"nd.DerTag": Andauernde allgemeine Verunsicherung - Kommentar zur anhaltenden Finanzkrise bei den gesetzlichen Krankenkassen
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(ots) - Insgesamt kostet das Gesundheitswesen in Deutschland zu viel Geld und bringt kein angemessenes Ergebnis. Bis zum Facharzttermin kann es dauern für jene, die erstmals einen solchen Experten suchen. Menschen in den medizinischen Berufen sind chronisch überlastet. Insbesondere in der Hauskrankenpflege mangelt es vielen Familien an Unterstützung. Prävention zählt nicht ernsthaft als Aufgabe. Die Probleme bestehen schon lange - bisherige Veränderungen konnten kein Reformniveau erreichen. An erster Stelle die Krankenhausreform, die eigentlich auf dem Weg ist, aber noch keine Wirkung zeigt außer allgemeiner Verunsicherung.
Entsprechend ist es kein Wunder, dass zum neuen Jahr die Zusatzbeiträge etlicher Krankenkassen steigen werden. Weil auch sehr große mit vielen Versicherten darunter sind, trifft das viele Menschen. Einfach weitere Sparpakete zu planen, ist zu simpel. Schuld an den hohen Ausgaben sind sicher nicht die Krankenkassen, wie Ministerin Warken (CDU) jetzt suggeriert. Das ganze System ist schon in seinem Ursprung korporatistisch aufgestellt: Jeder, der hier Leistungen erbringt, hält die Hand auf. Ob zu Recht, darüber lässt sich trefflich streiten.
Aus linker Perspektive ist es äußerst fraglich, ob Pharma-Unternehmen mit die höchsten Renditen aller Branchen erwirtschaften müssen. Oder dass überhaupt bei der Versorgung Kranker und Pflegebedürftiger Gewinne sprudeln, die dem Gesundheitswesen entzogen werden. Wer dieses System nicht anrühren will, kann nur Patienten respektive gesetzlich Versicherte erneut zur Kasse bitten.
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Datum: 23.12.2025 - 17:58 Uhr
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