Hepatitis: Meilensteine in der Arzneimitteltherapie (FOTO)
ID: 1997490

(ots) -
350 Millionen Menschen leben weltweit mit einer Hepatitis. Seit einigen Jahren sind Arzneimittel zugelassen, die eine Heilung der Hepatitis C in kurzer Zeit ermöglichen. Neue Therapieansätze ermöglichen es, Patientinnen und Patienten noch spezifischer zu behandeln. Und auch bei Hepatitis D läuft die Arzneimittelforschung auf Hochtouren. Gute Nachrichten zum Welt-Hepatitis-Tag.
Hepatitis - eine Krankheit, viele Formen
Bei Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber, meist verursacht durch eine Virusinfektion. So verschieden die Krankheitsformen von Hepatitis A bis E sind, so unterschiedlich übertragen sich die Krankheiten - und sind die Therapieansätze dagegen. Je nach Form kann die Krankheit akut oder chronisch verlaufen. Wer an einer chronischen Verlaufsform wie B oder C leidet, kann in enger ärztlicher Abstimmung auf antivirale Arzneimitteltherapien zurückgreifen.
Seit knapp zehn Jahren haben Patientinnen und Patienten mit Hepatitis C dank antiviral wirksamen Arzneimitteln außerordentlich hohe Heilungsraten von mehr als 95 Prozent. "Mittlerweile können behandelnde Therapeuten ein ganzes Arsenal von Kombinationstherapien anwenden. Diese Arzneimitteltherapien ermöglichen es, in nur wenigen Wochen das Virus erfolgreich 'anzugreifen'", erklärt Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). "Das Besondere dabei: In der Regel dauert die Therapie nur zwölf Wochen. Betroffene müssen nur wenige Tabletten täglich einnehmen - auch bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf."
Fortschritt bei Hepatitis C
Nach wie vor forschen pharmazeutische Unternehmen an neuen Wirkstoffen. Zudem verändern sie die Dosierung oder Darreichungsform, um Therapien weiterzuentwickeln. Genau dieses Prinzip liegt auch neuen Ansätzen bei der Hepatitis-C-Therapie zu Grunde: "Antivirale Arzneimittel gibt es mittlerweile mit unterschiedlichen Wirkstoffen in verschiedenen Stärkegraden. Damit profitieren beispielsweise auch jüngere Patientinnen und Patienten mit einem geringeren Körpergewicht von einer spezifisch dosierten Therapie", erklärt Wilken.
Meilenstein bei Hepatitis D
Zudem haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland einen wesentlichen Beitrag bei der Bekämpfung der besonders aggressiven Form von Hepatitis D geleistet. "Erstmals entwickelten Pharmahersteller einen neuen Therapieansatz, der den Eintritt des Virus in die Leberzellen blockiert. Wirksamkeit und Unbedenklichkeit konnten an einem großen Patientenkollektiv nachgewiesen werden, sodass der neue Wirkstoff bereits für die Behandlung der chronischen Hepatitis D-Infektion zugelassen ist", sagt Wilken. Die pharmazeutische Industrie setzt sich weiterhin dafür ein, für möglichst alle Formen der Hepatitis und für alle Gruppen von Infizierten, sichere und wirksame Therapien zu entwickeln.
Mehr zum Thema "Innovationen im Arzneimittelbereich" finden Sie hier (https://www.bpi.de/de/alle-themen/innovation).
Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, aaumann@bpi.de
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.07.2022 - 13:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1997490
Anzahl Zeichen: 3343
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hepatitis: Meilensteine in der Arzneimitteltherapie (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, das Thema Kommunale Abwasserrichtlinie (KARL) zur "Chefinnen-Sache" zu machen. "Wenn 16 EU-Mitgliedstaaten ihre Bedenken wegen der zu erwartenden Kosten bei KARL ä
BPI fordert "echte Gesundheitsreform"- Spargesetz mit Risiken für Versorgung und Industrie ...
Deutschland braucht schnellstens eine Strukturreform im Gesundheitswesen. Das forderte der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Oliver Kirst, bei der Ordentlichen Hauptversammlung des Verbandes heute in Berlin. Nur das wäre eine echte Gesundheitsreform. Denn: &q
Presseeinladung zur Ordentlichen BPI-Hauptversammlung und zur Pressekonferenz am 11. Juni 2026 ...
Einen Tag vor der Ersten Lesung des als Gesundheitsreform bezeichneten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) findet am 11. Juni die diesjährige Ordentliche BPI-Hauptversammlung statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Die Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr (Akkreditierung ab 9 Uhr), im Vi
Weitere Mitteilungen von BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
Alzheimer: Auf diese zehn Anzeichen sollten Sie achten ...
Viele Menschen haben Angst, an Alzheimer zu erkranken. Aber wodurch unterscheiden sich normale altersbedingte Veränderungen von Alzheimer-Symptomen? Muss man sich schon Sorgen machen, wenn man einmal den Autoschlüssel verlegt oder den Namen eines oder einer Bekannten vergisst? Die gemeinnützige
Quantenkryptografie: Hackerangriff sinnlos ...
- Forscher der LMU und der University of Singapore haben eine erweiterte Form der Quantenkryptographie zum ersten Mal experimentell realisiert. - Ihr Kodierungsprotokoll ist geräteunabhängig und damit noch sicherer als bisherige quantenkryptografische Methoden. - Die Arbeiten legt das Fund
Großer Erfolg für KI-Forschung in München ...
- Das Munich Center for Machine Learning (MCML) wird nach positiver Begutachtung nun dauerhaft gefördert - Mit dem Zentrum wollen LMU und TUM gemeinsam die Forschung im Bereich des Maschinellen Lernens weiter vorantreiben - Die Grundlagenforschung am MCML setzt auf einen starken Bezug zu pr
Drive4Future I Joint Ventures zwischen Drive4Future und dem IFMF zur Produktentwicklung ...
Nein, das wird nicht der Fall sein, die Bundesregierung will bis 2030 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen bringen und dazu die rechtlichen Regularien anpassen. Gibt es da Unterschiede zwischen öffentlichem und privatem Bereich? In Deutschland gibt es zwei Unterschiede, d




