Konsequent gegen Gewalt im Alltag
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(ots) - Die am 10. Februar veröffentlichte Dunkelfeldstudie "Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag" (LeSuBiA) zeigt in dramatischer Deutlichkeit: Gewalt in Deutschland ist massiv - und bleibt in der überwältigenden Mehrheit unangezeigt. Frauen, junge Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und LSBTIQ*-Personen sind besonders betroffen.
Jasmina Hostert, Sprecherin der AG BFSFJ:
"Die SPD-Bundestagsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf: Wenn 19 von 20 Gewalttaten in Partnerschaften nicht angezeigt werden, ist das kein individuelles Schweigen, sondern ein strukturelles Versagen. Betroffene brauchen Schutz und Täter müssen konsequent verfolgt werden.
Wir unterstützen deshalb das geplante Gewalthilfegesetz für ein bundeseinheitliches, verlässliches Schutzsystem, den konsequenten Ausbau von Frauenhäusern, Schutzräumen und Hilfestrukturen, verpflichtende Fortbildungen für Polizei und Justiz zu partnerschaftlicher und digitaler Gewalt, stärkere Prävention in Schulen, Jugendeinrichtungen und im digitalen Raum.
Die Studie belegt erneut, dass Gewalt immer auch Ausdruck struktureller Ungleichheit ist. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich deshalb für verstärkte Maßnahmen gegen Sexismus, Rollenbilder und digitale Gewalt ein. Dass Jugendliche und junge Erwachsene - überwiegend Frauen - überdurchschnittlich häufig Opfer von Belästigung, digitaler Gewalt und K.O.-Tropfen werden, ist ein Warnsignal: Gewalt darf kein Bestandteil des Aufwachsens sein. Schutz beginnt nicht erst, wenn Gewalt passiert - sondern bevor sie entsteht.
Gewalt ist kein privates Problem, sondern ein Angriff auf Sicherheit, Freiheit und Gleichstellung. Die SPD-Bundestagsfraktion wird die Studienergebnisse nutzen, um den Schutz vor Gewalt in Deutschland grundlegend zu stärken - für alle Menschen."
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Datum: 10.02.2026 - 16:06 Uhr
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