ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit sorgt sich wegen Corona-Mutationen und steigender Infektionszahlen

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Im Sommer 2021 ist die Sorge der Bundesbürger, dass sie sich selbst oder Teile ihrer Familien sich mit Corona anstecken könnten, in etwa auf dem Niveau vom vergangenen Sommer: Aktuell treibt diese Sorge lediglich gut ein Viertel (27 Prozent) um - im vergangenen August waren es 28 Prozent. Weit mehr Sorgen machen sich die Deutschen vor einer neuen Infektionswelle: 62 Prozent gaben in dieser Woche an, sehr große oder große Sorgen zu haben, dass die Infektionen in den kommenden Wochen wieder steigen könnten. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) zeigen sich hinsichtlich neuer Varianten des Corona-Virus, wie der sogenannten Delta-Mutation, besorgt. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.

Die Sorge um die Infektionsentwicklung in den nächsten Monaten lässt fast jeden Zweiten (46 Prozent) befürchten, dass auch die Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt bleiben könnten. Mit Abstand am meisten Sorgen machen sich die Deutschen in Sachen Corona derzeit jedoch um die Situation von Kindern. Aufgrund ihrer bisherigen Pandemie-Erfahrungen und der Einschränkungen von Betreuungsangeboten und im Schulbetrieb in den vergangenen Monaten fürchten 79 Prozent der Wahlberechtigten und 89 Prozent der Eltern mit schulpflichtigen Kindern Beeinträchtigungen in der Entwicklung von Kindern. Mit Blick auf die Schulen befürworten daher für die Zeit nach den Sommerferien acht von zehn Deutschen (84 Prozent aller Befragten und 80 Prozent der Eltern), in den Unterrichtsräumen Luftfilteranlagen zu installieren. Wechselunterricht bei hohen Inzidenzzahlen unterstützen 68 Prozent der Deutschen und 56 Prozent der Eltern. Drei Viertel der Befragten (76 Prozent aller Befragten und 71 Prozent der Eltern) sprechen sich für die Beibehaltung von zwei Corona-Tests pro Woche aus - zumindest für nichtgeimpfte Schüler. Weniger Zustimmung gibt es für eine Beibehaltung der Maskenpflicht im Unterricht: Nur vier von zehn Deutschen (37 Prozent) und nur 27 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder unterstützen diese Maßnahme.



Befragungsdaten

- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland
- Fallzahl: 1.317 Befragte;
- Erhebungszeitraum: 28.06.2021 bis 30.06.2021
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon*- und Online-Befragung
- Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut:

- Wie groß ist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Ihre Sorge,
- ... dass Kinder wegen eingeschränkter Betreuungs- und Schulangebote in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden?
- ... vor neuen Varianten des Corona-Virus, wie der sogenannten Delta-Mutation?
- ... dass die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigt?
- ... dass die Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt sind?
- ... dass Sie selbst oder Mitglieder Ihrer Familie sich mit dem Corona-Virus anstecken?

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Datum: 01.07.2021 - 18:00 Uhr
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