Wärmepumpen-Gipfel: Deutsche Umwelthilfe fordert konkrete Maßnahmen für Markthochlauf statt heißer Luft in einer Absichtserklärung
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- Heutiger Wärmepumpen-Gipfel droht Placebo-Veranstaltung zu werden: Statt konkreter gesetzlicher Maßnahmen sind nur Absichtserklärungen zu erwarten
- DUH fordert verbindliche gesetzliche Verankerung für den Markthochlauf der Wärmepumpe und kritisiert fehlende Beteiligung von Umweltverbänden
- DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz: "Warme Worte machen noch kein warmes Wohnzimmer."
Zum heutigen Wärmepumpen-Gipfel kommt die Bundesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden zusammen, um Antworten auf den bisher schleppenden Markthochlauf der Heiztechnologie zu finden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewertet die Initiative angesichts des hohen Handlungsdrucks für die Gasreduktion grundsätzlich positiv. Allerdings droht der Gipfel zu einer reinen Placebo-Veranstaltung zu werden: Trotz gutem Willen mangelt es an konkreten Änderungen des rechtlichen Rahmens, der den Einsatz die der Wärmepumpe derzeit immer noch ausbremst und die Wärmewende damit massiv gefährdet. Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband fordert deshalb Wirtschaftsminister Habeck und Bauministerin Geywitz auf, das Ausbauziel von sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030 schnell mit konkreten Maßnahmen umzusetzen. Eine Schlüsselrolle hat dabei die Ankündigung der Ampel-Parteien, dass alle neuen Heizungen ab 2024 einen Anteil von 65% Prozent Erneuerbaren vorweisen müssen. Ein Vorschlag zur Einhaltung dieser Vorgabe liegt im Wirtschaftsministerium vor, wird aber bereits seit Monaten zurückgehalten.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Warme Worte machen noch kein warmes Wohnzimmer. Die unverbindliche Absichtserklärung, mit der der Gipfel enden soll, setzt die Vernachlässigung der Wärmewende durch die Bundesregierung nahtlos fort. Damit die Wärmepumpe breitflächig eingesetzt wird, sind dringend konkrete Maßnahmen und gesetzliche Verbindlichkeit notwendig. Dass am Tag eines Wärmepumpen-Sondergipfels noch immer öffentliche Förderung für Gasheizungen beantragt werden kann, ist absurd. Das Einbauverbot für neue Gasheizungen ab 2024 muss jetzt im Gebäudeenergiegesetz festgeschrieben werden. Fakt ist: Ohne eine Neuausrichtung der Förderung auf Wärmepumpen und eine Klarstellung, welche Heizungen zukünftig noch zum Einsatz kommen dürfen, wird die Wärmewende nicht gelingen. Ich fordere Bundesminister Habeck und Bundesministerin Geywitz deshalb auf, die Impulse aus dem Gipfel zu nutzen und unverzüglich Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen, die der Wärmepumpe und damit der Wärmewende wirklich helfen."
Hintergrund:
Im Neubau ist die Wärmepumpe inzwischen die am häufigsten installierte Heizungstechnologie mit einem Anteil von knapp 51 Prozent. Obwohl Neubauten die besten Voraussetzungen für den effizienten Betrieb von Wärmepumpen bieten, werden jedoch immer noch in etwa 34 Prozent der Fälle Gasheizungen eingebaut. Im Gebäudebestand dominiert die Gasheizung mit einem Anteil von etwa 48 Prozent. Jährlich werden 600.000 Gasheizungen in Bestand und Neubau eingebaut - damit bleibt die klimaschädliche Gasheizung die am meisten verbaute Heizungstechnologie.
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Mehr Informationen zum Thema Wärmepumpe finden Sie hier: https://www.duh.de/waermepumpen/
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Datum: 29.06.2022 - 09:34 Uhr
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