Bildungsministerin übergeht Studierende
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Bildungsministerin übergeht Studierende
"Der Bolognagipfel war kein Dialog mit den protestierenden Studierenden, die den Gipfel daher vorzeitig verlassen haben. Die Bildungsstreik-Vertreter haben offensichtlich kein Vertrauen in die Politik, von der sie seit Jahren nur mit kosmetischen Korrekturen vertröstet werden. 200 Millionen Euro jährlich will die Bundesbildungsministerin zusätzlich in die Lehre stecken. Allein in Hessen sollen allerdings 30 Millionen an den Hochschulen gespart werden. Das zeigt, dass an der katastrophalen Finanznot der Hochschulen nichts geändert wird.
Schon bei der Festsetzung der Themen der Konferenz wurde ein großer Teil der Forderungen der Studierenden nicht berücksichtigt. Die grundsätzlichen Probleme mit Bachelor und Master sowie die Abschaffung der Studiengebühren wurden von den Verantwortlichen nicht ernsthaft diskutiert. Der Bachelor ist durch die Verknappung der Studienzeit und -inhalte faktisch eine Bildungskürzung, die sich auch auf die beruflichen Aussichten niederschlägt. Der Master muss allen Studierenden gleichermaßen offenstehen und darf keine zusätzliche Hürde für weniger Privilegierte darstellen.
Es ist nachvollziehbar, dass sich die Bildungsstreik-Vertreter nicht zum Feigenblatt dieser Schavan-Show machen wollen. DIE LINKE unterstützt die Fortsetzung der Bildungsproteste im Juni."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 17.05.2010 - 18:47 Uhr
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