Nach Werbepost-Aus bei Rewe: Deutsche Umwelthilfe kritisiert weiteres Festhalten von Aldi, Edeka& Co. an umweltschädlichen Werbeblättern
ID: 2012510
- Energie- und Ressourcenverschwendung durch die Herstellung von 28 Milliarden Werbeprospekten müssen gestoppt werden
- DUH-Umfrage deckt auf: Trotz Energiekrise halten Baumärkte, Möbel- und Supermarktketten an klima- und umweltschädlichen Werbeflyern fest
- DUH fordert Umweltministerin Lemke auf, dem Beispiel von Luxemburg zu folgen und ein gesetzliches Opt-In-Verfahren einführen
Obwohl Supermarktriese Rewe vor wenigen Wochen bekanntgab, künftig auf Werbepost zu verzichten, will die Händlerkonkurrenz weiterhin auf die massenhafte Verteilung klima- und umweltschädlicher Werbezettel aus Papier setzen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Edeka, Netto Nord, Netto Marken-Discount und Kaufland gaben an, weiterhin nicht auf Werbepost verzichten zu wollen. Auch Aldi und Lidl bekundeten in öffentlichen Statements ihre Treue zur massenhaften Verteilung von Broschüren. Die übrigen Supermarktketten äußerten sich nicht. Nicht viel besser sieht es bei den Baumarktketten aus: Nachdem Obi als einer der Branchenführer im Juni die Produktion von Werbeflyern eingestellt hat, wollen Hornbach, Globus und Bauhaus Papierwerbung auch künftig nutzen. Alle weiteren Baumarktketten setzen auf Intransparenz und bleiben Antworten schuldig.
"Nie war das Einsparen von Energie und Ressourcen wichtiger als jetzt. Der Supermarktriese Rewe und die Baumarktkette Obi zeigen, dass es auch ohne Werbeflyer geht. Allein durch den Ausstieg von Rewe werden jährlich 1,3 Milliarden Flyer und 73.000 Tonnen Papier eingespart. Das verdeutlicht die unglaubliche Verschwendung durch Werbeflyer. Umso bedauerlicher sind die Bekenntnisse von Edeka, Aldi, Lidl oder Bauhaus, weiter auf Werbezettel setzen zu wollen. Umweltministerin Steffi Lemke muss gegensteuern und so wie in Luxemburg durch eine Opt-In-Regelung die Verteilung ungewollter Werbeprospekte stoppen. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten demnach nur dann Werbepost, wenn sie dies durch ein 'Werbung, ja bitte!'-Schild kenntlich machen. Durch diese Maßnahme könnten pro Jahr bis zu eine halbe Million Tonnen CO2 eingespart werden", erklärt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.
"Niemand braucht Woche für Woche Werbeprospekte von zwei Dutzend Super-, Bau- oder Möbelmärkten im Briefkasten. Statt unnötig Printprodukte herzustellen und mit einem riesigen Aufwand zu verteilen, ist die Nutzung onlinebasierter Informationen viel effizienter. Angebots-Apps können zielgerichteter eingesetzt und durch Filter auf ausgewählte Produkte eingegrenzt werden. Sie bieten somit eine verbraucherfreundlichere und umweltbewusste Alternative zu Printprospekten. Verbraucherinnen und Verbraucher, die keinen Werbemüll mehr wollen, können sich leicht auf andere Weise schlau machen", erklärt Thomas Fischer, DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft.
Hintergrund:
Pro Jahr werden mehr als 28 Milliarden gedruckte Werbeprospekte ungefragt in deutschen Briefkästen verteilt - mit verheerenden Folgen für Umwelt, Klima und Müllaufkommen. Zur Herstellung der Werbeflyer werden pro Jahr 42 Milliarden Liter Wasser, 4,3 Milliarden Kilowattstunden Energie und 1,6 Millionen Tonnen Holz verbraucht. Viele der milliardenfach hergestellten Broschüren, die teils auch noch mit Plastik umhüllt sind, landen ungelesen im Müll. Dass ein Opt-In-System unnötige Werbebroschüren schlagartig verringern kann, zeigt etwa die niederländische Hauptstadt Amsterdam, die es schon 2018 eingeführt hat. Laut Stadtverwaltung werden dadurch pro Jahr 6.000 Tonnen Papier und zwischen 650 und 750 Fahrten der kommunalen Müllabfuhr eingespart.
