Landwirtschaftministerium zerstört den regulierten Markt für E-Zigaretten / Bewertung der Risiken basiert auf dünner Datenlage / Unabsehbare Folgen weit über den Gesundheitsbereich hinaus erwartet
ID: 2231553
Unzureichende Datenlage - dünne Argumentation
Dass seine Einschätzung der Risiken - benannt werden Leber- und Nierenschäden - auf Daten von niedriger Qualität basiert, räumt das BfR selbst ein. So wurden zur Argumentation Studien an Nagetieren herangezogen, in denen die "Cooling Agents" oral aufgenommen wurden. Eine entsprechende Übertragbarkeit auf menschliche E-Zigarettenraucher erscheint somit nicht nur auf den ersten Blick fraglich. Das BfR weist in einer Mitteilung von Dezember 2024 darauf hin, dass Menthol vielfach bei Arzneimitteln zum Einsatz kommt. Nutzer von mit Menthol aromatisierten E-Zigaretten könnten laut BfR daher den Eindruck gewinnen, diese wären ihrer Gesundheit besonders zuträglich. Nach dieser Logik wäre zu überlegen, ob nicht auch Alkoholmischgetränke mit Zitrusaroma und Süßigkeiten mit Obstgeschmack vom Markt genommen werden sollten, damit sie nicht unter dem Eindruck konsumiert werden, sie wären besonders gesund.
Unerwünschter Strukturwandel
Der Markt für E-Zigaretten in Deutschland ist vielfältig und etabliert, wovon sich jeder durch professionelle Beratung im Fachhandel oder beim Besuch im nächsten Kiosk leicht selbst überzeugen kann. Wenn die Produkte von einen Tag auf den anderen nicht mehr an der Ladentheke verfügbar sind, werden Konsumenten sich nach alternativen Quellen umsehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die organisierte Kriminalität den Markt, den die Bundesregierung mutwillig zerstört, unter Umgehung von Regulierungsbehörden und steuerlicher Erfassung wiederaufbaut, ist groß. Es ist absehbar, dass insbesondere die große Menge jugendlicher E-Zigarettenkonsumenten zukünftig kriminellen Strukturen ausgeliefert wird, was den Anspruch des Jugendschutzes ad absurdum führt.
Eine gut begründete Entscheidung?
Es gibt keine gesundheitlichen Richtwerte, ab wann das Einatmen von Menthol oder anderer "Cooling Agents" für Menschen gesundheitsschädlich wird. Die Qualität zugrundeliegender Daten ist niedrig und das BfR selbst mahnt mehrfach eindringlich entsprechende Forschungsarbeit an. Es stellt sich die Frage, ob eine so weitreichende Entscheidung, deren Konsequenzen kaum absehbar sind und die voraussichtlich in vielen gesellschaftlichen Bereichen spürbar werden, auf dieser Basis so eilig über das Knie gebrochen werden sollte.
Pressekontakt:
Prof. Dr. Knut Kröger
info@thrombose-initiative.de
Original-Content von: Thrombose Initiative e.V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.02.2026 - 09:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2231553
Anzahl Zeichen: 3410
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 208 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Landwirtschaftministerium zerstört den regulierten Markt für E-Zigaretten / Bewertung der Risiken basiert auf dünner Datenlage / Unabsehbare Folgen weit über den Gesundheitsbereich hinaus erwartet"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Thrombose Initiative e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Im Juni dieses Jahres legte das Bundesfinanzministerium einen Referentenentwurf zur Änderung des Tabaksteuergesetzes vor, der der Presse in Auszügen bekannt wurde. In diesem Zusammenhang betonte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck in einem Interview mit dem Handelsblatt die B
Forum Gesundheit: Ja zur Erhöhung der Tabaksteuer - aber bitte zielgenau ...
Zur positiven Lenkungswirkung weg von der klassischen Zigarette und hin zu risikoreduzierten Alternativen, bedarf es einer schadensadaptierten Besteuerung. In der aktuellen politischen Diskussion um eine Erhöhung der Tabaksteuer plädieren die ärztlichen Mitglieder der Expertengruppe "Forum
Aromaverbot - E-Zigaretten im Visier des Gesetzgebers / Expertengruppe warnt vor unbeabsichtigten negativen Effekten auf das Gesundheitssystem ...
Eine neue Verordnungsvorlage des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sieht vor, 13 Zusatzstoffe in E-Zigaretten zu verbieten, darunter auch Menthol. Dies kommt einem Verbot der E-Zigarette selbst gleich. Eine interdisziplinäre Expertengruppe aus Ärzten der Fachric
Weitere Mitteilungen von Thrombose Initiative e.V.
„Einfach Immo“ klärt auf – Zinsen sind nicht das Problem: Wie falsche Finanzierungslogik Vermögensaufbau ausbremst ...
Viele angehende Anleger sehen hohe Zinsen als größtes Hindernis für den Einstieg in den Immobilienmarkt. Unsicherheit und falsche Annahmen führen oft dazu, dass Entscheidungen immer weiter aufgeschoben werden. Die Immobilienexperten Mark Stühler, Geschäftsführer der Einfach Immo GmbH, und Luc
Maxim Dorn von der ADG Seniorenservice GmbH über Pflege als Beruf mit Zukunft: Warum gute Arbeitsbedingungen wichtiger sind als schöne Worte ...
Sinnstiftend, gesellschaftlich unverzichtbar und menschlich erfüllend: Wo die Pflege auf den ersten Blick noch als äußerst reizvolles Berufsfeld erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen fast überall ein ständiger Kampf mit engen Zeitfenstern, dauernd wechselnden Dienstplänen und einer A
Orthopädische Spezialklinik für Knie und Hüfte nahe Bielefeld, Osnabrück und Hameln ...
Die Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen ist eine renommierte Fachklinik für Orthopädie mit einem klaren Schwerpunkt auf Gelenkchirurgie. Als Teil der Mühlenkreiskliniken hat sie sich insbesondere in der Endoprothetik von Knie- und Hüftgelenken einen exzellenten Ruf erarbeitet. Die Klinik s
Kostenfreie Therapieprüfung: Personalisierte Immuntherapie mit dendritischen Zellen ...
Eine Krebsdiagnose stellt Betroffene und ihre Familien vor große medizinische und emotionale Herausforderungen. Neben etablierten Standardtherapien suchen viele Patientinnen und Patienten nach ergänzenden immunologischen Therapieansätzen, die individuell geprüft werden können. Das Kompetenzn




