Mercedes-Chef Källenius gegen Einflussnahme der Wirtschaft im Ukraine-Konflikt
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Mercedes-Chef Ola Källenius spricht sich gegen die Einflussnahme von Wirtschaftsführern angesichts der Bedrohung der Ukraine durch Russland aus. "Wir verfolgen die Entwicklung an der Grenze zur Ukraine mit Sorge und hoffen auf Deeskalation", sagt Källenius in seinem ersten Interview nach der Aufspaltung des Daimlerkonzerns der Wochenzeitung DIE ZEIT. Aber dies solle nicht durch die Wirtschaft erfolgen. "Dafür brauchen wir Politiker und Diplomaten. Sie sind die Profis, die solche Themen angehen."
Einen Rückzug der Wirtschaft aus Regionen wie Russland oder China aus politischen Erwägungen hält Källenius für den falschen Weg. "Ich bin überzeugt, dass Handelsbeziehungen dazu beitragen, auch im Konfliktfall die Lösung eher durch Kooperation als durch Konfrontation zu suchen", sagt er. Internationale Zusammenarbeit sei "der Schlüssel für Innovation, Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand."
In der ZEIT bekräftigt Källenius seine Unternehmensstrategie, ausschließlich auf Elektroautos zu setzen. "Wir müssen weg von fossilen Energien. Da liegt es auf der Hand, die Antriebsart zu wechseln. Nun werden wir elektrisch. Das ist kein Trauma, sondern eine Chance. Mit grünem Strom wird das Auto CO2-frei", sagt Källenius. Ausdrücklich verteidigt Källenius auch den Bau von schweren Elektroautos wie SUVs und Limousinen. Mercedes strebe an, "in jedem Segment, für das sich Kunden begeistern, die klimafreundlichste Alternative anzubieten". Gerade Deutschland profitiere davon, "dass wir hier auch luxuriöse Autos so erfolgreich produzieren. Das ist die Basis für gute Jobs, Ausbildungsplätze, Steuereinnahmen und auch die finanziellen Mittel für Hightech made in Germany".
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Datum: 02.02.2022 - 13:00 Uhr
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