Oxycodon - Ein Angriff auf die Schmerzzentrale
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Oxycodon - Ein Angriff auf die Schmerzzentrale
Mittel der Wahl bei starken und sehr starken Schmerzen sind Medikamente aus der Gruppe der Opioide, zu denen auch der Wirkstoff Oxycodon zählt. Sie werden bei Tumorschmerzen, postoperativen Schmerzen, Kolikschmerzen und nach Unfällen eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind starke Schmerzen des Bewegungsapparates wie bei Arthrose, Osteoporose oder rheumatoide Arthritis.
Oxycodon ist ein hochpotentes Opioid. Seine Wirkung ist deutlich stärker als die des Morphins, das unter den opioiden Schmerzmitteln als Goldstandard für den schmerzstillenden Effekt dieser Arzneistoffklasse gilt. Wie alle Opioide dämpft Oxycodon das Schmerzempfinden, indem es die Weiterleitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem bremst. Dieser Effekt kommt durch eine Aktivierung der Opioidrezeptoren im Gehirn und Rückenmark zustande, die Teil des körpereigenen schmerzhemmenden Systems sind.
Opioide sind bei vielen Schmerzen unerlässlich für eine erfolgreiche Therapie. In der Praxis werden sie allerdings oft zu wenig eingesetzt. Hauptgrund dafür ist die Angst vor einer Opioid-Abhängigkeit. Dabei ist die Suchtgefahr bei ordnungsgemäßer Anwendung (Einhaltung der individuell ermittelten Dosierung und des vorgeschriebenen Zeitplans) nur sehr gering.
Auch mögliche Beeinträchtigungen durch typische Opioid-Nebenwirkungen wie Verstopfung und Übelkeit können heute durch eine entsprechende Begleitmedikation deutlich reduziert werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Psychotherapie oder Krankengymnastik in die Behandlung starker Schmerzen einzubeziehen.
Oxycodon wurde 1998 in Deutschland eingeführt. Aktuell liegt sein gesamtes Umsatzvolumen nach Angaben des unabhängigen Marktforschungsinstituts INSIGHT Health bei 110,6 Mio. Euro. Das erste Generikum wurde 2007 auf den Markt gebracht. Derzeit halten die preisgünstigen Oxycodon-Generika einen Marktanteil von rund 54 Prozent nach Umsatz.
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Datum: 12.07.2010 - 18:33 Uhr
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