Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) begrüßt sein 2.500. Mitglied im fünften Jahr seines Bestehens
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Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk hat dieses Jahr sein 5jähriges Bestehen gefeiert. In seiner jungen Geschichte wuchs der Verband stetig und durchbrach nun die Schallmauer von 2.500 Mitgliedern.
Dr. Katrin Lampe erhält als 2.500. Mitglied zur Begrüßung im Verband einen Strauß Blumen von Dieter Adler.(firmenpresse) - Auf seiner Jubiläumsveranstaltung am 08.12.24 begrüßte DPNW-Vorsitzender Dieter Adler das 2.500. Mitglied Dr. Katrin Lampe aus dem Rhein-Erft-Kreis.
Gründer Adler meinte: "Ich freue mich sehr, dass aus unserer regionalen Bewegung der deutschlandweit drittgrößte Berufsverband für alle approbierten Psychotherapeuten geworden ist. Der stetige Zuwachs zeigt uns, dass unsere Arbeit so wichtig ist wie eh und je. Gerade angesichts der Einführung der elektronischen Patientenakte in 2025 müssen wir Psychotherapeuten uns fragen, wo gehen die Daten unserer Patienten hin, wer liest zukünftig mit und wie können wir dies verhindern. Wir sprechen uns seit jeher gegen die Aufnahme von Informationen aus der psychotherapeutischen Behandlung aus, da hierdurch das Vertrauensverhältnis Patient zu Behandler zerstört wird."
Die approbierte psychologische Psychotherapeutin Katrin Lampe aus Pulheim begründet Ihren Verbandsbeitritt: "Ich finde, dass DPNW hält seine Mitglieder mit seinem wöchentlichen Newsletter sehr gut auf dem aktuellen Stand und bietet zahlreiche Hilfestellungen für die Praxis. Und ich sehe, dass das Netzwerk sich stark für meine beruflichen Interessen einsetzt. So wie ich das wahrnehme, ist der Verband wesentlich aktiver und kritischer in Richtung Politik unterwegs als andere. Das gefällt mir sehr gut."
Zu seinen wichtigsten Zielen zählt der Verband: Verbesserung der Versorgungslage, qualitative Weiterentwicklung der Psychotherapie, Schutz der Psychotherapie vor Zugriffen von außen, hier insbesondere in Bezug auf den Schutz persönlicher Daten in der elektronischen Patientenakte. Dieter Adler betont: "Wir sind für die sinnvolle Integration digitaler Technik in unsere Arbeit. Es gibt viele elektronische Hilfsmittel, die unsere Arbeit erleichtern. Aber an manchen Stellen wird die IT oder Telematik unausgereift zwangsweise auf den Markt gebracht. Dagegen wehren wir uns. Natürlich arbeiten wir mit moderner Technik, wir weigern uns aber, die Probe-Dummies schlechter IT zu sein."
Der Verband begleitet die neuesten Entwicklungen von künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin mit kritischem Auge. Adler dazu: "Wir befinden uns bei der KI derzeit in einer Versuchs- und Irrtumsphase. Es muss sich noch weisen, in welche Form KI nützlich sein kann bei der Behandlung psychischer Probleme. Aktuell lässt sich dies noch nicht gesichert sagen."
Was die politische Arbeit des Verbandes angeht, ergänzt Adler: "Auch heute gibt es noch falsche Weichenstellungen der Politik, die uns das Leben schwermachen. Wir müssen weiterhin erklären, was wir machen und wie wichtig wir für das seelische Wohl der Menschen in Deutschland sind. Unsere Aufgabe ist noch lange nicht abgeschlossen. Umso wichtiger ist es, einen mitgliederstarken Berufsverband zu haben, bei dem möglichst viele Psychotherapeutinnen und -therapeuten mitmachen. Unser wohl wichtigstes Projekt ist aktuell die Aufklärung unserer Patienten über die Auswirkungen der elektronischen Patientenakte."
Zum Hintergrund
Das Netzwerk wurde am 2. Mai 2019 in Bonn gegründet. Auf der Gründungsveranstaltung verabschiedeten 135 Teilnehmer die Vereinssatzung und wählten den ersten Vorstand mit Dieter Adler als 1. Vorsitzendem, der 2. Vorsitzenden Claudia Reimer und Kassenführer Robert Warzecha. Das DPNW bildete sich aus dem Kollegennetzwerk Psychotherapie, das im Juni 2017 seine Tätigkeit aufnahm. Vorläufer dieses Netzwerkes war eine Initiative, die sich ab 2016 für gerechte Honorare einsetzte. Am 13. Januar 2022 wurde das DPNW im Lobbyregister des Deutschen Bundestages als Interessenvertreter aufgenommen.
"Ziel des Vereins ist die Unterstützung psychotherapeutisch Tätiger in ihrer alltäglichen Arbeit. Dazu zählt auch, die Mitglieder über wichtige gesetzliche Änderungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Gleichzeitig soll der Vernetzungsgedanke gefördert werden. Berufliche Interessen der Mitglieder werden gegenüber allen Institutionen vertreten, die therapeutische Arbeit beeinflussen oder mitbestimmen können. Das Bild des Berufs soll in der Öffentlichkeit nachhaltig positiv beeinflusst werden" (§ 3 der Satzung).
Der Verband ist eigenen Angaben zufolge humanistisch und basisdemokratisch geprägt. Er positioniert sich als solidarische Ergänzung zu bestehenden Interessensvertretungen im Gesundheitswesen.
Zu den Betätigungsfeldern der letzten Jahre zählt der Verband nach eigenen Angaben:
•Schnellere Vergabe von Therapieplätzen mit sinnvollen diesbezüglichen Maßnahmen
•Krisenopfer-Hilfe (Ahrtal, Erftkreis, Ukraine und Türkei)
•Ausbildung psychologischer Ersthelfer
•Einsatz für eine sinnvolle Digitalisierung im Gesundheitswesen
•Verweigerung der anfälligen und unsicheren Telematik-Infrastruktur (TI)
•Ablehnung von Zwangsmaßnahmen zur Digitalisierung
•Weigerung, Inhalte von Psychotherapien in die elektronischen Patientenakte zu schreiben
•Ablehnung der zentralen Speicherung von vertraulichen medizinischen Daten
•Forderung der Datenhoheit beim Patienten (Recht auf informationelle Selbstbestimmung)
•Ablehnung der ungefragten Verwendung von Patientendaten zu Forschungszwecken
•Entscheidungshoheit über Dauer und Notwendigkeit von psychotherapeutischen Behandlungen beim Behandler
•Psychotherapieplatz-Vergabe-Dienst für Patienten, die keinen Therapieplatz auf herkömmlichem Wege finden
•Schaffung sinnvoller, wissenschaftlich geprüfter Qualitätssicherungsinstrumente - statt geplanter Patientenbefragung.
Heute wird der Verband weiterhin von Dieter Adler und Claudia Reimer geführt. Der Kassenführer Robert Warzecha verzichtete auf der vierten Mitgliederversammlung im Oktober 2023 auf sein Amt. Neu hinzu gewählt wurde die zweite Vorsitzende Sevgi Meddur-Gleissner.
Über den Verband
Das "Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk - Kollegennetzwerk Psychotherapie" (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat über 2.500 Mitglieder und 13.000 Abonnenten seines Freitagsnewsletters. Damit ist das DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Dipl.-Päd. Sevgi Meddur-Gleissner. Mehr unter: www.dpnw.de
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Datum: 09.12.2024 - 17:00 Uhr
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