Caritas fordert massiven Ausbau der Katastrophenvorsorge / UN-Tag der Katastrophenprävention: Verdoppelung klimabedingter Naturkatastrophen - Caritas: "Tatenlosigkeit gefährdet Menschenleben" (FOTO)
ID: 2013368

(ots) -
Angesichts fortschreitender Erderhitzung und der damit einhergehenden Verdoppelung der Zahl klimabedingter Naturkatastrophen in den vergangenen 20 Jahren fordert der Deutsche Caritasverband eine deutliche Ausweitung der Katastrophenvorsorge. "Die Menschen, die gerade millionenfach Opfer von Überschwemmungen in Pakistan oder dramatischer Dürre in Somalia werden, haben am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen, leiden aber am meisten unter deren Folgen. unterstreicht Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes. "Die Arbeit der Katastrophenhilfe von Caritas international ist immer stärker gefordert. Als einer der großen Treibhausgas-Emittenten der Welt ist es unsere Verantwortung, die Menschen in den Ländern des Globalen Südens darin zu unterstützen, dass sie sich gegen die Folgen der Klimakrise bestmöglich schützen können", betont die Präsidentin.
Katastrophenvorsorge sei fundamentaler Bestandteil weltweiter Klimagerechtigkeit, so Welskop-Deffaa. Dafür bedürfe es entsprechender finanzieller Unterstützung. Es sei nicht hinzunehmen, dass es den Industriestaaten laut OECD noch immer nicht gelinge, ihre bereits in Kopenhagen 2009 gegebene Zusage einzuhalten, den Entwicklungsländern 100 Milliarden US-Dollar jährlich für Klimaschutz und -anpassung bereitzustellen; auch die deutsche Bundesregierung stehe diesbezüglich in der Pflicht.
Durch wirksame Prävention konnte die Zahl der Todesopfer in Folge von Naturkatastrophen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden; so nach den Zyklonen "Fani" und "Amphan" in Südostasien in den Jahren 2019 und 2020. Zu diesem Erfolg haben beispielsweise Frühwarnsysteme, lokale Katastrophen-Komitees, verbesserte Vorratshaltung, Hurrikan-Schutzbauten und ein effektiveres Wassermanagement beigetragen. Für solche Vorsorgemaßnahmen hat Caritas international, die Katastrophenhilfe der deutschen Caritas, ihre Anstrengungen seit 1990 kontinuierlich ausgebaut.
Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa: "Klimagerechtigkeit erfordert konsequentes Handeln von zwei Seiten: Zum einen müssen wir klimaschädliche Produktionsweisen und Konsummuster ändern, um den CO2-Ausstoß möglichst schnell deutlich zu verringern. Die Durchsetzung der international vereinbarten Klimaschutzziele muss gerade auch in den westlichen Industriestaaten konsequent verfolgt werden. Zum anderen müssen die Menschen in den Ländern des globalen Südens in die Lage versetzt werden, sich effektiv vor Naturkatastrophen zu schützen. Tatenlosigkeit gefährdet weltweit Menschenleben massiv - auch in Deutschland." Das habe uns im vergangenen Jahr die Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen drastisch vor Augen geführt. Welskop-Deffaa: "Nur im Miteinander von zupackendem freiwilligem Engagement und qualifizierter beruflich organisierter Hilfe konnten Caritas und Malteser in den Tälern von Ahr und Erft schnell und nachhaltig helfen. Die Coproduktion von Ehrenamt und Hauptamt ist das Proprium der Arbeit der Wohlfahrtsverbände. Wirksame Katastrophenvorsorge muss dieses Zusammenspiel nutzen und stärken - national und international."
Der 13. Oktober ist von den Vereinten Nationen 1989 zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge (https://iddrr.undrr.org/) erklärt worden. Der UN-Tag soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Katastrophenprävention schärfen.
Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 166 nationalen Mitgliedsverbänden.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Dariush Ghobad (verantwortlich -293), Achim Reinke
(Durchwahl -515).
www.caritas-international.de
Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.10.2022 - 09:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2013368
Anzahl Zeichen: 4013
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Freiburg
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 373 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Caritas fordert massiven Ausbau der Katastrophenvorsorge / UN-Tag der Katastrophenprävention: Verdoppelung klimabedingter Naturkatastrophen - Caritas: "Tatenlosigkeit gefährdet Menschenleben" (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Caritas international (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Caritas international stellt 50.000 Euro Soforthilfe gegen die Ebola-Epidemie im Nordkongo bereit - Partnerorganisationen in Bunia und Goma schützen Gesundheitszentren und klären die Menschen über Ansteckungswege auf - Caritas fordert eine grundlegende Verbesserung der humanitären Situation im N
Caritas international warnt: Zentrale Hilfsgüter im Libanon gehen zur Neige ...
Caritas nimmt über die Waffenruhe hinaus die katastrophale humanitäre Situation im Libanon in den Blick - Zugang zu den Menschen muss gewährleistet sein - Caritas-Leiter fordert zudem mehr Mittel für die Hilfen und einen Friedensplan für den Libanon Caritas international begrüßt ausdrücklic
Caritas warnt vor wachsender Gewalt gegen Zivilisten / Rekordzahl bewaffneter Konflikte - Zahl getöteter Frauen und Kinder vervierfacht - "Bislang nicht gekannte Regellosigkeit" ...
Angesichts weltweit steigender Opferzahlen in bewaffneten Konflikten warnt Caritas international vor einer zunehmenden Gefährdung der Zivilbevölkerung. "Militärische Angriffe erfolgen immer häufiger ohne ausreichende Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Das humanitäre Völkerrecht wird in
Weitere Mitteilungen von Caritas international
action medeor setzt Hilfslieferungen fort ...
Ungeachtet der aktuellen Angriffe auf verschiedene ukrainische Städte wird das Medikamentenhilfswerk action medeor seine Hilfslieferungen weiter fortsetzen. "Nach Rücksprache mit unseren Partnern werden wir Krankenhäuser und Flüchtlingseinrichtungen in der Ukraine wie bisher weiter belief
Neu: Trio der Bundesjugendsprecher:innen mit zwei Frauen ...
Anna Rink und Ina Maschigefski an die Spitze des Bundesjugendforums gewählt Bei der Deutschen Jugendfeuerwehr wurde gewählt: Anna Rink (BW) wurde für weitere zwei Jahre in ihrem Amt als Bundesjugendsprecherin bestätigt. Neu in die Funktion gewählt wurde Ina Maschigefski (NI). Dritter an der
Somalia: Wenn der Wohnort zur Todesfalle wird / Die Dürre in Somalia zwingt Millionen Menschen zur Flucht vor dem Hunger (FOTO) ...
Der Regen in Somalia bleibt weiter aus und treibt die Zahlen der hungernden Menschen vor Ort kontinuierlich in die Höhe. Mindestens 7,8 Millionen sind von der schlimmsten Dürre in vier Jahrzehnten betroffen. Besonders besorgniserregend: "Geschieht kein Wunder in Form von Regen oder verstär
10. Welt-Mädchentag: Jugendliche von Plan International übernehmen Bundesministerien / Takeover-Aktionen für Gleichberechtigung und politische Teilhabe ...
Anlässlich des 10. Welt-Mädchentages übernehmen drei Mitglieder von Jugend-Abteilungen der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie das Bundeskanzleramt bei der Staatsministerin für Migration,




