Deutsche Umwelthilfe begrüßt EU-Initiative für Förderungs-Stopp von Sojadiesel: "Agrokraftstoffe müssen im nächsten Schritt komplett aus der Förderung"
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(ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die Gesetzesinitiative der EU-Kommission, nach der Sojadiesel künftig aus der Förderung als erneuerbarer Kraftstoff nach der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) ausgeschlossen wird. Auf EU-Ebene soll Soja nun offiziell als Rohstoff mit hohem Risiko indirekter Landnutzungsänderungen und hoher Expansion in kohlenstoffreiche Gebiete eingestuft werden. Damit folgt Soja dem bereits 2019 von der EU gleichermaßen eingestuften Palmöl. Deutschland ist infolge dieser Einstufung 2023 aus der Förderung von Palmöldiesel ausgestiegen.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH: "Gemeinsam mit vielen weiteren Umweltverbänden haben wir jahrelang darauf gedrängt. Nun hat die EU-Kommission die Folgen des zunehmenden Sojaanbaus endlich neu bewertet. Der Sojaanbau ist massiv mit Entwaldung, Biodiversitätsverlust, Menschenrechtsverletzungen und hohen CO2-Emissionen verbunden. Die global steigende Nachfrage nach Sojaöl für Agrokraftstoff trägt dazu bei, dass der Amazonas-Regenwald schon heute am Rande irreversibler Kipppunkte steht. Diese Risiken sind seit Jahren bekannt. Wir begrüßen, dass die EU-Kommission endlich die richtigen Konsequenzen zieht und fordern jetzt eine schnelle Umsetzung."
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH: "Der geplante Ausschluss von Soja aus der Agrokraftstoff-Förderung ist ein längst überfälliger Erfolg für Umwelt und Klima. Agrokraftstoffe sind keine saubere Lösung für den Verkehrssektor. Der nächste logische Schritt ist, Agrokraftstoffe insgesamt aus der Förderung zu nehmen. Denn ihre Nutzung blockiert echte Klimaschutzmaßnahmen, geht mit enormem Flächen- und Ressourcenverbrauch einher und verlängert die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor. Die Förderung muss vollständig auf emissionsfreie Antriebe ausgerichtet werden. Die Zukunft des Verkehrs ist elektrisch: Der Bundestag muss die Förderung sogenannter alternativer Kraftstoffe im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote in den kommenden Wochen neugestalten. Wir fordern die Abgeordneten auf, diese Chance zu nutzen und die Förderung von Agrokraftstoffen vollständig zu beenden."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3949170, resch@duh.de
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
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Datum: 23.01.2026 - 11:40 Uhr
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