Forsa-Chef zur NRW-Wahl: Nichtwählen ist "Unmutsäußerung" - Unzufriedenheit mit SPD
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Forsa-Chef Manfred Güllner sieht in der geringen Wahlbeteiligung in NRW Folgen einer "Unmutsäußerung", mit der sich vor allem die SPD beschäftigen müsse. "5,82 Millionen Wahlberechtigte haben nicht gewählt", sagte der Berliner Meinungsforscher der Kölnischen Rundschau (Dienstagausgabe): "Das ist eine höhere Zahl als die der Wähler von CDU, SPD und Grüne zusammen, nämlich 5,76 Millionen." Von allen Parteien in NRW habe nur die CDU ihr Potenzial voll ausgeschöpft: "Alle, die bei der Bundestagswahl CDU gewählt haben, haben es wieder getan. Die Stimmenzahl ist genau die gleiche geblieben. Alle anderen Parteien, haben weniger Stimmen bekommen als vor acht Monaten bei der Bundestagswahl und die Grünen auch weniger als bei der letzten Europawahl."
Die hohe Zahl von Nichtwählern bedeute auch für Meinungsforschungsinstitute eine "große Schwierigkeit gerade bei regionalen und kommunalen Wahlen". Güllner: "Die Leute geben nicht zu, dass sie Nichtwähler sind, sie definieren sich auch nicht so, sondern sehen sich eher als Wähler auf Urlaub. In Umfragen sagen sie dann, sie wählen diese oder jene Partei, aber nicht etwa, sie wollten nicht wählen. Wenn also die Leute, die in Umfragen SPD nennen, auch zur Wahl gegangen wären, anstatt aus Unzufriedenheit mit der NRW-SPD zu Hause zu bleibe, dann hätten sie auch SPD gewählt." Die CDU habe früh mobilisiert, die SPD sei zuletzt immer weiter abgesackt.
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Datum: 16.05.2022 - 17:00 Uhr
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