Neue Mobilitätslösungen durch Elektromobilität
ID: 222675
Neue Mobilitätslösungen durch Elektromobilität
- Deutsche Bahn und Toyota kooperieren
- Förderprojekt "BeMobility" eröffnet Erprobungsplattform
Der Toyota Prius Plug-In Hybrid besitzt eine elektrische Reichweite von 20 Kilometern. In diesem Modus kann das Fahrzeug auf bis zu 100 km/h Spitzengeschwindigkeit beschleunigt werden.
Möglich wird dies durch die Verwendung einer 5,2 kWh Lithium-Ionen-Batterie. Neben der hybridtypischen Bremsenergie-Rückgewinnung kann diese auch extern aufgeladen werden. Dazu genügen 90 Minuten an einer haushaltsüblichen 230 Volt-Steckdose. "Durch die Möglichkeit größere Anteile der täglichen Fahrten rein elektrisch zurückzulegen, reduziert sich der CO2-Ausstoss des Prius Plug-In Hybrid gegenüber dem normalen Prius von 89 Gramm je Kilometer auf 59 Gramm im europäischen Testzyklus. Das entspricht einem Benzinverbrauch von nur noch 2,6 Litern", hebt Koei Saga, Managing Officer Toyota Motor Corporation, die Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs hervor. "Neben der batterieelektrischen Reichweite von rund 20 Kilometern bietet der Toyota Prius Plug-In Hybrid die Qualität eines leistungsstarken Vollhybriden. Somit kann der Nutzer von rein batterieelektrischer Mobilität profitieren und im Bedarfsfall die Reichweite deutlich erhöhen", fügt Saga hinzu.
Der Feldversuch findet im Rahmen von BeMobility - einem Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin-Potsdam - statt. In der heute eröffneten Erprobungsplattform, auf dem Gelände des Europäischen Energie Forums (EUREF), wo zukünftig die technische Erprobung und Umsetzung vernetzter Verkehrssysteme erfolgt, wurden die Fahrzeuge übergeben. Zunächst werden hier innovative Systeme entwickelt, die eine integrierte Buchung und Nutzung von öffentlich zugänglichen Elektroautos sowie öffentlichen Verkehrsmitteln erlauben.
Ziel von BeMobility ist es, gemeinsam mit den Partnern Deutsche Bahn, Bosch, Contipark, DAI-Labor (TU Berlin), HaCon, dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ), RWE, SOLON, Vattenfall Europe und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, die CO2-freie Mobilität im urbanen Umfeld durch vernetzte Systeme und die Verknüpfung von Elektromobilität mit Schiene und Straße zu realisieren. Der vergleichsweise gut ausgebaute Öffentliche Verkehr in der Hauptstadtregion soll durch elektrisch betriebene Fahrzeuge so ergänzt werden, dass die Kunden nicht nur uneingeschränkt mobil sind, sondern auch ein Beitrag für geringere Emissionen in der Stadt geleistet wird. Weil an den Ladesäulen nur regenerativ erzeugter Strom angeboten wird, können CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden.
Ingeborg Junge-Reyer, Bürgermeisterin der Stadt Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung: "Es freut mich, dass die Deutsche Bahn und Toyota sich für Berlin entschieden haben. Denn Elektromobilität hat Zukunft in Berlin. Wir brauchen frische Ideen für nachhaltige und umweltfreundliche Verkehrssysteme. Elektronisch betriebene Fahrzeuge können zukünftig die Schadstoff- und Lärmbelastungen erheblich reduzieren und leisten einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität in einer Stadt. Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Wenn wir der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen wollen, müssen wir jetzt handeln. In Berlin gibt es bereits 70 Batterieladestationen. Damit nehmen wir eine Vorreiterrolle als Zukunftslabor für Elektromobilität ein."
Weitere Informationen zum Projekt BeMobility gibt es im Internet unter http://www.bemobility.de/site/bemobility/de/start.html, Informationen zur Anmeldung und Nutzung der Elektrofahrzeuge unter www.dbcarsharing.de
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Datum: 05.07.2010 - 20:47 Uhr
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