Meldungen aus Bildung und Wissenschaft– Physician Assistants entlasten Ärzte

Meldungen aus Bildung und Wissenschaft– Physician Assistants entlasten Ärzte

ID: 2075880

Die Geheimnisse von Workflow-Management– Aufgaben delegieren




(PresseBox) - Die Ärztestatistik von 2022 zeigt, dass der zunehmende Ärztemangel in Deutschland ein akutes Problem dar. In den letzten Jahren hat die Anzahl der deutschen Ärzte abgenommen, während die Anzahl der Patienten kontinuierlich steigt. Dies führt zu einer hohen Arbeitsbelastung im ärztlichen Team.

Eine vielversprechende Lösung besteht in der Delegation ärztlicher Aufgaben an nichtärztliche Berufsgruppen wie den Physician Assistant (PA). Der PA ist ein hochqualifizierter, akademischer Arztassistenzberuf, der eigenständig delegierbare ärztliche Tätigkeiten in verschiedenen Fachbereichen durchführt, um das ärztliche Personal zu entlasten.

Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) hat eine Untersuchung durchgeführt, in wie weit Physician Assistants die Ärzte der bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Operationen im Bereich der Gefäßchirurgie unterstützen können. Im Fokus der Analyse standen die ärztlichen Tätigkeiten im Hinblick auf eine mögliche Delegierung an einen PA. Hierfür wurde das Krankheitsbild “Abdominelles Aortenaneurysma“ ausgewählt.

Zur Darstellung der Prozessabläufe wurde das in dem Software Programm ClipMed

PPM integrierte Prozess-Referenz-Modell (PRM) genutzt. Das Referenzmodell ermöglicht eine einheitliche und transparente Darstellung des gesamten stationären Behandlungsablaufs –von der Patientenaufnahme bis zur Entlassung – inklusive aller Prozesse, erbrachten Leistungen und Zeiten. Das Modell greift auf eine Sammlung bereits hinterlegte Prozessbausteine zu, die individuell kombiniert werden können, eindeutig gekennzeichnet sind und alle erforderlichen Aufgaben sowie notwenigen Informationen enthalten.

Für die Behandlung eines Patienten mit abdominellem Aortenaneurysma wurden zehn Behandlungstage erhoben. Es wurden 380 Prozesse für die Patientenversorgung generiert, an denen die Ärzteschaft mit 17.36 Prozent beteiligt war. Insgesamt konnten 70 Prozent der gefäßchirurgischen Arzt-Tätigkeiten an den PA zur eigenständigen bzw. unterstützenden Durchführung übertragen werden. Bei genauer Betrachtung der jeweiligen stationären Abschnitte wird deutlich, dass der PA in allen drei Bereichen: prä-, intra- und postoperativ, einen erheblichen Mehrwert für das Ärzteteam schafft.



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"Wir ermutigt Einrichtungen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden"

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Datum: 08.12.2023 - 12:48 Uhr
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Medizintechnik



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