Erzbistum Köln: Laien kritisieren Vatikan - Kirchenrechtler Schüller: Klare Signale für Verbleib Woelkis im Amt
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Köln. Die Vertretung der katholischen Laien im Erzbistum Köln hat sich kritisch zur Entscheidung des Vatikan geäußert, die vom Kölner Bistumsleiter Rolf Steinhäuser angeordnete Untersuchung zur Vergabe von Aufträgen erst nach der Rückkehr von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki durchführen zu lassen. Die stellvertretende Vorsitzenden des Diözesanrates der Katholiken, Bettina Heinrichs-Müller, zeigte sich gegenüber der Kölnischen Rundschau (Donnerstagausgabe) "verwundert", dass diese notwendige Überprüfung "nicht mit aller Konsequenz zügig durchgeführt und zum Ergebnis geführt werden soll". Der Stopp einer transparenten Aufklärung öffne "Raum für schädliche Spekulationen" und behindere den Vertrauensaufbau im Erzbistum.
Nach Informationen der Rundschau ist eine erste Überprüfung, die die Vergabe der beiden Studien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt betrifft, durch zwei Kirchenrechtler bereits erfolgt. Die Ergebnisse lägen im Vatikan, teilte das Erzbistum der Zeitung mit. Die Laienvertretung forderte, bereits vorliegende Ergebnisse zu veröffentlichen. Von der Intervention der Bischofskongregation betroffen ist eine weitere Untersuchung von Auftragsvergaben der letzten zehn Jahre. Sie soll erst nach der Rückkehr von Woelki beginnen.
Der in Münster lehrende Kirchenrechtler Thomas Schüller sagte der Kölnischen Rundschau dazu: "Rom hat das Zepter in der Hand und alle Signale wie im aktuellen Vorgang deuten sehr klar darauf hin, dass Kardinal Woelki weiterhin der Erzbischof von Köln bleibt. Die Gläubigen werden sicher Rom, das heißt Papst Franziskus, hierauf die passende Antwort geben." (rn)Politik Seite 4
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Datum: 06.01.2022 - 03:00 Uhr
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