Schwedische und finnische Botschafter in Deutschland werben für NATO-Beitritt
ID: 1985136
Die Botschafter Schwedens und Finnlands in Deutschland haben den geplanten NATO-Beitritt ihrer Länder gegen die türkischen Vorbehalte verteidigt.
Finnlands Botschafterin in Berlin, Anne Sipiläinen, sagte dem rbb24 Inforadio, ihr Land sei jetzt im Kandidatenstatus. Und jedes andere NATO-Mitglied habe das Recht, Fragen an Beitrittswillige zu stellen. "Wir sprechen natürlich in Ankara und Brüssel mit den türkischen Kollegen über alle möglichen Einzelheiten. Natürlich im Rahmen unserer Verpflichtungen die Menschenrechte und die Rechtstaatlichkeit betreffend", so Sipiläinen. Finnland sei seit langem in der Terrorbekämpfung sehr aktiv.
Der schwedische Botschafter in Deutschland, Per Anders Thöresson, argumentierte gegenüber rbb24 Inforadio: "Wir wissen jetzt, wozu Putin fähig ist. Wir müssen unsere Verteidigung wieder aufbauen, so wie wir sie im kalten Krieg hatten!" Sein Land sehe nur Vorteile in einem Beitritt. "Wir haben die Ostsee, mit Polen und Deutschland. Also über 90 Prozent der Küste wird jetzt von NATO-Ländern kontrolliert.", sagte Thöresson. Auch eine engere militärische Kooperation im Weltall werde durch entsprechende Satellitenanlagen im Norden Schwedens möglich.
Ob Schweden auf Auslieferungsforderungen des NATO-Mitglieds Türkei von mutmaßlichen PKK-Terroristen eingehen werde, ließ der Diplomat offen. Diese Forderung sei sehr überraschend gestellt worden. "Wir sind in einem Dialog, aber wir sind auch ein Rechtsstaat, das bedeutet schon gewisse Begrenzungen, wenn es um die Auslieferung von Menschen geht. Wir finden aber eigentlich, dass der Dialog recht konstruktiv ist." Zugleich wies er daraufhin, dass ein Beitritt Schwedens und Finnlands diejenigen NATO-Mitglieder im Bündnis stärken könnte, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzten.
Die Türkei hatte Finnland und Schweden vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen kurdische Terroristen im skandinavischen Exil vorzugehen.
Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
rbb24 Inforadio
Chef/Chefin vom Dienst
Tel.: 030 - 97993 - 37400
Mail: info@inforadio.de
Original-Content von: rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.06.2022 - 06:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1985136
Anzahl Zeichen: 2333
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 318 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwedische und finnische Botschafter in Deutschland werben für NATO-Beitritt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Pflegeheimbetreiber, die weniger als das vertraglich mit den Pflegekassen vereinbarte Personal anstellen, werden finanziell kaum zur Verantwortung gezogen. Die AOK Nordost fordert gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband, dass künftig zu viel gezahlte Gelder für Personal vollständig zurückgezahlt we
rbb QUEER geht am 14. Juli in die neunte Runde ...
Unter dem Titel rbb QUEER präsentiert das rbb Fernsehen seit 2018 eine eigene Filmreihe jenseits der Hetero-Norm. Die Zuschauer:innen erwartet diesen Sommer wieder großes Kino mit berührenden Liebesgeschichten, ergreifenden Dramen und preisgekrönten Festival-Highlights. Vom 14. Juli bis 18. Augu
rbb-exklusiv: Ex-Digitalstaatssekretär: Senatskanzlei prüft Anspruch auf Übergangsgeld ...
Die Berliner Senatskanzlei prüft aktuell, ob Matthias Hundt (CDU) Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von gut 50.000 Euro hat. Bei der Prüfung geht es auch um die Frage, der Rücknahme seiner Ernennung zum Staatssekretär am 18. März 2026. Das teilte die Senatskanzlei der Redaktion rbb24 Reche
Weitere Mitteilungen von rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg
Menschenrechtsinstitut empfiehlt Einsetzung einer Enquete-Kommission Inklusion / Menschen mit Behinderungen ...
Im Bundestag wird aktuell beraten, welche Enquete-Kommissionen in dieser Legislatur eingesetzt werden sollen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat jetzt empfohlen, eine Enquete-Kommission zur gesellschaftlichen Inklusion einzurichten, die die Umsetzung der seit 2009 für Deutschland gelte
Bündnis fordert: Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Geflüchteten - Ungleichbehandlungen beenden, Einschränkungen im Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen ...
Die menschenrechtswidrige Ungleichbehandlung von Flüchtlingen in Deutschland beenden und einen diskriminierungsfreien Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Geflüchteten gewährleisten: Das fordert ein Zusammenschluss von 57 Organisationen und Verbänden aus den Bereichen Flucht und Gesund
Grimme-Preis für ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf / Zwei weitere Preise für Produktionen der ZDF-Familie (FOTO) ...
ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf erhält den Grimme-Preis für "Besondere Journalistische Leistung". Das gab die Grimme-Preis-Jury am heutigen Dienstag, 31. Mai 2022, bekannt. Gewürdigt werden Eigendorfs "exzellente Reportagen" über die Lage der Frauen und Mädchen in Afghanis
Berlin: Feierliche Verleihung des Amnesty-Menschenrechtspreises 2022 anÄthiopischen Menschenrechtsrat im Maxim-Gorki-Theater (FOTO) ...
Bei einem feierlichen Festakt mit zahlreichen internationalen Gästen wurde der Äthiopische Menschenrechtsrat (Ethiopian Human Rights Council, EHRCO) heute mit dem elften Amnesty International Menschenrechtspreis der deutschen Amnesty-Sektion ausgezeichnet. Fotos der Preisverleihung finden Sie




