"nd.DerTag": China investiert in Afrika - Kommentar zum Forum für China-Afrika-Kooperation in Peking
ID: 2121885

(ots) - Politisch sind sich China, die USA und die EU selten einig, aber in ihrem Zugang zu Afrika trennt sie wenig: Das Interesse an Afrikas Rohstoffen ist groß - das Interesse, dort Wertschöpfungsketten zu entwickeln, gering. Dabei sind für verarbeitete Produkte am Markt höhere Preise zu erzielen, ob für Schokolade statt Kakaobohnen oder für Textilien statt Baumwolle, Benzin statt Rohöl. Für Afrika wäre die Entwicklung von Wertschöpfungsketten fundamental.
Bisher kommen die 54 afrikanischen Länder über Ansätze nicht hinaus, weil es von den globalen Wirtschaftsmächten nicht gewünscht wird. Sie schreiben allesamt die tradierte Ordnung mit Afrika als Rohstofflieferant weiter. Denn für die postulierte globale Energiewende ist der Kontinent mit seinen Rohstoffen wie Mangan, Lithium oder Kobalt unverzichtbar.
Beim Forum für China-Afrika-Kooperation (FOAC) in Peking wird es keine grundlegende Weichenstellung geben. Die dort begonnenen neuen Projekte werden sich in Chinas weltweite Investitionsoffensive mit dem Namen Neue Seidenstraße einfügen. China hat sich in Afrika um den Bau von Häfen, Eisenbahnlinien, Flughäfen und Industrieparks verdient gemacht, um so besser und schneller afrikanische Rohstoffe nach China transportieren zu können.
Das große Potenzial Afrikas für eine nachholende Entwicklung liegt vor allem in der Landwirtschaft mit 100 Millionen Kleinbauernfamilien. Doch es liegt weiterhin brach. Dafür verantwortlich sind die Regierungen Afrikas und die Regierungen des Nordens, wobei letztere beim Handel die Marktasymmetrien zu Ungunsten der Kleinbauern befördern, statt den Kleinbauern faire Chancen einzuräumen. Gefördert wird nur das exportorientierte Agrobusiness. China ist da leider keine Ausnahme.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.09.2024 - 18:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2121885
Anzahl Zeichen: 2009
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 321 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""nd.DerTag": China investiert in Afrika - Kommentar zum Forum für China-Afrika-Kooperation in Peking"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
nd.DerTag / nd.DieWoche (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das gleich vorweg: Nein, eine Pandemie droht von dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo nicht. Dafür ist das Virus und sein jetzt zirkulierender Stamm Bundibugyo nicht infektiös genug. In Deutschland kann man daher ganz beruhigt sein und der Weltöffentlichkeit seine gut ausgestat
"nd.DerTag": Die EU hat mitgeschossen - Kommentar zu europäischen Kaperbriefen für Libyens "Küstenwache" ...
Die EU-Kommission wisse um die zahlreichen Gewaltvorfälle der sogenannten libyschen Küstenwache gegenüber Retter*innen und Geflüchteten im Mittelmeer - und mahne deshalb in Libyen immer wieder die Einhaltung der Menschenrechte an. Schließlich seien die aus Brüssel finanzierten Ausbildungsmaßn
"nd.DerTag": Konversion fatal - Kommentar zu den Überlegungen von Mercedes-Benz, in die Rüstungsproduktion einzusteigen ...
Lange Zeit verstand man nach der deutschen Vereinigung unter Konversion die Umwandlung militärischer Strukturen für eine zivile Nutzung. Vor allem im Osten Deutschlands. Jetzt erfährt der Begriff eine fatale Umkehrung: Angesichts teurer Rohstoffe und kriselnder Wirtschaft sehen Konzernlenker in d
Weitere Mitteilungen von nd.DerTag / nd.DieWoche
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Nullrunde beim Bürgergeld ...
Wenn eine Bürgergelderhöhung wie zuletzt besonders hoch ausfällt, kann es je nach weiterer Preisentwicklung dazu kommen, dass im kommenden Jahr eine Nullrunde folgt. Das geschieht jetzt. Die Inflation kann nur einmal ausgeglichen werden. Fair muss es nicht nur gegenüber denen zugehen, die auf di
EU-Agrar-Dialog ...
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der monströse Landwirtschafts-Geldverteilungsapparat in der jetzigen Form nicht mehr funktioniert. Das ist auf EU-Ebene zwar fast jedem klar, aber kaum jemand traut sich heran an das milliardenschwere Ungetüm. Zur Wahrheit gehört, dass die Gemeinschaft über
Bürgergeld ...
Das Bürgergeld ist teuer, aber nicht so wirksam wie erhofft. Wer arbeiten kann, der muss auch arbeiten. Es gibt kein Recht, es sich in der sozialen Hängematte bequem zu machen. Unter rund 5,5 Millionen Bürgergeldempfängern etliche erwerbsfähig, allerdings ohne Arbeit, während es etwa 700.000 o
Kommentar zu Migration / Titel: Die Agenda der Union ...
"CDU und CSU fordern Zurückweisungen von Schutzsuchenden an deutschen Grenzen. Aufklärung tut Not: Denn Zurückweisungen gibt es längst. So wurden laut Bundesinnenministerium in den fünf Monaten seit Wiedereinführung der Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Tschechien und




