Ölpest im Golf von Mexiko, Beginn des post-fossilen Zeitalters
ID: 218866
Ölpest im Golf von Mexiko, Beginn des post-fossilen Zeitalters
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat heute bei einer Pressekonferenz in Berlin Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu aufgerufen, nach der weltweit bisher größten Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko mit der Transformation in das post-fossile Zeitalter zu beginnen. Nach Ansicht des Verbandes müssten die unverantwortlichen Bohrungen der Ölkonzerne in immer größeren Tiefen der Meere und in anderen ökologisch empfindlichen Regionen sofort unterbunden werden. "Das Zeitalter des billigen und reichlich zur Verfügung stehenden Öls und damit auch unsere Verschwendungswirtschaft ist nach Erreichen der maximalen Förderungskapazitäten vorbei", betonte DNR-Präsidialmitglied Michael Müller.
Der DNR wies darauf hin, dass es in den letzten Jahrzehnten keine nennenswerten Ölfunde mehr an Land gegeben habe. Die Ölbohrungen in immer größeren Tiefen der Meere würden wegen des erheblich größeren Drucks auf die Materialien zu einem unkalkulierbaren Risiko. Statt Tiefseebohrungen in 1.500 m Meerestiefe wie im Golf von Mexiko gebe es sogar Pläne, vor der brasilianischen Küste in 7.000 m Meerestiefe nach Öl zu bohren, so der DNR. Mehr als neun Wochen nach der Explosion der Deepwater Horizon sprudelten nach den vorliegenden Schätzungen täglich bis zu 5 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko mit unvorstellbaren Schäden für die Natur und die Küstenbewohner.
Die schaurige Erlebbarkeit der Ölpest im Golf von Mexiko müsse nach Ansicht des DNR die Bereitschaft der Menschen in den Industrie- und Schwellenländern für eine Umgestaltung von Produkten und Produktionsverfahren erhöhen. "Wir brauchen eine neue Balance zwischen nah und fern, effizientere Siedlungsstrukturen, deutlich weniger Güterverkehr durch die Bevorzugung regionaler Kreisläufe und statt Konferenzen und Reisen mit Fernflügen mehr digitale Verbindungen. Mobilität durch Körperkraft dient der Gesundheit und trägt zu einem größeren Wohlbefinden bei", meinte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.
Warum die Transformation in die post-fossile Mobilität unverzichtbar sei, zeige die Entwicklung der weltweiten Motorisierung. Bald gebe es 1 Milliarde Fahrzeuge. Allein in China kämen jedes Jahr fast 10 Millionen neue Fahrzeuge hinzu, so der DNR. Dabei gebe es im bevölkerungsreichsten Land der Erde auf 1.000 Einwohner bisher nicht einmal 25 Autos, während es in Deutschland fast 560 seien. Es sei eine Illusion zu glauben, dass mit technischen Lösungen, wie beispielsweise der Elektromobilität, eine Abhilfe geschaffen werden könne. Vielmehr helfe nur eine grundlegende Neuordnung des Verkehrssystems weiter, betonten die DNR-Vertreter. Statt des weiteren Ausbaues von Straßen und Wasserstraßen und Landebahnen bei Flughäfen sei der umweltfreundlichere Schienenverkehr gezielt zu stärken.
Risiken gebe es natürlich auch in der Nordsee mit mehreren hundert Öl- und Gasförderplattformen, warnte der DNR. Auf die Rücksichtslosigkeit des Ölkonzerns BP, der Profit- vor Sicherheitsinteressen stelle, müsse jeder einzelne Autofahrer eine Antwort geben.
Für weitere Informationen: DNR-Generalsekretär Dr. Helmut Röscheisen,
mobil: 0160/ 97 209 108.
ACHTUNG: Sendetermin: am Mittwoch, 30. Juni 2010, 21.45 Uhr, live aus Berlin" alt=""hart aber fair extra"ACHTUNG: Sendetermin: am Mittwoch, 30. Juni 2010, 21.45 Uhr, live aus Berlin">
Datum: 29.06.2010 - 12:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 218866
Anzahl Zeichen: 3373
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 295 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ölpest im Golf von Mexiko, Beginn des post-fossilen Zeitalters"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Naturschutzring (DNR) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Spitzenverbände aus dem Umwelt- und Kulturbereich, der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Deutsche Kulturrat, fordern die Bundesregierung auf, hiesige Umwelt- und Kulturstandards nicht zugunsten einer ungezügelten Deregulierung des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens zu opfern
DNR zum Hochwassergipfel ...
Ja zur finanziellen Hilfe - wo bleibt Verschärfung beim Hochwassserschutzgesetz! Zum heutigen Hochwassergipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen: "Wir begrüßen die Finanzhilfen, vermissen aber d
Resolution zum Hochwasserschutz ...
verabschiedet vom DNR-Präsidium am 4. Juni 2013 in Berlin Die aktuellen Hochwasserereignisse in Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, aber auch in den europäischen Nachbarländern, die das katastrophale Jahrhunderthochwasser von 2002 noch überbieten, führen uns dramatisch vor Auge
Weitere Mitteilungen von Deutscher Naturschutzring (DNR)
Fischer Wohnmobile - Reutlinger Traditionsmarke im Reisemobilbau startet durch ...
Gute Nachricht für alle Reisemobil-Fans . Mit der neuen Firma "Michael Fischer Wohnmobile GmbH" findet der Reisemobilist wieder einen Partner rund um sein Mobil. Der Gründer, Michael Fischer, knüpft damit an die erfolgreiche Arbeit seines Vaters Rudolf Fischer an, welcher vor über
Für notorische Laptop-Liegenlasser: Intelligente Hochsicherheitsfestplatten schützen vor Datenklau ...
Teutschenthal - Ob wegen des großen Gedränges am Gepäckband, der Hektik beim Aus- und Umsteigen am Bahnsteig oder durch einen Moment der Unachtsamkeit beim schnellen Kaffee zwischendurch: Jährlich gehen zwei Millionen Notebooks an Flughäfen, in Zügen oder im Café verloren. Was im Falle von
"hart aber fair extra" ACHTUNG: Sendetermin: am Mittwoch, 30. Juni 2010, 21.45 Uhr, live aus Berlin ...
Moderation: Frank Plasberg Das Thema: Machtkampf um den Präsidenten - der Schicksalstag der Kanzlerin Die Gäste: Lothar Späth (ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg 1978-1991; ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Jenoptik) Heide Simonis (SPD, ehemalige MinisterprÃ
Die Trends für den Sommerurlaub 2010: webmiles befragt Teilnehmer zum Thema Reiseplanung ...
Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Urlaub: Ob Kurztrips, Fernreisen oder doch lieber Ferien auf "Balkonien", da scheiden sich die Geister. Aber wohin geht der Trend im Sommer 2010? Das Online-Bonusprogramm webmiles hat eine Umfrage zum Thema Urlaub durchgeführt, an der sich me
