf. Interessierte finden dort Informationen zu Präventions-, Diagnose-, Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten sowie Links zu weiterführenden Websites und Erklärvideos.
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Datum: 11.05.2021 - 09:15 Uhr
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