Marburger Bund für berufsbezogene Covid-19-Impfpflicht / Delegierte der 138. Hauptversammlung fassen Beschluss nach intensiver Diskussion
ID: 1938903
Die 138. Hauptversammlung des Marburger Bundes fordert die Einführung einer berufsbezogenen Covid-19-Impfpflicht in Anlehnung an Paragraph 20 Absatz 8 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz (Masern-Impfpflicht). Die Pflicht zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus soll für Personen gelten, die in medizinischen Einrichtungen, Alten- und Pflegeheimen sowie Schulen und Kindertagesstätten tätig sind.
Das Votum für eine berufsbezogene Pflicht zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus erging nach mehrstündiger, intensiver Diskussion der Delegierten. Die Vertreter der angestellten Ärztinnen und Ärzte äußerten die große Sorge, ohne berufsbezogene Impfpflicht könnten viele besonders vulnerable Personengruppen erheblich gefährdet sein. Die rasant steigenden Infektionszahlen insbesondere bei Kindern sowie zunehmende Impfdurchbrüche bei älteren und multimorbiden Personen - bei gleichzeitig weiterhin teils zu niedrigen Impfquoten der Beschäftigten in diesen Bereichen - zeigten den akuten Handlungsbedarf, hieß es in der Diskussion. Es gehe darum, Menschen vor einer schwerwiegenden Infektion zu bewahren, die gerade bei älteren und vorerkrankten Personen zu schweren und leider auch zu tödlichen Krankheitsverläufen führen könne.
In einem weiteren Beschluss forderten die Delegierten die politischen Entscheidungsträger dazu auf, alle Möglichkeiten der Aufklärung, positiver Motivation und einfacher Zugänglichkeit zu Impfungen auszuschöpfen, um eine allgemeine Impfpflicht der Bevölkerung als mögliche, aber angesichts des erheblichen Grundrechtseingriffs immer nur letztrangige Maßnahme zu verhindern.
Von der berufsbezogenen Impfpflicht wären Beschäftigte in folgenden Einrichtungen erfasst:
- Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Entbindungseinrichtungen, Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden, ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und Rettungsdienste.
- Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime und Ferienlager.
- Voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen oder vergleichbare Einrichtungen, Obdachlosenunterkünfte, Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, Geflüchteten und Spätaussiedlern.
Pressekontakt:
Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel. (030) 746846-40
Mobiltel.: 0162 2112425
E-Mail: presse@marburger-bund.de
Original-Content von: Marburger Bund - Bundesverband, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.11.2021 - 10:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1938903
Anzahl Zeichen: 3227
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 574 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Marburger Bund für berufsbezogene Covid-19-Impfpflicht / Delegierte der 138. Hauptversammlung fassen Beschluss nach intensiver Diskussion"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Marburger Bund - Bundesverband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Marburger Bund spricht sich für deutlich strengere Regelungen beim Zugang zu Alkohol aus. "Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen ('Alkoholshops') erfolgen. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sol
Marburger Bund fordert Ausnahmen von der Arbeitnehmerüberlassung im Gesetz ...
Kurz vor der heutigen öffentlichen Anhörung zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages fordert der Marburger Bund, die Hürden für notwendige Weiterbildungsverbünde im Gesetz abzubauen. Ohne gesetzliche Ausnahme von einer erlaubnispflichtigen A
Bundesverfassungsgericht stärkt Grundrechte von Ärztinnen und Ärzten / Marburger Bund begrüßt Entscheidung zur Triage-Regelung im Infektionsschutzgesetz ...
Der Marburger Bund begrüßt den heutigen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, mit dem der im Jahr 2022 eingefügte § 5c des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in vollem Umfang für nichtig erklärt wurde. Das Gericht hat entschieden, dass es dem Bund an einer Gesetzgebungskompetenz für diese pan
Weitere Mitteilungen von Marburger Bund - Bundesverband
Es reicht nicht / Kommentar von Alexandra Eisen zu den Auffrischungsimpfungen ...
Am 22. Dezember 2020 betrug die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen in Deutschland 197,6 - der Höchststand seit Ausbruch der Pandemie. Am Freitag lag die Inzidenz bei 169,9, Tendenz steigend. Und damit steigt der Frust, weil wir uns offensichtlich in einer Dauerschleife befinden. Der
Neues Gesundheitskonzept für ein längeres Leben / Dr. Bernhard Leben: So beeinflusst die richtige Ernährung das menschliche Gehirn (FOTO) ...
Der renommierte Fachmediziner und Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Leben hat am Donnerstag erstmals sein neues ganzheitliches Gesundheitskonzept M.E.R.K.en einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept behandelt die Frage, wie die Ernährung des Menschen das Gehirn und dessen LeistungsfÃ
ANNE WILL am 7. November 2021 um 21:45 Uhr im Ersten: Corona-Neuinfektionen auf Höchststand - braucht Deutschland eine Impfpflicht? (FOTO) ...
Die aktuellen Infektionszahlen übertreffen die des Frühjahrs. Für Ungeimpfte sei die Gesundheitsgefahr inzwischen "sehr hoch", warnt das RKI. Laut aktuellem ARD-DeutschlandTrend würden 57 Prozent der Befragten eine allgemeine Impfpflicht befürworten. Auch werden Forderungen nach ver
BdP informiert: / Hört die neue Regierung den Experten zu? Beim Thema Tabak- und Rauchentwöhnung meldet sich der BdP (Bundesverband der Pneumologen) zu Wort! ...
Beschlüsse des Bundestages... Papiertiger? Fast ein halbes Jahr ist seit dem Beschluss des Bundestages vom 11. Juni zur Tabakentwöhnung sowie die Änderung des Paragrafen 34 (Möglichkeit zur Verordnung von Medikamenten zur Raucherentwöhnung) vergangen und bis heute sind keine Taten gefolgt.




