Rund 1.000 Arbeitsplätze gesichert – „KMU Runder Tisch“ bewährt sich auch in zweiter Projektphase
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Thomé: „Gezielte Hilfe, die wirkt – praxisnah und unbürokratisch“
„Die Zwischenbilanz bestätigt eindrucksvoll die Bedeutung des Projekts KMU Runder Tisch für den Wirtschaftsstandort Saarland. Die Initiative hat sich als erste Anlaufstelle für Unternehmen in Schieflage etabliert – praxisnah, unbürokratisch und effektiv. In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche ist das ein starkes Signal für die Wirksamkeit gezielter Hilfsangebote. Seine bundesweite Einzigartigkeit verleiht dem Projekt Vorbildcharakter“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé.
Starkes Netzwerk – klare Struktur – konkrete Hilfe
Ins Leben gerufen wurde der „KMU Runde Tisch“ im Jahr 2021 auf Initiative der IHK Saarland, gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, den saarländischen Sparkassen und Volksbanken, der Handwerkskammer sowie der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB). Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Förderperiode wurde das Unterstützungsangebot 2024 fortgeführt. „Die Idee dahinter ist klar: Wirtschaft hilft Wirtschaft. In Krisensituationen brauchen kleine Unternehmen eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle. Genau das leistet das Projekt KMU Runder Tisch – im Schulterschluss aller Partner und getragen von einem starken Vertrauensverhältnis“, so Thomé.
Wirtschaftliche Belastungen nehmen zu – Frühzeitiges Handeln entscheidend
Ausgangspunkt war die Corona-Krise. Inzwischen reiht sich Herausforderung an Herausforderung: Energiepreise, Inflation, Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten – und insbesondere die Transformation der Automobilwirtschaft – setzen gerade kleinere Betriebe unter Druck. Viele stehen vor komplexen Managementaufgaben, oft gebündelt auf nur eine oder wenige Personen.
„Die Entscheidung, gezielt für kleine Unternehmensformen ein solches Unterstützungsangebot zu schaffen, war absolut richtig. Wichtig ist, dass die Unternehmen nicht zu lange warten. Wer frühzeitig die kostenfreien Beratungen nutzt, erhöht die Chancen auf eine nachhaltige Stabilisierung deutlich“, sagt Thomé.
Krisenursachen: Liquiditätsengpässe, Managementfehler, Investitionsstau
Die Auswertung der Fälle zeigt ein klares Bild: Liquiditätsprobleme, Managementüberlastung und Investitionsstau zählen zu den häufigsten Ursachen für wirtschaftliche Schieflagen. Viele Betriebe haben ihre finanziellen Reserven aufgebraucht, notwendige Investitionen werden mangels Mittel aufgeschoben. Gleichzeitig belastet der hohe persönliche Druck auf Inhaberinnen und Inhaber zunehmend die Unternehmensführung. „Ein zentraler Mehrwert des Runden Tischs ist die neutrale Ersteinschätzung der wirtschaftlichen Lage durch erfahrene Fachleute – verbunden mit einem motivierenden Impuls zum aktiven Handeln. Dafür braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Empathie“, so Thomé.
Besonders betroffen: Handel, Dienstleistung, Handwerk und Beherbergung
Die meisten Anfragen seit 2024 kommen aus den Bereichen Handel und Dienstleistung, die mit über 70 Prozent den größten Anteil ausmachen. Handwerksbetriebe stellen rund ein Fünftel der Fälle. Auffällig ist zudem seit Jahresbeginn ein deutlicher Anstieg in der Hotellerie und Gastronomie: So wuchs der Anteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15 auf über 35 Prozent – getrieben durch steigende Kosten und sinkende Umsätze. Regional betrachtet stammen die meisten Fälle – erwartungsgemäß – aus dem Regionalverband Saarbrücken (rund 50?Prozent), gefolgt vom Landkreis Saarlouis (etwa 20?Prozent). Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei sieben Mitarbeitern.
Kontakt für Unternehmen zum „KMU Runder Tisch“:
E-Mail rundertisch@saarland.ihk.de, weitere Infos im Internet unter:
rundertisch-saarland.de oder www.saarland.ihk.de - Kennzahl 2479.
IHK-Projektbetreuer: Markus Metz (Telefon 0681 9520221), HWK-Projektbetreuer: Melanie Keipert (Telefon 0681 5809311), Darius Nadery (Telefon: 0681 5809293)
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Datum: 03.09.2025 - 16:12 Uhr
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