Zweiter Hauptverdächtiger im Schleuser-Verfahren auf freiem Fuß - Generalkonsulat in China warnte schon vor sechs Jahren vor Masche der mutmaßlichen Kölner Schleuserbande
ID: 2101452

(ots) - Der zweite mutmaßliche Kopf der sogenannten Luxus-Schleuserbande, die in den vergangenen sechs Jahren wohlhabende Chinesen mit fingierten Investorenmodellen nach Deutschland gebracht haben soll, ist am Freitag von der Untersuchungshaft verschont worden. Dies bestätigte sein Strafverteidiger Martin Bücher dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Der Richter hat meinen Mandanten am heutigen Vormittag nach der Haftprüfung auf freien Fuß gesetzt", berichtete Bücher. Zuvor habe man sich über eine Verteidigererklärung zu dem Fall eingelassen.
Bei dem mutmaßlichen Schleuser-Boss handelt es sich um den 46-jährigen Kölner Juristen Johannes D., der mit seinem 42-jährigen Anwaltspartner Claus B. das Schleusermodell 2018 kreiert haben soll. Letzterer war nach einer zweitätigen Vernehmung auf freien Fuß gekommen. Darin soll er nach Informationen der Zeitung eingeräumt haben, dass das ursprüngliche Schleusermodell über eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) in Solingen losgegangen sei.
Aus den Strafakten geht nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" hervor, dass das deutsche Generalkonsulat im südchinesischen Kanton bereits im März 2018 bei einer Überprüfung der Solinger Vorgänge Alarm geschlagen hat. Die deutsche Auslandsvertretung hatte schon detailliert eine der Maschen beschrieben, mit denen die Chinesen anfangs nach Deutschland geschmuggelt wurden. Sogar der Frechener Anwalt Claus B. wurde bereits als mutmaßlicher Drahtzieher genannt.
Der Jurist soll damals mit Hilfe von Komplizen Scheinfirmen gegründet haben, mit denen die Ausreisewilligen nach Deutschland gelotst wurden. Seit Längerem schon würden die Auslandsvertretungen in China eine steigende Zahl von Anträgen zur Aufenthaltsgenehmigung wohlhabender chinesischer Staatsbürger verzeichnen, heißt es 2018 in einem Papier des deutschen Generalkonsulates, das dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegt. "Mittels einer behaupteten selbstständigen Investition" werde ein unbefristeter Aufenthaltstitel für die Bundesrepublik verlangt.
Eine intensive Überprüfung vor Ort sowie Recherchen in Deutschland indes hätten ergeben, dass die Antragsteller in vielen Fällen die selbstständige Tätigkeit mit Hilfe der Kölner Kanzlei nur vortäuschen. So gab beispielsweise eine chinesische Rentnerin an, die Finanzaufsicht über ein deutsches Unternehmen führen zu wollen. Die Frau sei dafür aber völlig ungeeignet, ermittelte das Generalkonsulat nach den Recherchen des "Kölner Stadt-Anzeiger". Sie spreche kein Wort Deutsch, habe keinerlei berufliche oder akademisch Bildung und die Oberschule sogar ohne Abschluss verlassen.
Link zum Artikel: www.ksta.de/803095
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.05.2024 - 16:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2101452
Anzahl Zeichen: 2939
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Köln.
Kategorie:
Kunst und Kultur
Diese Pressemitteilung wurde bisher 678 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zweiter Hauptverdächtiger im Schleuser-Verfahren auf freiem Fuß - Generalkonsulat in China warnte schon vor sechs Jahren vor Masche der mutmaßlichen Kölner Schleuserbande"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Nach dem Großeinsatz wegen eines mutmaßlich geplanten gewaltsamen Aufstands von Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Siegburg werden weitere Details bekannt. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) gab es Hinweise, dass "mehrere Messer" i
Personal-Höchststand bei Polizei in NRW - Reul: "Mehr Hände, die eingreifen, wenn es nötig ist" ...
Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen steuern im Herbst auf einen historischen Personalhöchststand zu. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe) zur aktuellen Prognose für die Belastungsbezogene Kräfteverteilung (BKV) werden den Behörden zum 1. Oktober
SPD-Spitzenkandidat Ott: Besuch des Kölner Doms soll für NRW-Bürger an Samstagen kostenlos bleiben ...
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben - das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Urbane Seilbahnen im Fokus: Kongressmesse Cable Car World vom 4. bis 5. Juni 2024 in der Messe Essen ...
Bereits bei ihrer Premiere 2022 hat die Cable Car World wertvollen Input zur Planung und Umsetzung von urbanen Mobilitätsprojekten mit Seilbahnen geliefert. Vom 4. bis 5. Juni 2024 erhalten kommunale Entscheidungsträger*innen, Städteplaner*innen sowie Verkehrsbetriebe mit der zweitägigen Kongres
Die rosa Gefahr ...
Komponistinnen? Gibt"s die überhaupt? Oh ja, und wie! Kreativ, tragisch, inspirierend, dramatisch, kraftvoll, sprühend, herzergreifend und auch mal traurig. Alles was "männliche" Kompositionen auszeichnet gibt es auch bei ihnen. Denn, um es mit Cecil Chaminade zu sagen: "Es gi
Im Schatten des Daemoniums: Start für moderne Streaming Hörspielserie von Max Maschmann und Doreen Köhler ...
Am 31. Mai 2024 erscheint die neue moderne Hörspielserie "Im Schatten des Daemoniums"! Erleben Sie die spannende Geschichte von Mia, die als neue Schülerin auf das abgelegene Internat Burg Wandra kommt und schon bald in ein Netz aus Geheimnissen und scheinbar übernatürlichen Ereignisse
Stefanie Stappenbeck hatte als junge Schauspielerin Minderwertigkeitskomplex / "Bis Mitte zwanzig gebraucht, bis ich mich selbstbewusst Schauspielerin nennen konnte" / Keine direkten Wegbegl ...
Schauspielerin Stefanie Stappenbeck (50) dachte lange Zeit, dass sie nicht gut genug für ihren Job sei. "In der Arbeit habe ich mich oft minderwertig gefühlt, weil ich dachte, ich könnte es ohne Ausbildung ja nicht so gut", sagte die Berlinerin im Interview mit der "Neuen Osnabrüc