Link:
Hintergrundinformationen zu Postwurfsendungen: https://www.duh.de/projekte/schluss-mit-ungewolltem-werbemuell/
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
0151 18256692, fischer@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.10.2022 - 09:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2012510
Anzahl Zeichen: 4411
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 310 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nach Werbepost-Aus bei Rewe: Deutsche Umwelthilfe kritisiert weiteres Festhalten von Aldi, Edeka& Co. an umweltschädlichen Werbeblättern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht ordnungsgemäß verabschiedet worden: Nach juristischer Bewertung enthält die Gesetzesänderung Regelungen, die der Zustimmung des Bundesrates bedurft hätten. Nach der Rechtsprechung des Bundesve
Hochwasser-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe: Ein Viertel aller Landkreise hat hohen Hochwasser-Risikograd ...
- Karten und Berechnungen zeigen potenziell betroffene Fläche und gefährdete Adressen für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte - Hohes Risiko für schwere Schäden bei Jahrhunderthochwasser: Hochwasser-Risikograd auf Landkreisebene zeigt deutlichen Handlungsdruck im gesamten Bundesgebi
Pressezitat: Fast drei Viertel der Biogasanlagen in Deutschland mit erheblichen Mängeln: Deutsche Umwelthilfe warnt vor klimaschädlichen Methan-Lecks und Behördenversagen ...
Ein Bericht der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) zeigt, dass Sicherheits- und Umweltstandards für Biogasanlagen vielerorts nicht eingehalten werden: Rund 71 Prozent der überprüften Anlagen weisen erhebliche Mängel auf. Dazu zählen undichte Gassysteme, fehlende oder überfällige Dichthei
Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.
NORMA feiert Richtfest am nachhaltigen Logistikzentrum im unterfränkischen Gerolzhofen / Neue Arbeitsplätze für die Region (FOTO) ...
Dank an die am Bau beteiligten Personen und Feierstunde für mehr Nachhaltigkeit und neue Arbeitsplätze in Unterfranken! Zum Richtfest des neuen und hochmodernen NORMA-Logistikzentrums in Gerolzhofen wurden zahlreiche geladene Gäste empfangen - mit dabei waren unter anderem Staatsminister Joachi
MINISO eröffnet sein 2.000 Geschäft außerhalb von China und bietet hochwertige, erschwingliche, designorientierte Produkte in Lyon, Frankreich an ...
PARIS, 5. Oktober 2022 /PRNewswire/-- Am 1. Oktober 2022 hat der chinesische Lifestyle-Einzelhändler MINISO (NYSE: MNSO, HKEX: 9896) sein 2000. Ladengeschäft außerhalb von China eröffnet und bietet seine charakteristischen, unterhaltsamen, erschwinglichen, designorientierten Lifestyle-Produkte
RevitaLash® Cosmetics setzt sich mit der Ankündigung des Pink-Programms 2022 weltweit für die Sensibilisierung, Aufklärung und Forschung im Bereich Brustkrebs ein ...
Der führende Anbieter von Produkten für Wimpern und Augenbrauen weitet seine ganzjährigen Bemühungen zur Aufklärung über Brustkrebs auf die ganze Welt aus RevitaLash ® Cosmetics ist stolz darauf, seine jährliche Aufklärungskampagne, das "Pink-Programm", für das Jahr 2022 anzuk
Digitaler Kassenbon: Mit Digitalisierung die Umwelt schützen (FOTO) ...
Lightspeed und GreenBill bieten digitale Belege per QR-Code an Lightspeed und GreenBill wollen dem elektronischen Bon zum Durchbruch verhelfen. Gemeinsam bieten sie Kund:Innen jetzt eine nachhaltige, umweltschonende und kostensparende Kassenlösung mit digitaler Belegausgabe ohne Installation ei




