Für einen gerechten Frieden in Gaza: Hilfsblockade beenden, Waffenexporte stoppen!
ID: 2198442

(ots) - Ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen überreicht der Bundesregierung heute Mittag 44.255 Unterschriften für die Petition "Für einen gerechten Frieden in Gaza. Hilfsblockade beenden, Waffenexporte stoppen!". Initiiert wurde die Petition im August 2024 von CARE Deutschland e.V., IPPNW Deutschland, medico international, NRC Deutschland, Oxfam Deutschland e.V., pax christi, Deutsche Sektion e.V. und Weltfriedensdienst e.V. Sie wird unterstützt von 34 weiteren Organisationen, darunter auch die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes.
Terre des Hommes verurteilt die massenhaften und gravierenden Kinderrechtsverletzungen in Gaza auf das Schärfste und erwartet ein sofortiges Einlenken aller beteiligten Akteure. Dazu erklärt Joshua Hofert, Vorstand Kommunikation und Vorstandssprecher von Terre des Hommes: "Insbesondere die Kinder im Gazastreifen leiden unermesslich unter den Folgen von Krieg, Vertreibung und Blockade. Wir appellieren eindringlich an die Bundesregierung, endlich entschlossen zu handeln. Unbedingt gebraucht wird ein sofortiger Waffenstillstand, das Ende der Blockade und ungehinderter Zugang für humanitäre Hilfe. Jetzt ist der Moment, Kinderrechte konsequent zu schützen und sicherzustellen, dass Kinder nicht länger Opfer von Krieg und politischen Versäumnissen werden."
Bei der heutigen Übergabe der Petition an Prof. Dr. Lars Castellucci, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, betonen Therese Wenzel vom Weltfriedensdienst und Angelika Wilmen von IPPNW, dass sich die katastrophale Lage der Menschen in Gaza seit Beginn der Petition dramatisch verschlechtert habe, während die Bundesregierung die völkerrechtswidrige Kriegsführung Israels unterstütze.
Die Petition fordert von der Bundesregierung:
- sich entschiedener für einen sofortigen Waffenstillstand einzusetzen und den Schutz der Zivilbevölkerung einzufordern;
- alle Genehmigungen für den Export von Rüstungsgütern zu verweigern, wenn die Gefahr besteht, dass sie völkerrechtswidrig eingesetzt werden;
- von Israel mit deutlich mehr Druck die sofortige Beendigung der völkerrechtswidrigen Blockade und den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe einzufordern;
- wirksame Maßnahmen zu ergreifen, damit der völkerrechtswidrige Siedlungsbau durch Israel sowie Gewaltakte von Siedler*innen beendet werden;
- im Sinne des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs (https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-igh-volkerrecht-100.html) vom 19. Juli 2024 die schnellstmögliche Beendigung der völkerrechtswidrigen Besatzung einzufordern;
- die internationale Gerichtsbarkeit und die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen aktiv zu unterstützen;
- sich für die Freilassung aller Geiseln und unrechtmäßig Festgehaltenen einzusetzen;
- das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu schützen und die Kriminalisierung von grundgesetzlich geschützten Meinungsäußerungen im Zusammenhang mit Palästina/Israel zu beenden.
Unser Name "Terre des Hommes" steht für eine "Erde der Menschlichkeit". Klimawandel, Kinderarbeit, Krieg und Vertreibung - wir machen Kinder und Jugendliche stark und schützen sie mit unseren Projekten vor Gewalt und Ausbeutung. Wir leisten humanitäre Hilfe und verbessern die Lebensbedingungen von Kindern weltweit. Was uns dabei besonders wichtig ist: Wir arbeiten mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen und setzen gemeinsam mit Kindern ihre Rechte durch. Als Kinderrechtsorganisation sind wir unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien. Wir fördern derzeit über 400 Projekte für Kinder und Jugendliche in 47 Ländern.
Pressekontakt:
Verantwortlich: Terre des Hommes
Für Rückfragen und Interviews:
Wolf-Christian Ramm, 0541 / 71 01-158, c.ramm@tdh.de
Original-Content von: Terre des Hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.09.2025 - 09:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2198442
Anzahl Zeichen: 4102
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Osnabrück/Berlin
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 284 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Für einen gerechten Frieden in Gaza: Hilfsblockade beenden, Waffenexporte stoppen!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Terre des Hommes Deutschland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) am 12. Juni warnt Terre des Hommes vor erheblichen Risiken für die Rechte geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland und der Europäischen Union. Die neuen Regelungen ermöglichen unter bestimmten Vorausse
Konsum ohne Kinderarbeit - Terre des Hommes veröffentlicht Tipps für fairen Einkauf / Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni ...
Ob Früchte, Kaffee oder Gewürze, Textilien, Spielzeug oder Kunsthandwerk - in vielen dieser Dinge steckt Kinderarbeit. Berichten zufolge steckt hinter solchen Produkten die Arbeit von 138 Millionen Kindern. Etwa 54 Millionen von ihnen werden ausgebeutet, sie schuften zum Beispiel zwölf Stunden un
Jugendliche Ukrainer*innen wollen sich für die Gesellschaft ihres Landes engagieren / Zum internationalen Kindertag am 1. Juni ...
Seit vielen Jahren wachsen in der Ukraine junge Menschen unter schwierigsten Verhältnissen auf. Der russische Krieg im Donbass seit 2014, die Corona-Pandemie 2020 und der russische Überfall 2022 prägen das Leben einer ganzen Generation. Schnell wird übersehen, dass viele Jugendliche sich auch un
Weitere Mitteilungen von Terre des Hommes Deutschland e.V.
Stephan Brandner: Ausbau des Bundeskanzleramts und Gigantomanie stoppen ...
Während Bundeskanzler Merz kurz vor den Kommunalwahlen in NRW beim dortigen Landesparteitag seiner Partei feststellte, dass Deutschland und die Bürger über ihre Verhältnisse lebten und damit für seine Reformpolitik werben wollte, zeigt die Realität, dass das Bundeskanzleramt im Jahr 2026 mit d
VDI Statement zum EWI Monitoring Bericht "Mehr Pragmatismus bei der Energiewende ist der richtige Weg." ...
Adrian Willig, Direktor des Verein Deutscher Ingenieure (VDI), zu dem heute von Bundeswirtschaftsministerin Reiche vorgestellten Monitoring Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI): "Die Bundesregierung hat die richtigen Schlüsse gezogen: Die Energiewe
SoVD begleitet Sozialstaatskommission mit klarer Haltung gegen Kürzungen ...
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist von der Bundesregierung zur heutigen Sitzung der Sozialstaatskommission eingeladen worden. Im Rahmen des Stakeholder-Gesprächs bringt der SoVD seine sozialpolitische Expertise und klare Positionen in den Reformprozess ein. Vorstandsvorsitzende Michaela Engel
Bauernverband fordert 10 Sofortmaßnahmen von der Bundesregierung / Rukwied: Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren ...
Anlässlich der anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Situation der landwirtschaftlichen Betriebe hat der Deutsche Bauernverband (DBV) eine Präsidiumserklärung mit 10 Forderungen an die Bundesregierung verabschiedet, die in den nächsten 100 Tagen umgesetzt werden sollten. Der Präsident des




