Bund und Länder regieren aneinander vorbei
ID: 2206672

(ots) - Der Streit über die geplanten Steuererleichterungen für Pendler und Gastronomie ist ein Musterbeispiel dafür, wie sehr Bund und Länder derzeit aneinander vorbeiregieren. Die Länder haben gute Gründe, sich gegen schwarz-rote Vorhaben zu sperren: Über Jahre hinweg haben sie immer neue Aufgaben übertragen bekommen und mussten zugleich einen wachsenden Anteil der Entlastungspolitik des Bundes mitfinanzieren. Oft ohne ausreichend Mitspracherecht und ohne Kompensation. Wenn sie nun bei einem Milliardenpaket, das im Bund beschlossen wurde, den Grundsatz "Wer bestellt, zahlt" einfordern, ist das kein Starrsinn. Es sollte vielmehr eine haushalts- und steuerpolitische Selbstverständlichkeit sein. (...)
Das Scheitern der Entlastungsvorhaben wäre ein fatales Signal an Bürger und Wirtschaft. Gastronomen kämpfen vielerorts um ihre Existenz, steigende Preise und Energiekosten haben ihnen die Luft abgedrückt. Und Pendler, die täglich hohe Fahrtkosten schultern, beklagen, dass Arbeit sich mancherorts kaum noch rechnet. Diese Gruppen jetzt leer ausgehen zu lassen, wäre politisch kurzsichtig.Es geht nicht um Luxusgeschenke, sondern um Anerkennung für jene, die den Laden in schweren Zeiten am Laufen halten. inanzminister Lars Klingbeil steht deshalb in der Verantwortung, den Konflikt zu entschärfen. Er muss sich etwas einfallen lassen, um zu zeigen, dass finanzpolitische Verlässlichkeit und soziale Entlastung kein Widerspruch sind.
Pressekontakt:
Straubinger Tagblatt
Ressort Politik/Wirtschaft/Vermischtes
Markus Peherstorfer
Telefon: 09421-940 4441
politik@straubinger-tagblatt.de
Original-Content von: Straubinger Tagblatt, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.10.2025 - 18:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2206672
Anzahl Zeichen: 1765
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Straubing
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 556 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bund und Länder regieren aneinander vorbei"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Straubinger Tagblatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es geht nicht bloß um eine nüchterne Zahl, wenn der Paritätische Gesamtverband darauf hinweist, dass mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland von Armut gefährdet seien. Rund 16 Prozent der Bevölkerung. Der höchste Wert seit 2020. Besonders betroffen sind Ältere, Alleinerziehende, Alleinl
Bafög - Schon wieder Politik gegen die jungen Leute ...
Das Signal, das die Bundesregierung mit der Debatte aussendet, ist verheerend. Nachdem man zu Beginn der Legislaturperiode ein gigantisches Schuldenpaket verabschiedet hat, das kommende Generationen abstottern müssen, Rentengeschenke auf den Weg gebracht hat, die den Haushalt massiv belasten, man d
Bafög ist kein Almosen, sondern eine Lebensversicherung ...
"Kein Drama", dann geht halt arbeiten - so höhnisch tönt die Ministerin, die offenbar keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit an den Universitäten hat. Die meisten Studenten tun das längst neben ihrem Studium, das als 40-Stunden-Vollzeitjob konzipiert ist. Die Summen sind außerdem üb
Weitere Mitteilungen von Straubinger Tagblatt
Eine reale Chance auf ein besseres Leben ...
Künftig sollen Menschen, die bereit und medizinisch geeignet sind, auch anonym oder im sogenannten Überkreuzverfahren spenden dürfen. Ein medizinisch sinnvoller und ethisch verantwortbarer Fortschritt. (...) Für Betroffene, die seit Jahren auf eine Spenderniere warten, bedeutet das eine reale Ch
Geflügelwirtschaft warnt vor Frühstart der Vogelgrippe: ZDG fordert Prüfung von verpflichtenden Aufstallungen ...
Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) warnt eindringlich vor der aktuellen Situation rund um die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI). "Wir befinden uns bereits in einer frühen, aber kräftigen Phase des Ausbruchsgeschehens - betroffen sind insbesondere Legehennen-
WAZ: Polizei sieht leichte Entspannung bei Stadiongewalt ...
Im Kampf gegen Gewalt und Straftaten im Umfeld des Profifußballs in Deutschland zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. In der Saison 2024/2025 seien an Spieltagen der ersten drei Ligen insgesamt 1107 Menschen verletzt worden und damit 231 (17 Prozent) weniger als im Jahr zuvor, heißt es im neu
"nd.DerTag": Say Their Names! Kommentar zur Berichterstattung über palästinensische Opfer im Gaza-Krieg ...
Als das Martyrium der 20 noch lebenden israelischen Geiseln endlich vorbei war, als die Hamas sie dem Roten Kreuz übergab, veröffentlichten viele deutsche Medien die Namen der Männer. Sie berichteten, wo sie verschleppt worden waren und was sie vorher gemacht hatten. Auch nachdem jetzt zwei weite




