Milliarden futsch! Nikotin Pouches: Legalisieren, regulieren, besteuern - statt Graumarkt
ID: 2227391
Eine neue Steuerschätzung (https://consumerchoicecenter.org/wp-content/uploads/2026/01/NPTC_DE.pdf) des Consumer Choice Center zeigt: Würden Nikotin Pouches legal verkauft und sauber besteuert, könnte der Staat jährlich hunderte Millionen Euro einnehmen - im Wachstumsfall sogar knapp 1 Milliarde Euro pro Jahr.
"Deutschland schaut beim Graumarkt zu - und lässt Milliarden liegen. Das ist komplett absurd", sagt Fred Roeder, Co-Autor der Analyse. "Wer Jugendschutz ernst meint, muss den Markt aus der Schattenzone holen: legalisieren, regulieren, besteuern."
"Wir haben hier einen realen Markt mit realen Konsumenten - aber ohne klare Regeln und ohne Steuereinnahmen", ergänzt Bill Wirtz, Co-Autor. "Das kann sich Deutschland angesichts knapper Kassen schlicht nicht leisten."
Die Zahlen: So viel Geld geht dem Staat durch die Lappen
- 2026: 311-368 Mio. EUR möglich (je nach Steuersatz-Szenario)
- 2027: 466-552 Mio. EUR
- 2028: 629-745 Mio. EUR
- 2029: 754-894 Mio. EUR
- Kumuliert 2027-2029: 1,85-2,2 Mrd. EUR Steuerausfall, solange der Markt weitgehend illegal bleibt
Was könnte man mit dem Geld machen?
Allein 2027 (466-552 Mio. EUR) ließen sich einige staatliche Leistungen finanzieren - z. B. rund 31-37 % des jährlichen Bundeszuschusses zum Deutschlandticket (1,5 Mrd. EUR/Jahr).
Oder 20 bis 90 Kilometern Autobahn-Neu- oder Ausbau (je nach Gelände und Komplexität; 6-20 Mio. EUR/km).
Der Trend: Weniger Zigaretten - mehr Alternativen
Deutschland erlebt seit Jahren einen Rückgang im langfristigen Zigarettenkonsum. 2025 wurden 66,4 Mrd. Zigaretten versteuert (nur +0,2 % zu 2024) - aber weit weniger als 1991 (146,5 Mrd.). Pro Kopf waren es 795 Zigaretten (1991: 1.831). Gleichzeitig steigen die Alternativen: Die versteuerten Tabak-Substitute (z. B. Liquids für E-Zigaretten) lagen 2025 bei 1,5 Mio. Litern - +18,2 % zum Vorjahr.
Fazit: Graumarkt beenden - Jugendschutz durchsetzen - Steuern einnehmen
Die Studie bringt es auf den Punkt: "Deutschland kann den Graumarkt nicht wegignorieren."
Das Consumer Choice Center fordert einen klaren Rechtsrahmen mit drei Eckpfeilern:
1. Legalisierung & Zulassungspfad (Produktmeldung, Inhaltsstoffregeln, Marktüberwachung)
2. Strikter Jugendschutz (Verkauf 18+, Altersverifikation auch online, harte Sanktionen)
3. Nikotinstärke begrenzen & besteuern (z. B. max. 20 mg pro Pouch + Steuer und MwSt.)
Methodik: Die Kalkulation basiert u. a. auf 1,5 Mio. Nutzern (2026), 8 Pouches pro Tag, Preis 6 EUR pro Dose, 19 % MwSt. sowie Steuersatz-Szenarien nach Schweden/Italien/Österreich.
Studie: "NIKOTIN POUCHES: Legalisieren, regulieren, besteuern - statt Graumarkt und Steuerausfall" (Autoren: Fred Roeder, Bill Wirtz). (https://consumerchoicecenter.org/wp-content/uploads/2026/01/NPTC_DE.pdf)
Pressekontakt:
Consumer Choice Center - media@consumerchoicecenter.org
Weitere Informationen: www.consumerchoicecenter.org
Original-Content von: Consumer Choice Center, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.01.2026 - 07:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2227391
Anzahl Zeichen: 3577
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 175 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Milliarden futsch! Nikotin Pouches: Legalisieren, regulieren, besteuern - statt Graumarkt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Consumer Choice Center (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung plant Entlastungen für Bürger durch einen temporären Tankrabatt und steuerfreie Arbeitgeberzahlungen. Zur Gegenfinanzierung soll die Tabaksteuer dauerhaft steigen. Kritik daran kommt vom Consumer Choice Center (CCC), einer gemeinnützigen Verbraucherorganisation, die sich für
Schwarzmarkt-Geschenk statt Bundeshaushalt: 1,5 Milliarden Euro Steuer-Ausfall durch E-Zigaretten-Verbote ...
Während der Bundeshaushalt unter massivem Spardruck steht, riskiert die Politik sehenden Auges weitere Milliardenausfälle. Mit einer Aktion am Brandenburger Tor - dem symbolischen Abriss eines Sozialbaus - warnt das Consumer Choice Center (CCC) heute: Geplante Verbote von Einweg-E-Zigaretten und A
Einweg-E-Zigaretten-Verbot ist reine Symbolpolitik ...
Das von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) angestrebte Verbot (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/verbot-e-zigaretten-schneider-100.html) von Einweg-E-Zigaretten stößt beim Consumer Choice Center (CCC) auf deutliche Kritik. Laut dem CCC handelt es sich um reine Symbolpolitik,
Weitere Mitteilungen von Consumer Choice Center
Deutsches KI-Unternehmen LiveEO startet eigene Satellitenkonstellation zur Überwachung kritischer Infrastruktur ...
Das deutsche Technologieunternehmen LiveEO startet eine eigene Satellitenkonstellation zur Überwachung kritischer Infrastruktur und setzt damit einen Meilenstein für den kommerziellen Raumfahrtstandort Deutschland. Mit der Mission schließt das Unternehmen eine zentrale Lücke im europäischen Mar
Bundesverwaltungsgericht stärkt Gewässerschutz: Deutsche Umwelthilfe fordert unverzüglich rechtskonforme Düngeregeln ...
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Januar 2026 zur Klage bayerischer Landwirte gegen die Ausweisung sogenannter roter Gebiete. Landwirte hatten geklagt, weil sie die bisherigen Regeln zur Abgrenzung nitratbelasteter Gebiete in der Düngeverordnu
Rechtsgutachten kritisiert EU-Gesetzentwurf: Abschaffung von Pestizid-Schutzstandards ist rechtswidrig ...
- EU-Kommission will regelmäßige Risikobewertungen für Ackergifte wie Glyphosat abschaffen - Gutachten: "Omnibus"-Gesetzespaket verstößt gegen EU-Schutzstandards und Urteil des EuGH - Umwelt- und Verbraucherorganisationen fordern: Bundesregierung muss Pläne im EU-Rat am 2. Febr
Die Rostschutzklinik erhält den European Innovation Award / Die Auszeichnung erfolgte am 19. Januar 2026 in Stuttgart in der Kategorie Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt - erstmals in Europa ...
Die Rostschutzklinik mit Sitz in Freiberg am Neckar ist mit dem European Innovation Award in der Kategorie Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt ausgezeichnet worden. Erstmals in Europa wurde damit ein fahrzeugbezogenes Korrosionsschutz-System prämiert. Ausgezeichnet wurde das System [RSK] Protec




