„Druckindustrie NRW blickt optimistisch in die Zukunft“
Die Druckindustrie in NRW blickt optimistisch in die Zukunft. Wie Oliver Curdt, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes Druck + Medien NRW e.V., mit rund 700 Mitgliedsunternehmen einer der größten Landesverbände der Druckindustrie in Deutschland, während der gestrigen und heutigen Jahreshauptversammlung in Münster betonte, würden trotz aller Unkenrufe Print-Produkte auch in Zukunft gebraucht, nachgefragt und produziert. „Ohne Druckprodukte wäre das wirtschaftliche und öffentliche Leben und Wirken um vieles ärmer, es würde schlichtweg nicht funktionieren“, so die Quintessenz der Veranstaltung, zu der 200 Vertreter von Druckereien, Agenturen und Verlagen ins Hotel Krautkrämer gekommen waren.
Rund 26% des Branchenumsatzes, der im Jahr 2009 um 6,8% sank, kam auch 2009 wieder aus Nordrhein-Westfalen.
Beleg für die gute Position der NRW-Druckindustrie sind laut Curdt auch die 34 Firmen und damit rund 1/3 aller Preisträger, die im vergangenen Jahr bei wichtigen Branchen-Awards ausgezeichnet wurden. Im Rahmen eines festlichen Empfangs, bei dem auch Münsters Bürgermeisterin Karin Reismann anwesend war, wurden sie gestern Abend noch einmal vorgestellt und vom Verband geehrt. „Dass so viele herausragende Preisträger aus NRW kommen, verdeutlicht die besondere Stellung unseres Bundeslandes in der Druck- und Medienbranche“, so Curdt in seiner Laudatio.
Gute Zukunft für Printindustrie
Während eines Pressegespräches machte der geschäftsführende Vorstand deutlich, dass das Internet und auch mobile Endgeräte zwar künftig einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und deren Informations- und Kommunikationsverhalten hätten, Druckprodukte jedoch ihre Bedeutung beibehalten würden. Die besondere Bedeutung von gedruckten Medien finde sich in den Bereichen Werbung, Information, Verpackung, aber auch Vergnügen und Emotion. Stärken lägen zudem gegenüber TV, Radio bzw. Online oder Mobile im Zusammenspiel von Wort und Bild, in der Möglichkeit zur individuellen, zielgruppenspezifischen Ansprache, in der hohen Qualität des Inhalts und der „Verpackung“ sowie in der besonderen Haptik. Print könne man buchstäblich „erleben“. Außerdem gewinnen Druckprodukte laut Curdt als Transportmedium für andere Medien an Bedeutung und sie werden hierbei künftig eine noch größere Rolle spielen. Ergänzungen wie „virtuelle Realitäten“, oder „embedded technologies“, etwa durch Videobotschaften oder die Vernetzung mit mobilen Angeboten, machen den Printbereich auch in Zukunft zu einem wichtigen Faktor im Bereich der Information, Kommunikation und der Produktwerbung.
Curdt: „Gerade die Druckindustrie in NRW ist auf diese Veränderungen und Anforderungen der Zukunft hervorragend eingestellt. Nicht nur, dass aus unserem Bundesland hervorragende Unternehmen und zahlreiche Preisträger kommen, NRW-Betriebe sind schon jetzt außergewöhnlich gut auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet.“ Beispiel hierfür sei auch die Ausrichtung auf den Umweltschutz. Nicht nur, dass sehr viele Unternehmen aktiv auf Energieverbrauch, Einsatz von ökologischen Farben und umweltverträglichen Materialien achten und damit Werte für nachfolgende Generationen schaffen, die Druckindustrie sei auch, was den Klimaschutz angeht, ganz weit vorn. So könne kaum eine andere Branche heute so exakt den CO2-Ausstoss berechnen, den die Produktion einer Broschüre oder einer Verpackung verursache.
Verband hat Vorreiterrolle
Bezogen auf die Arbeit des Verbandes Druck + Medien NRW e.V. betonte Curdt, dass dieser eine Vorreiterrolle in der Branche einnehme und seiner Bedeutung und Größe innerhalb der Bundesrepublik gerecht werde. Die Zunahme der Mitgliederzahl um über 100 in den letzten drei Jahren belege dies genauso wie die Zahl der Mitarbeiter, zu denen mehr als 30 Berater, Trainer und Fachkräfte gehörten.
Als Fokus der Verbandsarbeit nannte Curdt die Bildungsarbeit. Zudem gelte es, die Betriebe bei den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft noch intensiver zu beraten und zu begleiten. Insbesondere vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Bereich der Information und Kommunikation sowie den vielen Möglichkeiten der elektronischen Medien und sozialen Netzwerke sei ein konsequentes Innovationsmanagement und Cross-Mediale-Kompetenz von Bedeutung. Dies geschehe über die Qualifizierung von Auszubildenden, der Gründung einer neuen Management Bildungsakademie zur Führungskräfteentwicklung in der Druckindustrie, einer Innovationstrend-Partnerschaft mit dem Trendforschungsbüro TrendOne aus Hamburg und der organisatorischen Verankerung eines Innovationtrend-Teams beim VDM NRW. Den Mitgliedern sollen auf diesem Wege neueste Entwicklungen und Trends aus den Bereichen Information, Kommunikation, Medien und IT vermittelt werden.
Vorstellung von Trends
Welche Trends hierbei gemeint sind, präsentierte TrendOne in einem Vortrag während der Veranstaltung. Während der gut einstündigen Präsentation stellte das Unternehmen rund 20 Entwicklungen und mediale Innovationen vor, die die Welt der Zukunft prägen werden. Die Bandbreite reichte hierbei von einer personalisierten Zeitung über IPhone-Book für Kinder bis zu einer Printanzeige, die auf Sonne reagiert. Beim Vortrag wurde deutlich, dass das Zusammenwachsen von klassischen Elementen der Druckindustrie mit modernen Online-Formen nicht mehr aufzuhalten ist.
Wechsel an der ehrenamtlichen Verbandsspitze
Der VDM NRW wählte zudem einen neuen Vorsitzenden: An der Spitze des Verbandes steht nun Dr. Reinhard Laumanns, Zeitungsverleger aus Lippstadt. Er folgt Dr. Wolfgang Pütz in dieses Amt, der den Verband 23 Jahre ehrenamtlich erfolgreich geführt hat. Zum Stellvertreter wurde Thorsten Anhalt von der Firma Fries Print und Medien aus Köln gewählt. Neu im NRW Vorstand ist Matthias Tietz von der Rheinischen Post aus Düsseldorf.
Begleitet wurde die Jahreshauptversammlung, die zu einem festen Treffpunkt der NRW-Druckindustrie gehört, von vielen Gesprächen unter Kollegen, einem festlichen Abendessen und einer Stadtführung durch Münster.
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Der Verband Druck + Medien Nordrhein-Westfalen e.V. (VDM NRW) ist mit rund 700 Mitgliedsunternehmen einer der drei größten Arbeitgeber- und Dienstleistungsverbände der Druck- und Medienindustrie in Deutschland. Beheimatet in Düsseldorf und Lünen bei Dortmund, berät der VDM NRW in juristischen, technischen, betriebswirtschaftlichen, bildungspolitischen sowie ökologischen Fragestellungen. Mitglieder erhalten zudem Zugriff auf aktive Beratung und Unterstützung vor Ort sowie ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm in zwei modernen Akademien und im Printhouse.
Ansprechpartner beim VDM NRW e.V.:
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Tel: 02306-20262-15
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Datum: 07.05.2010 - 21:04 Uhr
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