Geothermieforschung in Sedimentbecken
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Geothermieforschung in Sedimentbecken
Im Norden der Stadt Erfurt soll ab 2011 eine mindestens 1.500 m tiefe Bohrung im Thüringer Becken in den geologischen Untergrund vordringen. Neben der geologischen und geophysikalischen Grundlagenforschung und der Gewinnung von Bohrkernen geht es insbesondere um die Untersuchung des geothermischen Potenzials. Die Projektverantwortlichen erhoffen sich von den Ergebnissen dieser Tiefbohrung in Erfurt Erkenntnisse, die charakteristisch für das gesamte Thüringer Becken sind. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt INFLUINS im Rahmen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung.
GeneSys ? Geothermie im norddeutschen Becken
Auch im norddeutschen Becken besteht der tiefe Untergrund aus Sedimentgesteinen. In dieser Region sind bereits im Zeitraum 2003 ? 2009 umfangreiche geologische Untersuchungen durchgeführt und geothermische Erschließungskonzepte entwickelt worden. Im Rahmen des Projektes GeneSys wurde im ersten Teil die ehemalige Erdgasbohrung "Horstberg Z 1" in der Südheide zur Forschungsanlage umgerüstet und zur Entwicklung von geothermischen Erschließungskonzepten für Sedimentgesteine genutzt. Im zweiten Teilprojekt soll eines der dort entwickelten Konzepte in Hannover eingesetzt werden, um künftig das dortige GEOZENTRUM, als Demonstrationsprojekt für einen Bürokomplex, komplett mit geothermischer Wärme zu versorgen. Die dazu nötige Bohrung hat bereits Ende 2009 erfolgreich die Zieltiefe von 3.900 m erreicht und in diesen Wochen beginnen die weiteren Erschließungsarbeiten. Das in diesen Tagen erschienene BINE-Projektinfo "Geothermische Energie aus Sedimentgesteinen" stellt die von den Bundesministerien für Umwelt und Wirtschaft anteilig geförderten GeneSys Projekte in Horstberg und Hannover vor.
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Datum: 26.05.2010 - 12:47 Uhr
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