Kommentar von "nd.DerTag" zur US-Politik gegen Kuba
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(ots) - Der Zusammenfall der Ereignisse am Montagabend lässt nichts Gutes erahnen: landesweiter Stromausfall in Kuba und Kampfansage aus den USA. Während Kuba das halbe Dutzend Totalausfälle bei der Elektrizität seit Oktober 2024 voll machte, verkündete US-Präsident Donald Trump in Washington: Er glaube, dass er "die Ehre haben werde", Kuba "in irgendeiner Form zu übernehmen" oder zu "befreien". "Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts."
Es ist offensichtlich, dass Washington zum letzten Gefecht bläst, dass Trump, sein Außenminister Marco Rubio und sämtliche Falken davon ausgehen, dass mit der Ölblockade der "Erdrosselungspunkt" gefunden wurde, mit dem das sozialistische Kuba 67 Jahre nach der Revolution Fidel Castros endlich in die Knie gezwungen werden kann.
Während der Erdrosselungsvorgang läuft, wird verhandelt. Am Montag kündigte die kubanische Regierung an, dass sie ihren im Ausland lebenden Bürgern Investitionen in private Unternehmen auf der Insel gestatten werde. Die Regierung in Havanna ist zu vielen Zugeständnissen bereit, wenn sich dadurch eine Verbesserung der katastrophalen wirtschaftlichen Lage ergibt - das hatte Raúl Castro einst bei seinem Dialog mit Barack Obama ab 2015 gezeigt. Doch der fand im gegenseitigen Einvernehmen darüber statt, dass die kubanische Bevölkerung von der wirtschaftlichen Öffnung profitieren sollte. Trump und Rubio geht es um ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen und die ihrer Kompagnons. Sie werden versuchen, sie um jeden Preis durchzusetzen - mit oder gegen die kubanische Regierung. Die kubanische Revolution steht an einer Weggabelung - mit offenem Ausgang.
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Datum: 17.03.2026 - 17:32 Uhr
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