Des Genozids an den Armeniern gedenken
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Des Genozids an den Armeniern gedenken
Kritische Geschichtsauseinandersetzung türkischer Intellektueller und der Zivilgesellschaft
Anlässlich des Gedenktages des Genozids an den Armeniern erklärt die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach MdB:
Am 24. April 1915 veranlasste die jungtürkische Bewegung die Verhaftung, Deportation und Ermordung armenischer Intellektueller und leitete damit den Genozid an der Armeniern ein. In den Jahren 1915 und 1916 fielen rund 1,5 Million Armenierinnen und Armenier systematischen Massakern und Deportationen des jungtürkischen Regimes zum Opfer. Hunderttausende von Ihnen starben auf dem Todesmarsch durch die syrische Wüste.
Das grausame Verbrechen jährt sich dieser Tage zum 95. Mal. Der türkische Staat ist jedoch bis zum heutigen Tag nicht bereit, diese traurige Erblast aufzuarbeiten. Stattdessen drohte der türkische Premierminister Erdogan im März dieses Jahres mit der Ausweisung der illegal in der Türkei lebenden Armenier. Grund dafür war die Anerkennung des Massakers an den Armeniern als Völkermord durch amerikanische und schwedische Parlamentarier.
Umso größere internationale Beachtung und Unterstützung muss die kritische Geschichtsauseinandersetzung türkischer Intellektueller und der Zivilgesellschaft mit diesem Thema finden. Sie sind nicht mehr bereit und willens, die Katastrophe zu leugnen.
Am Gedenktag soll das Mitgefühl den Angehörigen der Opfer gelten und gleichzeitig muss eine Forderung wiederholt werden: Das Verbrechen am armenischen Volk muss einen festen Stellenwert im weltweiten kollektiven Gedächtnis als erster Genozid des 20. Jahrhunderts erhalten.
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Datum: 21.04.2010 - 11:47 Uhr
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