Messianische Juden sind keine Juden zweiter Klasse!
Anders als in Israel, hat es in Deutschland keine Bedeutung, ob jemand ein klassischer oder messianischer Jude ist. Es gilt maximal weitreichende Glaubensfreiheit gemäß Artikel 4 Grundgesetz. Der Zentralrat freigemeindlicher Juden mahnt zu Respekt und Sachlichkeit.
Ben Feldman, Präsident des Zentralrates der freigemeindlichen und messianischen Juden(firmenpresse) - Der Antisemitismusbeuauftragte des Zentralrat der freigemeindlichen, gemeindefreien und messianischen Juden (ZMJ), David Rosenberg, verweist aus gegebenem Anlass auf einen Beschluss des ZMJ-Präsidiums. Darin wird festgehalten, dass leider auch innerjüdische Herabsetzungen und Demütigungen vorkommen. So sei etwa die undifferenzierte Behauptung, messianische Juden seien Christen und “segelten unter falscher Flagge” einerseits sachlich falsch und andererseits dazu geeignet, Juden ihr Jüdischsein abzusprechen. Mithin also ein Skandal. Solche Stellungnahmen führten zu Stigmatisierungen ohnehin wenig geschützter Minderheiten, die der ZMJ künftig robuster unterbinden wird.
Richtig ist, dass es in den Vereinigten Staaten von Amerika evangelikale Gruppen gibt, die sich als messianische Juden ausgeben. Die messianischen Juden in Deutschland dagegen stammen praktisch alle aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und sind Juden, wie viele andere jüdische Minderheiten, die in freien Gemeinden organisiert sind. Ferner sei allen Mitgliedern des ZMJ per Satzung ohnehin die sogenannte “Judenmission” untersagt, betont Pressesprecher Rosenberg.
Juristisch und politisch bedeutsam wird die Frage der Zugehörigkeit zu einer freien jüdischen Gemeinde, vor allem solchen die sich als messianisch verstehen, nur in Israel. Dort hat dies Konsequenzen für die Erlangung der Staatsbürgerschaft und anderer Rechte. In Deutschland gilt dagegen Artikel 4 des Grundgesetzes, in dem jedem Deutschen vollständige Glaubensfreiheit zugestanden wird. Dies beinhaltet auch den Schutz vor Diskriminierung, sowohl von Glaubensfremden wie auch aus der eigenen Community.
Die “Task-Force Antisemitismus” des Zentralrates der freigemeindlichen und messianischen Juden (ZMJ) wird fortan solchen Auslassungen mit Bestimmtheit Einhalt gebieten. Der ZMJ steht für die Diversität des Judentums in Deutschland, worüber man sich eigentlich freuen sollte.
Bemerken Bürger antisemitische Bemerkungen, sollen Sie diese auf der Webseite des ZMJ melden: www.zentralrat-freigemeindlicher-juden.deWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Zentralrat der freigemeindlichen, messianischen und gemeindefreien Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz (ZMJ) ist das Repräsentationsorgan der freigemeindlichen sowie der messianischen Juden, Altapostolen und judeo-christlichen Panentheisten im deutschsprachigen Raum. Der Zentralrat hat (Stand Februar 2022) gut 41.500 Mitglieder und wurde 2001 in Frankfurt am Main gegründet, zunächst als rein karitativer Verein. Seit dem Jahr 2021 tritt der Zentralrat auch öffentlich für die Interessen der rund 190.000 Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein, die keiner bzw. keiner traditionellen Gemeinde angehören. Sie gelten damit in offiziellen Statistiken als “gemeindefrei” oder “sonstig”.
Bitte über die Webseite
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Datum: 19.02.2022 - 18:29 Uhr
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