Wirtschaftsminister Habeck signalisiert weitere Unterstützung für H2Global-Stiftung
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Am Freitag haben sich Stifter und Vorstand der H2Global-Stiftung im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit Minister Robert Habeck getroffen, um über den zeitnahen Import von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten zu sprechen. Dies soll mit dem von der Bundesregierung geförderten Instrument H2Global umgesetzt werden. "Unser Ziel ist es, den Markthochlauf für grünen Wasserstoff in der gesamten Europäischen Union weiter zu beschleunigen. Die anhaltend enge Zusammenarbeit mit dem Minister und dem BMWK erlaubt es uns, mit großen Schritten Richtung klimafreundliche Energieversorgung zu gehen", sagt Dr. Axel Wietfeld, Vorsitzender der H2Global-Stiftung und CEO der Uniper Hydrogen GmbH.
Die Bundesregierung fördert das Modell bereits mit der im Dezember 2021 bereitgestellten Summe von 900 Mio. Euro. Bei einem Treffen mit Vertretern der H2Global-Stiftung am vergangenen Freitag hat Minister Habeck die Unterstützung durch das BMWK erneut bekräftigt: "Das deutsche Dekarbonisierungsziel ist nach wie vor zentral für die mittel- und langfristige Ausrichtung der Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung. Durch den russischen Krieg gegen die Ukraine sind wir nun mehr denn je zu schnellem und konsequentem Handeln gezwungen", so Habeck. "Wir brauchen jetzt jeden Hebel, um unsere Energieversorgung sicherer und gleichzeitig nachhaltiger zu gestalten. H2Global ist dafür ein innovatives und effizientes Instrument, das den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranbringen wird."
Markus Exenberger, Vorstand der H2Global-Stiftung, fügt hinzu: "Angesichts der aktuellen globalen Lage sowie mit Blick auf die Klimaziele ist es umso wichtiger, die Energieversorgung mit grünem Wasserstoff möglichst schnell voranzutreiben und einen Markt für Wasserstoff und seine Derivate in Deutschland und Europa zu etablieren." "Aus geopolitischer Sicht bietet H2Global einen wichtigen Hebel, um zügig fossile Brennstoffe zu substituieren und die Energielieferanten nach Europa zu diversifizieren", ergänzt Vorstandskollegin Dr. Kirsten Westphal.
Als gemeinnützige Stiftung mit mittlerweile mehr als 30 Mitgliedern aus der europäischen Industrie und Wirtschaft entwickelt H2Global gemeinsam mit dem BMWK marktbasierte Modelle, um u.a. den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben und so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein zentrales Instrument der Stiftung ist die 'Hydrogen Intermediary Company', kurz HINT.CO. Das Modell erlaubt es Unternehmen bereits heute, in grünen Wasserstoff und seine Derivate zu investieren. "Wir haben aktuell eine hohe Differenz zwischen Nachfragepreis und Entstehungskosten für grünen Wasserstoff. Letztere werden künftig sinken, aber die Regulatorik ist noch unklar, woraus sich eine nicht vollständig kalkulierbare Investitionssituation für Unternehmen ergibt. Dies lässt sich mithilfe des H2Global-Mechanismus lösen, der durch die HINT.CO langfristige Abnahmeverträge und einen solventen Abnehmer sichert", erklärt Timo Bollerhey, Geschäftsführer der HINT.CO GmbH.
Über H2Global
Ziel der H2Global-Stiftung ist die Förderung des Klima- und Umweltschutzes. Ein Element dazu ist ein von der Stiftung und dem BMWK entwickelter Mechanismus zur auktionsbasierten Förderung eines zeitnahen und effektiven Markthochlaufs von grünem Wasserstoff und Power-to-X-Produkten (PtX) im industriellen Maßstab. Zur effizienten und marktwirtschaftlichen Förderung des Hochlaufs einer grünen Wasserstoffwirtschaft erfolgt im Rahmen von H2Global die Preisfindung über ein Doppelauktionsmodell. Der niedrigste Angebotspreis und der höchste Verkaufspreis erhalten jeweils den Zuschlag. Durch langfristige Abnahmeverträge mit festen Preisen wird Investitionssicherheit geschaffen, private Investitionen werden finanzierbar und können sofort starten. Umgesetzt wird das über die 'Hydrogen Intermediary Company', kurz HINT.CO. Die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufsverträgen wird durch Zuwendungen der Bundesregierung ausgeglichen. H2Global gilt als ein zentrales Förderprogramm der Bundesregierung.
An der Stiftung beteiligt sind aktuell: Siemens Energy Global GmbH, Thyssenkrupp AG, VNG Handel&Vertrieb GmbH, Deutsche Bank AG, Salzgitter AG, Uniper SE, Hamburger Hafen und Logistik AG, Neuman & Esser Verw. U. Beteil. mbH, F. Laeisz GmbH, Viridi RE GmbH, Enertrag AG, Nordex SE, Green Enesys GmbH, MAN Energy Solutions SE, Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Linde GmbH, AirProducts GmbH, Air Liquide S.A., Atmosfair gGmbH, FEV Europe GmbH, RAG Austria AG, Engie Deutschland GmbH, RWE AG, European Energy Exchange (EXX), E.ON SE, Fluxys SA, Northland Power Inc., OCI N.V., BNP Paribas S.A.. In den nächsten Monaten will die Stiftung weitere europäische Mitglieder gewinnen, um gemeinsam einen Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaziele zu leisten und die Energiewende voranzubringen.
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Datum: 11.04.2022 - 10:39 Uhr
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