Caritas: "Schnelle Hilfe für die Menschen in Tigray ist nun überlebensnotwendig"

Caritas: "Schnelle Hilfe für die Menschen in Tigray ist nun überlebensnotwendig"

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(ots) -

Caritas international begrüßt den getroffenen Waffenstillstand für Äthiopien - Umfangreiche Hilfsmaßnahmen sind vorbereitet und könnten sofort losgehen - Die Internationale Gemeinschaft muss Druck aufbauen, dass der Waffenstillstand hält

Caritas international begrüßt den Waffenstillstand der Konfliktparteien in Äthiopien, den die Afrikanische Union nach tagelangen Verhandlungen in Südafrika, nun überraschend verkünden konnte. "Wir sind sehr froh, dass es endlich zu dem Waffenstillstand zwischen der äthiopischen Regierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) gekommen ist. Jetzt müssen beide Seiten mit allem Ernst daran festhalten und endgültig die Waffen niederlegen, damit endlich Hilfe für die Menschen möglich wird", sagt Patrick Kuebart von Caritas international. "Wir sind vorbereitet."

Es ist nicht der erste Versuch, den Krieg im Norden Äthiopiens zu beenden, der nunmehr seit fast zwei Jahren tobt und auch in die Nachbarregionen Afar und Amhara übergegriffen hat. Tigray war in dieser Zeit fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. "Informationen zu bekommen war schwierig, weil das Internet und die gesamte Telekommunikation unterbrochen waren, glasklar aber ist", so Kuebart, "die humanitäre Situation in der Kriegsregion ist katastrophal, die Menschen brauchen dringend Hilfe, vor allem Nahrungsmittel und medizinische Versorgung."

Nach offiziellen Zahlen der Vereinten Nationen sind 9,4 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, über 4,2 Millionen wurden aus ihrer angestammten Region vertrieben und mehr als 60.000 sind in den nahen Sudan geflohen. Viele Menschen sind bereits verhungert, vielen droht ohne schnelle Hilfe der Hungertod. Besonders unter der Situation leiden die Kinder, die die Hälfte der Betroffenen ausmachen. "Unsere Caritas-Partner haben die Menschen mit dem Nötigsten unterstützt und versucht, Hilfslieferungen auch die Region zu bringen. Doch das alles reicht bei Weitem nicht aus, die Not ist riesig", sagt Patrick Kuebart.



Caritas international und die Caritas Äthiopien haben sich auf diesen Moment vorbereitet und könnten ihre Hilfen nun schnell umsetzen. "Die Konfliktparteien haben verabredet, Hilfen zuzulassen. Das muss jetzt unbedingt eingehalten werden", fordert Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Die internationale Gemeinschaft müsse hier Druck aufbauen. "Zeit, die wir jetzt verlieren, kostet weitere Menschenleben. Die Hilfe muss jetzt im großen Stil die Menschen erreichen."

Hinweis an die Redaktionen: Patrick Kuebart von Caritas international, Referent für Äthiopien, steht für Interviews zur Verfügung.

Spenden mit dem "Stichwort Nothilfe im Kriegsgebiet (https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/afrika/aethiopien-uebersicht/nothilfe-tigray)" werden erbeten an:

Caritas international, Freiburg,

Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

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Datum: 03.11.2022 - 14:46 Uhr
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