"nd.DieWoche": Ein Kredit fürs Falsche - Kommentar zur 90-Milliarden-Euro-Hilfe der EU für die Ukraine
ID: 2224736

(ots) - Neue Unterstützung für die Ukraine: Nach dem fehlgeschlagenen Versuch, russische Staatsgelder zu entwenden, hat sich die Europäische Union auf einen neuen Kredit für das angegriffene Land geeinigt. Die 90 Milliarden Euro, die Kiew in den kommenden zwei Jahren erhalten wird, sollen das Land in den Augen der EU in die "Position der Stärke" bringen. Was das genau heißen soll, kann bis heute niemand so wirklich erklären. Sicher scheint zu sein, dass die Vorstellungen in Kiew darüber und über die Verwendung der neuen Milliarden auseinandergehen dürften.
Die EU verwandelt die Ukraine mit dem Kredit endgültig in einen abhängigen Markt. Zwei Drittel der Gelder, so will es Brüssel, sind für neue Waffen gedacht. Und die, auch das will Brüssel, sollen doch bitte in Europa gekauft werden. Kiew muss sich also mit dem verteidigen, was dort hergestellt wird. Im Sinne der Ukraine ist das nur bedingt, vor allem, was die Luftabwehr betrifft.
Die Aufteilung des Kredits stellt Kiew vor ein weiteres Problem. Eigentlich ging man davon aus, die gesamten 90 Milliarden für den Haushalt verwenden zu können. Mit diesem Versprechen entwarf die ukrainische Regierung ihren Etat. Das Geld für die Waffen sollte aus anderen Quellen kommen.
Jetzt ist die ukrainische Regierung mit einem riesigen Haushaltsloch konfrontiert. Und das zu einer Unzeit, in der enorme Summen für die Wiederherstellung der Infrastruktur aufgebracht werden müssen, die so nicht eingeplant waren. Woher das fehlende Geld kommen soll, weiß niemand. Im Land befürchtet man neue Schulden und eine weiter steigende Inflation. Das sind schlechte Aussichten für die Ukraine.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.01.2026 - 18:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2224736
Anzahl Zeichen: 1909
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 425 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""nd.DieWoche": Ein Kredit fürs Falsche - Kommentar zur 90-Milliarden-Euro-Hilfe der EU für die Ukraine"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
nd.DerTag / nd.DieWoche (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Martialisches ist geplant: Auf das Treffen vom Montagabend, bei dem rund zwei Dutzend Unterstützerstaaten weitere Militärhilfen für die Ukraine beschließen wollen, soll in Paris eine Parade der französischen Streitkräfte folgen, wie es sie noch nie gegeben hat. 6800 Soldaten sollen aufmarschie
nd.DerTag: Ein Sparpaket voll schlechter Überraschungen / Kommentar zum Streichkonzert im Gesundheitswesen ...
Das GKV-Sparpaket hat die Erwartungen kaum erfüllt, selbst nicht für die Regierungskoalition oder für die Krankenkassen, um deren finanzielle Stabilität es eigentlich geht. Ganz zu schweigen von Kliniken, Arztpraxen oder Versicherten, die mit den Folgen leben müssen. Die Linke etwa will den Pro
Linke-Spitzenkandidatin: In Sachsen-Anhalt muss sich die CDU auf uns zubewegen ...
Die Linke-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, wäre bereit, mit der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze zu kooperieren, "um die AfD von den Schalthebeln der Macht fernzuhalten". Das sagte von Angern der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "nd.Der
Weitere Mitteilungen von nd.DerTag / nd.DieWoche
Land NRW dringt auf Abschiebestopp für Iraner / Berlins Justizsenatorin Badenberg: Druck auf Teheran maximieren ...
Das Land Nordrhein-Westfalen dringt angesichts des brutalen Vorgehens gegen Protestierende in Iran auf einen Abschiebestopp in das Land. "Um Regimegegner vor einer Verfolgung in Iran zu schützen, liegt es nun am Bund, entsprechende Maßnahmen umzusetzen", sagte eine Sprecherin von NRW-FlÃ
Europas Etappensieg ...
Die Europäer haben bei ihrem Streit mit der US-Regierung um Grönland immerhin einen Etappensieg errungen. Den Erfolg haben sie weniger ihrer Sprache der Macht zu verdanken, sondern einem unerwarteten Bündnispartner: der US-Bevölkerung. Sie ist gegen einen Zwist mit den europäischen Nato-Alliier
Trump will die Kontrolle über Grönland / Die Europäer hätten in seiner ersten Amtszeit besser gut hingehört statt zu lachen. Jetzt ist es vielleicht zu spät. ...
Man muss konstatieren, dass der Mangel an strategischer Voraussicht in Europa diesen Streit überhaupt erst möglich gemacht hat. Dass infolge des Klimawandels das Eis der Arktis taut und daher mehr Schiffsverkehr über die Transarktis-Passage möglich werden wird, ist nicht erst seit gestern bekann
Legal-Tech-Trends 2026 ...
Karlsruhe, 15.1.2026 - Die Legal-Tech-Trends des Jahres 2026 machen deutlich, dass die Rechtsbranche vor einem grundlegenden Wandel steht: Routinetätigkeiten werden zunehmend in den Hintergrund gedrängt, da sie automatisiert oder von KI übernommen werden. Gleichzeitig gewinnen neue Kompetenzen an




