Der Achtstundentag sollte flexibler werden
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(ots) - Der Achtstundentag ist eine wertvolle Errungenschaft. Aber er stammt eben aus den ausgefochtenen Kämpfen des 19. und 20. Jahrhunderts. Jetzt hat sich die Arbeitswelt gewandelt, nicht jeder arbeitet mehr am Fließband. Es gibt neue Herausforderungen, deswegen sollte die bisherige Regelung an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden - was nicht heißt, die Verdienste von Kämpfern für Arbeitnehmerrechte abzuschaffen. Im Gegenteil, an einer maximalen Wochenarbeitszeit sollte im Sinne des Gesundheitsschutzes unbedingt festgehalten werden.Die Schärfe, mit der Union und SPD, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften die Diskussion zuletzt geführt haben, sollte einem Geist des Kompromisses weichen: Vielleicht kann eine Flexibilisierung der Arbeitszeit daran gekoppelt werden, dass die Arbeitszeiterfassung, die ohnehin schon Pflicht wäre, endlich für alle einheitlich elektronisch erfolgt. Oder es wird Betriebsräten beziehungsweise ganzen Branchen erlaubt, die für ihren Bereich passenden Lösungen miteinander auszuhandeln. Das Arbeitszeitgesetz könnte ein Arbeitsbereich sein, in dem die Bundesregierung diesen Sommer ihre Reformfähigkeit unter Beweis stellt.
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Datum: 15.05.2026 - 19:03 Uhr
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