Nur in Sachsen bekommen Pflegekräfte kaum Booster-Impfungen / bpa kritisiert sächsischen Sonderweg

Nur in Sachsen bekommen Pflegekräfte kaum Booster-Impfungen / bpa kritisiert sächsischen Sonderweg bei Corona-Drittimpfungen

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(ots) -

Während in allen anderen Bundesländern auch Pflegekräfte flächendeckend mit einer dritten Impfung gegen das Corona-Virus geschützt werden, geht Sachsen einen gefährlichen Sonderweg. Das kritisiert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in einem Brandbrief an die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping.

Landesregierung, Sächsische Impfkommission und Kassenärztliche Vereinigung verzichten nach wie vor auf eine Empfehlung von Auffrischungsimpfungen für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen. Diese können nur im Einzelfall durch ihren Hausarzt eine Impfung bekommen.

"Bundesweit werden Pflegekräfte gleichzeitig mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen flächendeckend geimpft, um einen möglichst hohen Schutz zu gewährleisten", sagte der sächsische bpa-Landesvorsitzende Igor Ratzenberger. Darauf hatte sich die Gesundheitsministerkonferenz Anfang September geeinigt. Auch die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Pflegepersonal und Personen, die direkte Kontakte zu pflegenden Personen haben.

"Der sächsische Sonderweg ist für uns völlig unverständlich und muss sofort korrigiert werden", so Ratzenberger. "Nur mit flächendeckenden Drittimpfungen für Pflegebedürftige und Pflegekräfte bekommen wir den notwendigen Schutz für Bewohnerinnen und Bewohner, den wir in der längst anlaufenden vierten Welle brauchen. Ältere und vorerkrankte Menschen sind schließlich weiterhin großen Gefahren durch das Virus ausgesetzt."

Das Sozialministerium müsse schnell für eine umfassende Umsetzung der Booster-Impfungen auch für Pflegende sorgen, fordert der bpa.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 800 in Sachsen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 365.000 Arbeitsplätze und circa 27.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 29 Milliarden Euro.



Pressekontakt:

Jacqueline Kallé, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0341-52 90 44 60, Mobil: 0162/134 135 6, www.bpa.de

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