Lösegeld ist keine Lösung: 64 % der KMU können Daten nach Ransomware-Angriff trotz Zahlung nicht

Lösegeld ist keine Lösung: 64 % der KMU können Daten nach Ransomware-Angriff trotz Zahlung nicht oder nur teilweise wiederherstellen

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(ots) - Ransomware ist längst kein Konzernproblem mehr: In Deutschland richten sich inzwischen laut polizeilicher Kriminalstatistik (https://www.fzi.de/2025/10/08/cybersicher-lagebild-2025-cyberbedrohung-fuer-kmu-auf-rekordhoch/) rund 80 Prozent aller bekannten Ransomware-Angriffe gegen kleine und mittlere Unternehmen. KMU sind auch entsprechend sensibilisiert: Aus ihrer Sicht stellen der externe Zugriff auf Kunden- oder interne Daten (37 %) sowie jegliche Gefährdung von Unternehmensdaten (36 %) die größten Risiken bei Cyberangriffen dar. Das zeigt der aktuelle Cyber Readiness Report (https://www.hiscox.de/research/hiscox-cyber-readiness-report/) des Spezialversicherers Hiscox.

Die häufigsten Gründe für die Entscheidung, Lösegeld nach einem Ransomware-Angriff zu zahlen, sind fehlende oder unvollständige Backups, akuter Zeitdruck durch komplette Betriebsstillstände oder Angst vor der Veröffentlichung sensibler Daten. Die Zahlung von Lösegeld ist jedoch hoch riskant und führt häufig nicht zum Ziel: Von denjenigen KMU in Deutschland, die Lösegeld gezahlt haben, konnten 37 % ihre Daten nur teilweise und 27 % gar nicht wiederherstellen.

Klemens Lemke, Underwriting Manager Cyber bei Hiscox Deutschland, erklärt darüber hinaus: "Wir raten entschieden davon ab, im Ransomware-Fall Lösegeld zu zahlen. Die Erfahrung zeigt: Selbst nach einer Zahlung bleiben Daten sehr häufig verloren, Systeme müssen neu aufgebaut werden und das Risiko weiterer Angriffe steigt. Unser Ansatz ist daher ein anderer - starke Prävention, schnelle Incident Response und professionelle technische Hilfe im Ernstfall. Eine Cyberversicherung ist dabei ein zentraler Baustein für Unternehmen: Sie schützt nicht nur vor finanziellen Folgen wie Schadenersatzforderungen oder Betriebsunterbrechungen, sondern bietet vor allem umfassende Service- und Assistance-Leistungen. Über eine Krisenhotline erhalten betroffene Unternehmen im Schadenfall sofort Zugang zu spezialisierten IT-Experten und Forensikern, die bei der Analyse des Angriffs, der Wiederherstellung von Daten und den nächsten notwendigen Schritten unterstützen. So sorgt eine Cyberversicherung vor allem für schnelle, professionelle Hilfe in einer akuten Krisensituation."



Über die Studie:

Der internationale Hiscox Cyber Readiness Report (CRR) liefert jährlich seit 2016 ein aktuelles Bild der Cyber-Bereitschaft von Organisationen und bietet eine Blaupause für Best Practices im Kampf gegen eine sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung. Der CRR 2025, der vom Marktforschungsinstitut Wakefield Research im Auftrag von Hiscox durchgeführt wurde, basiert auf einer internationalen Befragung von 5.750 Expertinnen und Experten, die für die Cyber-Sicherheitsstrategie ihres Unternehmens verantwortlich sind. Befragt wurden Führungskräfte wie Geschäftsführer, Abteilungsleiter, IT-Manager und andere wichtige Fachleute, aber auch Selbstständige. In diesem Jahr wurde der Fokus erstmals auf kleine und mittlere Unternehmen gelegt und eine repräsentative Auswahl von Unternehmen bis 250 Mitarbeitende aus verschiedenen Branchen befragt. Die Teilnehmenden stammen aus den folgenden Ländern: Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich, der Republik Irland, Frankreich, Spanien und Portugal, was diesen Report zu einem der umfassendsten und meistbeachteten seiner Art macht. Die Befragungen für den CRR 2025 wurden zwischen dem 29. Juli und dem 8. August 2025 durchgeführt.

Weitere Informationen zum Hiscox Cyber Readiness Report 2025 finden Sie online unter:

www.hiscox.de/research/hiscox-cyber-readiness-report/

Über Hiscox

Hiscox ist ein internationaler Spezialversicherer mit einem auf die Absicherung beruflicher Risiken, privater Vermögenswerte und Spezialrisiken fokussierten Versicherungsportfolio. Gegründet vor über 125 Jahren ist das Unternehmen an der London Stock Exchange notiert (LSE:HSX) und hat Büros in vierzehn Ländern. Kunden mit hochwertigem Privatbesitz bietet Hiscox Versicherungen mit einer umfassenden Allgefahrendeckung, insbesondere für Kunst, wertvollen Hausrat, Ferienhäuser und Oldtimer sowie Lösegeldversicherungen. Für Kunstsammlungen und Kunstausstellungen bietet Hiscox spezielle Konzepte an. Für Geschäftskunden bietet Hiscox branchenspezifische Vermögensschadenhaftpflicht-, D&O- und Cyberversicherungen, die auf mittelständische Dienstleistungsunternehmen zugeschnitten sind. Hier konzentriert sich Hiscox auf die IT-, Medien-, Telekommunikations- sowie Unternehmensberatungsbranche. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hiscox.de

Pressekontakt:

Hiscox
Leo Molatore
Bernhard-Wicki-Str. 3
80636 München
+49 (0) 89 54 58 01 566
leo.molatore@hiscox.com
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

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Eva-Maria Gose-Fehlisch
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