Gedenktafel für deutsche Opfer in Postelberg trägt zur Versöhnung bei
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Gedenktafel für deutsche Opfer in Postelberg trägt zur Versöhnung bei
Hoffnungsvolles Zeichen für eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte
Anlässlich der gestern eingeweihten Gedenktafel für die deutschen Opfer des Massakers 1945 im nordböhmischen Postelberg, heute Postoloprty, erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB:
Die Gedenktafel für die über 700 erschossenen Männer, Frauen und Kinder 1945 in Postelberg ? eines der größten Vertreibungsverbrechen an Sudetendeutschen ? trägt entscheidend zur Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen bei.
Großer Dank gebührt den Initiatoren, insbesondere dem Heimatkreis Saaz und dem Förderverein der heutigen Stadt ?atec, die sich seit sieben Jahren mit bemerkenswertem Engagement für dieses Denkmal eingesetzt haben.
Die Tafel ist ein hoffnungsvolles Zeichen für eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, auch wenn die Inschrift abgemildert wurde. So lautete der ursprüngliche, von einer Kommission unabhängiger Historiker vorgeschlagene Text: "Den Opfern des Postelberger Massakers 1945". Der Stadtrat von Postoloprty änderte dies in: "Den unschuldigen Opfern der Ereignisse in Postelberg im Juni 1945", um keine negativen Emotionen zu schüren.
14 von 18 Stadtverordneten ? bei vier Enthaltungen ? haben sich schließlich für die Tafel ausgesprochen, deren Kosten allein die Stadt trägt. Die Verordneten erklärten, die Erschießungen seien Greueltaten gewesen und es sei notwendig, sich zu diesen historischen Ereignissen zu bekennen. In der vorhergehenden Debatte um die Gedenktafel war im Stadtrat auch die Zeit der deutschen Besatzung Tschechiens thematisiert worden. Der unabhängige Stadtverordnete Miloslav Fi?er bekräftigte, trotz dieser Zeit habe jeder Hinterbliebene, wer es auch sei, habe das Recht, der Toten zu gedenken.
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Datum: 04.06.2010 - 22:17 Uhr
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