Breites Tempolimit-Bündnis verstärkt Forderung angesichts Ukraine-Krieg und Klimakrise: Tempolimit muss jetzt kommen!
ID: 1993707
- Kurz bevor Verkehrsminister Wissing Maßnahmen zum Klimaschutz vorlegen muss unterstreicht Bündnis Handlungsdruck und Klimaschutzlücke von rund 160 Millionen Tonnen CO2 bis 2030
- Bündnis begrüßt weiteren Partner "Klimaschutz im Bundestag e.V."
- Gewaltiger Einspar-Effekt durch Tempolimit von bis zu 3,7 Milliarden Liter Sprit und 9,2 Millionen Tonnen CO2
Kurz bevor Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) am 13. 7. laut Klimaschutzgesetz Sofortmaßnahmen vorlegen muss, um die Klimalücke im Verkehr zu schließen, erneuert das Bündnis für ein generelles Tempolimit angesichts der dringend notwendigen Einsparung russischer Ölimporte seine Forderung. Zuwachs erhält das Bündnis vom neuen Partner "Klimaschutz im Bundestag e.V.". Sowohl die Wissenschaft als auch die Umweltministerkonferenz unterstützen die Forderung nach einem Tempolimit. Auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Jens Spahn bezeichnet ein generelles Tempolimit als erforderlich. Je nach Ausgestaltung könnten ab sofort bis zu 3,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel und 9,2 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart und zudem viele Verkehrsopfer vermieden werden.
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Wir brauchen ein Ende des Schaurasens gegen den Klimaschutz. Ein Tempo von 417 km/h wurde unlängst von der Staatsanwaltschaft Stendal als "angemessene Geschwindigkeit" bewertet. Verkehrsminister Wissing hat bis heute kein Instrument vorgelegt, dass tatsächlich den Verbrauch von fossilem Kraftstoff sofort senkt. Und dies, obwohl der Verkehr bis 2030 um 160 Millionen Tonnen CO2 mehr emittieren wird als gesetzlich vorgesehen. Ich fordere die Bundesregierung auf, endlich ein zumindest auf zwei Jahre befristetes Tempolimit beschließen."
Vom neuen Bündnis-Partner "Klimaschutz im Bundestag e.V." ergänzt Dr. Jörg Lange, Geschäftsführender Vorstand: "Wir müssen angesichts des russischen Kriegs in der Ukraine schnell den Import von fossilen Kraftstoffen senken. Dafür ist das Tempolimit eine schnelle und kostengünstige Maßnahme. Wer dieses ablehnt, muss aufzeigen, mit welchen anderen Instrumenten die gleiche Menge an CO2 eingespart werden kann."
Hintergrund:
Seit Jahren setzt sich das Tempolimit-Bündnis für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ein. Dem von der DUH initiierten und koordinierten Bündnis gehören unter anderem die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP NRW), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Verkehrsopfer-Unfallhilfe Deutschland (VOD), Greenpeace, Changing Cities e. V., HannovAIR Connection, die Initiative für sichere Straßen sowie Andreas Troge, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes an. Das Bündnis wird nun verstärkt durch den Verein "Klimaschutz im Bundestag e.V.".
Links:
- Informationen zum Bündnis und den Bündnispartnern: https://www.duh.de/tempolimit/
- Zur Aktionsseite der DUH "Tempolimit Jetzt!": https://www.duh.de/tempolimit-jetzt/
- Homepage "Klimaschutz im Bundestag": https://klimaschutz-im-bundestag.de/
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe e.V.
0171 3649170, resch@duh.de
Philipp George, Politischer Referent Klimaschutz im Bundestag e.V.
017662381451, philipp.george@klimaschutz-im-bundestag.de
Wulf Hoffmann, Verkehrsunfall-Opferhilfe e.V.
039222 2085, Mobil 0176 61634519; wulf.hoffmann@lvw-lsa.de
Michael Müller-Görnert, Verkehrspolitischer Sprecher VCD
030 280 351 19, michael.mueller-goernert@vcd.org
Ragnhild Sørensen, Changing Cities
0171 535 77 34; ragnhild.soerensen@changing-cities.org
Marion Tiemann, Verkehrsexpertin Greenpeace
0151-27067374; mtiemann@greenpeace.org
Stephan Hegger, Pressesprecher Gewerkschaft der Polizei Nordrhein-Westfalen
0211 29 10 132, stephan.hegger@gdp-nrw.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2022 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1993707
Anzahl Zeichen: 4437
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 306 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Breites Tempolimit-Bündnis verstärkt Forderung angesichts Ukraine-Krieg und Klimakrise: Tempolimit muss jetzt kommen!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- "Bordershops" in deutsch-dänischer Grenzregion verkaufen jährlich 650 Millionen Dosen illegal ohne Pfand an skandinavische Kundinnen und Kunden und verstoßen damit gegen das Verpackungsgesetz - Gericht stellt klar: Ausnahme von der Pfandpflicht gilt nur für den unmittelbaren Expo
Pressezitat: Expertenrat kritisiert Klimaschutzprogramm der Bundesregierung: Deutsche Umwelthilfe sieht Rückenwind für Klimaklage und fordert umgehende Nachbesserungen ...
In seinem heute veröffentlichten Gutachten kritisiert der Expertenrat für Klimafragen die CO2-Prognose der Bundesregierung als zu optimistisch: Die Verfehlung der Klimaziele sei vermutlich größer als angenommen. Auch das im März beschlossene Klimaschutzprogramm der Bundesregierung reiche nicht
Gebäudemodernisierungsgesetz und Neubau von Gaskraftwerken im Kabinett: Deutsche Umwelthilfe kritisiert fossile Rolle rückwärts bei Wärme und Strom ...
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die heutigen Kabinettsbeschlüsse zum Gebäudemodernisierungsgesetz und zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) scharf. Im Gebäudesektor wird der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen rückgängig gemacht, obwohl private Haushalte d
Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.
Corona-Impfung: Das eigentliche Problem / Kommentar von Thomas Steiner ...
Ein zweiter Booster solle schon ab 60 verabreicht werden, fordert die EU. Dass der etwas bringt, ist aber nicht belegt. (...) Das eigentliche Problem ist, dass immer noch viele Leute sich mit zwei Impfungen zufriedengeben. Vergangene Woche erst hat das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet, dass in
Reform der Krankenkassen: Staat ist Lobbyist in eigener Sache ...
Seit Jahren scheitert im vielstimmigen Konzert der widerstrebenden Interessen von Kliniken, Ärzten, Apothekern, Pharmaindustrie und Versicherern jeder Versuch, die Gesetzlichen Krankenkassen finanziell wieder gesund zu machen. Die Versicherten selbst haben dabei leider nicht die stärkste Lobby,
Nur ein Bluff? / Kommentar von Karl Schlieker zur Gasversorgung ...
Seit Montagmorgen ist die Gaspipeline Nord Stream 1 wegen regulärer Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. In Kriegszeiten ist das kein Routinevorgang. Selbst Kreml-Astrologen können nicht vorhersagen, ob Wladimir Putin den Gashahn wieder aufdrehen wird. Oder blufft Russlands Präsident nur, um s
Anne Gidion zur neuen Bevollmächtigten des Rates der EKD berufen / Pastorin aus der Nordkirche tritt das neue Amt in Berlin im Herbst an ...
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Anne Gidion in das Amt der Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union berufen. "Mit Anne Gidion gewinnen wir eine profilierte Theologin, die für d




