FDP-Vize Johannes Vogel sieht ohne liberale Handschrift keine Regierungsbeteiligung

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(ots) -

Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Johannes Vogel, hat den Willen seiner Partei zur Regierungsbeteiligung unterstrichen, zugleich aber eine Festlegung auf einen Koalitionspartner erneut abgelehnt. "Natürlich wollen wir gestalten", so der FDP-Politiker im phoenix-Interview am Rande des FDP-Parteitags in Berlin. "Ich will endlich eine Rentenreform voranbringen. Bei der Dekarbonisierung müssen wir vorankommen." Dennoch sei eine Koalitionsbeteiligung keine Notwendigkeit. "Die Unabhängigkeit, die wir uns erarbeitet haben, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern versprechen können, dass wir, wenn eine liberale Handschrift gar nicht erkennbar ist, nicht für Dienstwagen in die Regierung gehen, die werden wir uns erhalten", so Vogel.

Ihm sei durchaus bewusst, dass die FDP in keiner der möglichen Koalitionen all ihre Forderungen umsetzen können werde. "Ich weiß, dass wir uns nirgendwo zu 100 Prozent durchsetzen werden, egal was passiert. Aber jetzt werben wir erst mal aus echter Überzeugung dafür, dass wir möglichst stark werden."

Den Ausgang der Bundestagswahl sieht der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende trotz aller Umfragen als offen an. "Wir haben eine historisch unerreichte Zahl an Unentschlossenen in diesem Land, und davon will ich noch möglichst viele überzeugen", so der Liberale. Dazu brauche es zwar einerseits Kompromissbereitschaft, aber auch den Willen, zu gestalten.

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