FDP-Vorstand warnt: Steuererhöhungen sind Gift für wirtschaftliche Genesung nach Corona

FDP-Vorstand warnt: Steuererhöhungen sind Gift für wirtschaftliche Genesung nach Corona

ID: 1912260
(ots) - Marco Buschmann: Bei Entlastung von Betrieben Beispiel an China und USA nehmen - Mehr Flexibilität für den Handel bei Sonntagsöffnungen

Osnabrück. Die Liberalen warnen davor, eine wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie durch Steuererhöhungen zu gefährden. "Wir sind nach der Corona-Pandemie noch stärker auf eine Politik des wirtschaftlichen Wachstums verpflichtet als vorher. Debatten über Steuererhöhungen sind da Gift. Damit rettet man kein einziges Unternehmen", sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der FDP-Politiker betonte: "China, Frankreich, USA - weltweit bereiten sich alle großen Volkswirtschaften auf einen Nach-Corona-Boom vor, indem sie ihre Betriebe entlasten. Daran sollte sich Deutschland ein Beispiel nehmen." Um die Lasten der Corona-Krise schultern zu können, müsse die deutsche Politik "die Wohlstandsmaschine Wachstum wieder anschmeißen".

Buschmann plädierte auch für mehr Flexibilität für Händler und Dienstleister bei der Ladenöffnung an Sonntagen. "Viele Händler mussten ihre Ersparnisse einsetzen, manche sogar an ihre private Altersvorsorge gehen, um die Krise zu überstehen. Zugleich besteht die Gefahr, dass unsere Innenstädte als öffentlicher Ort der Begegnung veröden. Wenn Einzelhändler daher ihren Kunden auch am Wochenende etwas Attraktives bieten wollen, sollte man im Rahmen des rechtlich Möglichen Großzügigkeit walten lassen", sagte Buschmann der "NOZ". Wenn Einzelhändler etwas mehr Beinfreiheit forderten, "um verlorenes Geschäft nachzuholen, sollten wir entsprechend flexibel bei den Sonntagsöffnungszeiten sein".

+++

__________________________________________________________________________

FDP verteidigt den Vorstoß, familienpolitische Leistungen zu entschlacken

Vorstandsmitglied Buschmann will Vereinfachung: "Ziel ist nicht die Kürzung"



Osnabrück. Der erste parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann, hat das Vorhaben seiner Partei verteidigt, familienpolitische Leistungen zu entschlacken. "Die Vielfalt familienpolitischer Leistungen in Deutschland ist ein komplizierter Bürokratie-Dschungel. Deshalb wollen wir die Dinge zusammenlegen und vereinfachen. Ziel ist nicht die Kürzung", sagte Buschmann im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Vielmehr gehe es darum, Vorgänge zu vereinfachen, damit das Geld bei jenen ankomme, die ein Anrecht darauf hätten. Das sei heute oft nicht der Fall. "Beim Kinderzuschlag zum Beispiel gibt es das Ziel einer Abrufquote von gerade mal 35 Prozent", sagte Buschmann. "Das heißt also, die Große Koalition plant, dass 65 Prozent, die einen Anspruch hätten, das Geld nicht erhalten", kritisierte der FDP-Politiker. Betroffene lebten dann unter Umständen in verdeckter Armut. "Das berührt Bildungs- und Aufstiegschancen. Die wollen wir verbessern. Da spielt Digitalisierung eine große Rolle", sagte Buschmann der "NOZ" weiter.

Buschmann kritisierte in der "NOZ" die Tendenz in der deutschen Politik, Bürgerinnen und Bürger mit immer neuen Geldversprechen zu ködern. Als Beispiel nannte er den milliardenschweren Digitalpakt, bei dem auch zwei Jahre nach Inkrafttreten nur ein Bruchteil der Gelder abgerufen worden sei. "Wir sollten uns eine Phase der Bürokratie-Entfesselung gönnen", sagte Buschmann und forderte: "Anstatt immer möglichst viel Geld ins Schaufenster zu stellen, das dann nicht abgerufen wird, sollten wir gezielte Mittel schnell und einfach dorthin bringen, wo sie gebraucht werden." Deutschland sei inzwischen "so stark bürokratisiert, dass nicht einmal der Staat selbst seine Bürokratie souverän managen kann. Das müssen wir dringend ändern."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Kuban: Göring-Eckardt (Grüne): Unklar, welche Politik die Union machen will
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.06.2021 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1912260
Anzahl Zeichen: 4085

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 527 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"FDP-Vorstand warnt: Steuererhöhungen sind Gift für wirtschaftliche Genesung nach Corona"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabr (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Fachgesellschaft für Maskenpflicht wegen überlasteter Kinderkliniken durch RSV-Welle ...
Fachgesellschaft für Maskenpflicht wegen überlasteter Kinderkliniken durch RSV-Welle GPP-Präsident Stock: "Würde definitiv helfen, um Infektionen zu begrenzen" - Appell an Eltern, nicht unnötig zum Arzt zu gehen Osnabrück. Wegen der Überlastung von Kinderkliniken durch die RSV-

Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden ...
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden Lemke: "Am besten wäre es, das Projekt zu stoppen" - Grünen-Politikerin sieht Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres in Gefahr Osnabrück. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grü

Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund ...
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund "Hund mit Vorgeschichte" von Tierschutz-Initiative vermittelt - Balu erleidet Durchfall-Attacken Osnabrück. Karoline Herfurth (38) hat einen Hund mit Angstproblemen: "Ich habe einen Angsthund", sagte die Schauspielerin der "Ne


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabr


Kuban: "Das ist der Gegenentwurf zur Verbotspolitik der Grünen" ...
Vorsitzender der Jungen Union erteilt Mütterrente Absage: "Solidarität ist keine Einbahnstraße" Osnabrück. Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, hat das Wahlprogramm der Union als "Gegenentwurf zur Verbotspolitik der Grünen" bezeichnet und Forderungen der CSU nac

nd.Dertag: Kommentar zum Wahlprogramm der CDU: Die alte neoliberale Leier ...
Mit viel Pomp hat die Union ihr Wahlprogramm vorgestellt. Ein Wort, das nicht oft genug fallen konnte, ist "modern". Doch was neu und anpackend daher kommt - letztlich ist es nichts anderes als die alte Leier vom neoliberalen Staat, von Steuersenkungen und letztlich auch vom Sozialabbau, w

Viele Rückmeldungen zum WDR Kandidat:innen-Check zur Bundestagswahl ...
Die Einladung zum WDR Kandidat:innen-Check zur Bundestagswahl 2021 stößt auf reges Interesse: Viele Direktkandidatinnen und -kandidaten in NRW haben bereits ihre Rückmeldung gegeben. Vor der Bundestagswahl lädt der WDR alle Direktkandidat:innen im Westen ein, sich und ihre politischen Ideen in

Jörg Meuthen: "CDU/CSU in Teilen lernfähig. Kräftige AfD-Anleihen im Wahlprogramm" (FOTO) ...
CDU und CSU präsentieren heute ihr Wahlprogramm. Wichtige Punkte und Positionen stammen von der AfD. Beispiel "Generationenrente": Der Staat solle nach der Geburt eines Kindes bis zum Alter von 18 Jahren monatlich Geld zurücklegen. Im CDU/CSU-Programm wird eine Summe von je 100 Euro pro


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z