Sachsen-Anhalts Schulen erteilten 2024/25 so wenig regulären Unterricht wie je zuvor
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(ots) - In Sachsen-Anhalts Schulen ist im vergangenen Schuljahr mehr regulärer Unterricht ausgefallen als je zuvor. Darüber berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Samstagausgabe) anhand einer neuen Auswertung des Linken-Landtagsabgeordneten Thomas Lippmann. Demnach konnten im vergangenen Schuljahr 8,6 Prozent des regulären Unterrichts an allgemeinbildenden Schulen nicht wie geplant stattfinden. Das ist fast dreimal so viel wie vor 20 Jahren. Im Schuljahr 2005/06 lag der Wert noch bei drei Prozent.
Die Auswertung basiert auf Daten, die Lippmann regelmäßig im Landesbildungsministerium abfragt. Als nicht regulär erteilten Unterricht zählt der frühere Lehrer sowohl Totalausfälle als auch Stunden, die aufgrund von Personalausfalls nur durch kurzfristige Klassenzusammenlegungen erteilt werden konnten. Nicht gezählt werden ordentliche Vertretungsstunden.
"Das sind riesige Dimensionen", sagte Lippmann der MZ mit Blick auf die nicht regulär erteilten Stunden. "Mittlerweile zieht sich der Unterrichtsausfall durch das gesamte Schulsystem." Den Zahlen zufolge trifft es die Förderschulen am härtesten. Dort konnten 11,6 Prozent der Stunden nicht regulär erteilt werden. "Auf zehn Jahre gerechnet ergibt das ein ganze Schuljahr, das ausfällt", warnte Ex-Gewerkschaftschef Lippmann. An den Gymnasien konnten 7,2 Prozent des Unterrichts nicht wie geplant erteilt werden. Der Grund für die Ausfälle ist der akute Lehrermangel.
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Datum: 19.09.2025 - 18:00 Uhr
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