Deutsche NGOs warnen vor Mittelkürzung bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

Deutsche NGOs warnen vor Mittelkürzung bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

ID: 1965760
(ots) -

Appell an Olaf Scholz: "Rüstungsinvestitionen dürfen nicht zulasten der Armutsbekämpfung gehen"

Sieben deutsche Entwicklungsorganisationen fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Appell dazu auf, mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftskraft in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Darauf hatten sich SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag verständigt. Dieses Ziel soll sich nicht nur in der diesjährigen Haushaltsplanung wiederfinden, sondern auch in der Mittelfristigen Finanzplanung bis 2026. Die NGOs fordern außerdem, dass die geplanten Mehrinvestitionen für Verteidigung nicht zulasten des Kampfes gegen extreme Armut, Hunger und vermeidbare Krankheiten gehen dürfen. Am 16. März veröffentlicht die Bundesregierung ihren Haushaltsentwurf für 2022 sowie ihre Finanzplanung bis 2026.

Kurz vor Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs durch die Bundesregierung richten die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, die Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE, Oxfam, Save the Children und die Welthungerhilfe einen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz: "Wir beobachten mit Schrecken, was derzeit in der Ukraine vor sich geht und unterstützen alle Versuche, so schnell wie möglich Frieden zu schaffen. Gleichzeitig dürfen wir gerade jetzt den Globalen Süden nicht vergessen. Die Corona-Pandemie hat viele ärmere Länder um Jahre zurückgeworfen. Wir beobachten Rückschläge bei Ernährungssicherung, Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe. Zusätzlich führt der gewaltsame Konflikt in der Ukraine beispielsweise zu steigenden Nahrungsmittelpreisen, was den Kampf gegen den Hunger weiter erschwert. Mehr denn je ist daher eine starke Entwicklungspolitik gefragt. Die Bundesregierung hat versprochen, jährlich mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftskraft in die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten zu investieren. Herr Bundeskanzler, Sie haben kürzlich versichert, dass der Etat für Entwicklungszusammenarbeit weiter wachsen wird. Wir nehmen Sie beim Wort. Rüstungsinvestitionen dürfen nicht zulasten der Armutsbekämpfung gehen."



+++

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut zu beenden - jetzt und überall. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit - und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Mehr Informationen auf www.globalcitizen.org

DSW: Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr Informationen auf www.dsw.org

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 OxfamOrganisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren. www.savethechildren.de

Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen: Der Klimawandel ist die größte Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts. Bei der Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen vermitteln wir die Bedeutung des Klimawandels für unsere Gesundheit. Wir stärken die gesellschaftliche Basis für Klimaschutz, Mensch und Tier und die Bewahrung einer gesunden Erde. Wir machen den Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit, Klimaschutz und Gesundheitsschutz möglichst vielen Menschen bewusst - mit der nötigen Dringlichkeit, aber vor allem zukunftsorientiert und positiv. Wir kommunizieren und wir helfen beim Kommunizieren, wir bringen Menschen zusammen, die etwas bewegen können.

Welthungerhilfe: Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für "Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. Mehr Informationen auf www.welthungerhilfe.de

Pressekontakt:

ONE: Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
Global Citizen: Rick Nagelschmidt: 0177 / 576 95 69, presse@globalcitizen.org
DSW: Nicole Langenbach: 0 511 / 94 373 20, nicole.langenbach@dsw.org
Oxfam: Steffen Küßner, Tel.: 030-45 30 69 710, skuessner@oxfam.de, @OxfamPresse
Save the Children: Silke Zorn: 030 / 27 59 59 79 - 232, silke.zorn@savethechildren.de Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen: Elisabeth Steinbrecher: 030 206 711 46, e.steinbrecher@stiftung-gegm.de
Welthungerhilfe: Simone Pott: 0228/2288-132, simone.pott@welthungerhilfe.de

Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Mittelstand begrüßt abzeichnende Spritpreissenkung: 20 Cent Rabatt können jedoch nur ein allererster Schritt sein Energie-Preise: Paritätischer fordert Entlastungspaket mit substantiellen Hilfen für die Ärmsten
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.03.2022 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1965760
Anzahl Zeichen: 7378

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Bundesregierung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 701 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsche NGOs warnen vor Mittelkürzung bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Save the Children Deutschland e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Illusion von Sicherheit: Rund zwei Millionen Kinder nach Syrien zurückgekehrt - in unsichere Zustände ...
- Hohe Rückkehrzahlen erzeugen falsche Vorstellung von Sicherheitslage - Großteil der Bevölkerung weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen - Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur müssen vorangetrieben werden Fast zwei Millionen Kinder sind in den vergangenen 18 Monaten in ihre

Weltflüchtlingstag: Solidarität schwindet, Kinder zahlen den Preis ...
Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni fordert Save the Children, Kinder auf der Flucht stärker zu schützen. Nach den neuesten UN-Zahlen sind rund 118 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, fast 40 Prozent davon sind Kinder. Dazu sagt Karsten Dietze, Experte für Flucht und Migratio

Mehr als ein Spiel: Warum Fußball für Millionen Kinder über Zukunft entscheidet ...
Wenn heute die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt, fiebern Millionen Menschen weltweit mit. Es geht um Tore, Titel und Emotionen. Für viele Kinder geht es beim Fußball um mehr: Für sie kann er Schutz bieten, bei der Überwindung ihrer Traumata helfen und eine andere Zukunft eröffnen. Save the Ch


Weitere Mitteilungen von Save the Children Deutschland e.V.


Mittelstand begrüßt abzeichnende Spritpreissenkung: 20 Cent Rabatt können jedoch nur ein allererster Schritt sein ...
Und sie bewegt sich doch: Der Vorsitzende des Verbandes Der Mittelstand.BVMW, Markus Jerger, hat die sich nun abzeichnende Spritpreissenkung durch die Bundesregierung begrüßt. Er macht jedoch klar, dass die nun anvisierten 20 Cent Rabatt pro Liter nur ein allererster Schritt sein können und for

Andreas Winhart MdL: Streit und Chaos in der Bundesregierung: Justizministerium stellt sich gegen willkürliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen - Lauterbach zunehmend isoliert ...
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat am vergangenen Wochenende ausdrücklich mitgeteilt, es könne keinen "Freedom Day" geben. Das neue Infektionsschutzgesetz erlaube den Bundesländern "übergangslos Schutzmaßnahmen bei stark steigender Fallzahl". Anderer Meinung ist

125.000 Menschen demonstrieren für den Frieden / Großdemos in fünf Städten fordern russische Führung zum Einstellen der Angriffe auf ...
Rund 125.000 Menschen haben heute in fünf Großstädten für Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und Frieden demonstriert. Die Demonstration in Berlin besuchten 60.000 Menschen. In Stuttgart gab es 35.000 Teilnehmende, in Frankfurt 12.000, in Hamburg 10.000 und in Leipzig 8.000. Aufgeruf

Einsparungen jetzt! Für Energiesouveränität und ein krisenfestes Ernährungssystem - BUND legt Maßnahmenpapier vor ...
Der Krieg in der Ukraine und die völkerrechtswidrige russische Invasion in das osteuropäische Nachbarland bedrohen unsere Sicherheit und Freiheit fundamental. In aller Deutlichkeit zeigt sich dieser Tage, wie abhängig und verletzlich unsere Gesellschaft in den Bereichen Energie, Landwirtschaft


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z