Biobankgeheimnis zum Schutz der Erbinformation
ID: 210924
Biobankgeheimnis zum Schutz der Erbinformation
"Den Vorschlag des Ethikrates zu einem Biobankgesetz, welches die Nutzung von eingelagerten Zell- und Gewebeproben ausschließlich zu Forschungszwecken gestattet, unterstütze ich", erklärt Petra Sitte zur heute veröffentlichten Stellungnahme "Humanbiobanken für die Forschung" des Deutschen Ethikrates. Die forschungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Biobanken sind wichtig für die Erforschung von Krankheitsursachen. Auf Basis organischer Proben und Spenden werden zudem diagnostische Verfahren mit Hilfe von Biomarkern oder auch neue therapeutische Ansätze bei Stammzelltransplantationen entwickelt. Bei diesen Forschungen fallen jedoch auch hochsensible Informationen über die Erbsubstanz der Spender an. Diese müssen unbedingt geschützt werden. Daher brauchen wir verbindliche Regelungen, damit Informationen nicht unzulässig mit persönlichen Daten der Spender verknüpft werden oder gar in die Hände Dritter gelangen können. Versicherungen und Strafverfolgungsbehörden zeigen daran regelmäßig Interesse.
DIE LINKE hatte schon beim Gendiagnostikgesetz gefordert, gesetzliche Regelungen für genetische Untersuchungen zu Forschungszwecken zu schaffen. Ein Biobankgesetz könnte diese Lücke nun schließen. Es soll die informierte Einwilligung des Spenders festschreiben, ihre Reichweite und Widerrufsmöglichkeit. Zugleich soll es sicher stellen, dass Proben und Daten anonymisiert und getrennt aufbewahrt werden. Der Vorschlag für ein Biobankgeheimnis trägt dabei den tatsächlichen Gegebenheiten Rechnung: Es könnte berücksichtigen, dass beispielsweise die gewollte Vernetzung von Biobanken untereinander die Kontrolle der Spender über ihre Daten und Proben einschränkt. Für einen Ausgleich sollen die Schweigepflicht der Biobanken und Forscher außerhalb des Wissenschaftsbereiches sorgen, ein Zeugnisverweigerungsrecht gegenüber Gerichten und ein Verwertungsverbot für polizeiliche Ermittlungen.
Zum Thema Qualitätssicherung bedarf es nun konkreter Vorschläge, wie zum Beispiel die Akkreditierung der Biobanken zur Kontrolle und Sicherung von Standards."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 15.06.2010 - 19:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 210924
Anzahl Zeichen: 2677
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Biobankgeheimnis zum Schutz der Erbinformation"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Air Berlin-Konzert 'Begegnungen' in Israel ...
Deutschlands zweitgrößte Airline Air Berlin veranstaltet heute in Jerusalem ein Open-Air Konzert der ganz besonderen Art: Unter dem Motto "Begegnungen" treten Peter Maffay und Band, die Künstlerinnen Noa, Mira Awad und Tsipi Mashid sowie die drei italienischen Cross Over Sopranistinne
Bundesgerichtshof erteilt Überlegungen zur Einschränkung des Anwesenheitsrechts des Angeklagten in der Hauptverhandlung eine Absage ...
Der Große Senat für Strafsachen hatte auf eine Vorlage des 5. Strafsenats über die Frage zu entscheiden, ob die Abwesenheit des gemäß § 247 StPO für die Dauer der Vernehmung eines Zeugen ausgeschlossenen Angeklagten während der anschließenden Verhandlung über die Entlassung des Zeugen ei
Wahl zur Bundesversammlung - GRÜNE bedauern geringen Anteil der Wahlfrauen bei CDU und FDP ...
Als "bedauerlich" bezeichnet die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kordula Schulz-Asche, dass der Anteil der Wahlfrauen aus Hessen nur 31 Prozent beträgt. "Eine Bundesversammlung, die zur Aufgabe hat, das höchste Staatsamt zu wählen, sollte die
LINDNER-Interview für den ?Deutschlandfunk? ...
Berlin. FDP-Generalsekretär CHRISTIAN LINDNER gab dem "Deutschlandfunk" heute früh das folgende Interview. Die Fragen stellte DIRK MÜLLER: Frage: Herr Lindner, warum regiert eine Wunschkoalition so schlecht? LINDNER: Diese Wunschkoalition ist natürlich in außerordentlich schwi




