Stadt Wittenberg kann Termin für Landesgartenschau voraussichtlich nicht halten

Stadt Wittenberg kann Termin für Landesgartenschau voraussichtlich nicht halten

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(ots) - Die für 2027 geplante Landesgartenschau in Wittenberg muss voraussichtlich verschoben werden. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe) unter Berufung auf die Stadt Wittenberg. Probleme gebe es beim Herrichten der wichtigsten Fläche, einer Industriebrache an der Elbe, sagte Sprecher Adrian Kuhrmann: "Da es sich bei der sogenannten Kuhlache um das Hauptausstellungsgelände zur Landesgartenschau handelt, hält die Stadt Wittenberg eine Verschiebung in das Jahr 2028 für wahrscheinlich."

Zu den Problemen zählt, dass für einige Baumaßnahmen eine Erlaubnis des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) benötigt wird, die bis heute aussteht. Ein WSA-Sprecher sagte der MZ: "Für das, was die Stadt am Ufer umsetzen will, ist eine strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung notwendig. Ein Antrag liegt uns aber bis heute nicht vor." Zwar habe es im Oktober einen Besprechungstermin gegeben. Seither habe sich aber nichts getan. "An uns liegt es nicht, dass es nicht vorangeht. Wir sind keine Verhinderer", sagte der WSA-Sprecher.

Probleme hat die Stadt auch bei der Finanzierung. Fördermittelanträge zum Bau eines Damms und eines Pumpwerks (Gesamtkosten: 2,6 Millionen Euro) blieben erfolglos, wie die Stadt bestätigte. Man wolle sich nun in einer neuen Bewilligungsrunde bewerben, um doch noch zum Zug zu kommen, sagte der Stadtsprecher.

Landestourismusminister Sven Schulze (CDU) sieht die Verantwortung für eine mögliche Verschiebung der Landesgartenschau im Wittenberger Rathaus. "Die Stadt muss jetzt sagen, ob sie es 2027 hinbekommt", sagte Schulze. Die Aufgaben seines Ministeriums seien die Koordinierung und das Bereitstellen des Landeszuschusses. Einen Bescheid über 4,8 Millionen Euro hatte Schulze bereits zum Jahresanfang übergeben.

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