Austritte aus Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt nach Kontroverse über AfD
ID: 2267911

(ots) - Nach der Kontroverse in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) über den Umgang mit der AfD verzeichnet die Gewerkschaft in Sachsen-Anhalt mehrere Austritte. Sie lägen "im niedrigen zweistelligen Bereich", sagte Vize-Landeschefin Nancy Emmel der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe). Seit Tagen gibt es Streit um einen Text des Vize-Bundesvorsitzenden Sven Hüber in einer GdP-Mitgliederzeitschrift, in dem er vor einer "Machtergreifung" der AfD in Sachsen-Anhalt warnte.
"Gegen Verfassungsfeinde tritt man als Polizeibeamter ganz persönlich an, weil der geleistete Schwur es genauso vorsieht", schrieb Hüber in dem Text. "Eine AfD-Machtergreifung entbindet keinen Beamten von seinem Eid auf den Schutz der Verfassung, im Gegenteil." Mit Blick auf eine mögliche AfD-Landesregierung erinnerte Hüber seine uniformierten Kollegen in dem Text auch an die sogenannte Remonstrationspflicht: Beamte müssen ihren Vorgesetzten melden, wenn sie eine Dienstanweisung für rechtswidrig halten.
In Teilen der GdP sorgt der Vorstoß seit Tagen für Unruhe, auch in Sachsen-Anhalt. Es gebe Polizisten, die den Text als Anti-AfD-Wahlempfehlung lesen würden, sagte Emmel dem Blatt. "Wir sind politisch neutral und schreiben Kollegen nicht vor, wen sie zu wählen haben", betonte sie. In anderen Regionen Deutschlands hatte es ebenfalls Kritik gegeben. "Wir betreiben keine parteipolitische Erziehung in Polizeireihen", monierte etwa Bayerns GdP-Chef Florian Leitner.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jan Schumann
Telefon: 0391 400 66 94 11
jan.schumann@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.08.2026 - 02:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2267911
Anzahl Zeichen: 1845
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Halle
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 126 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Austritte aus Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt nach Kontroverse über AfD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mitteldeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Cem Özdemir warnt vor einem möglichen Missbrauch von Geheimdienstinformationen, sollte die AfD in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellen. Auf die Frage, was im Fall einer Wahl von Ulrich Siegmund zum Regierungschef passieren würde, sagte Öz
Protest gegen AfD-Annäherung - Austritte beim BSW-Sachsen-Anhalt ...
Das BSW in Sachsen-Anhalt verliert 21 Mitglieder, darunter etliche mit früheren oder aktuellen Führungsfunktionen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Wochenendausgabe). In einem gemeinsamen Austrittsschreiben werfen die Unzufriedenen der Parteispitze einen autoritären
Betreiber von Giftmülldeponie in Sachsen-Anhalt ist insolvent ...
Halle. Die Grube Teutschenthal Sicherungs-GmbH (GTS), Betreiberin der Untertagedeponie im ehemaligen Salzbergwerk bei Teutschenthal, hat Insolvenz angemeldet. "Der Betrieb läuft zunächst weiter", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther der in Halle erscheinenden Mittelde
Weitere Mitteilungen von Mitteldeutsche Zeitung
Patientenschützer fordern Zentralregister für Behandlungsfehler / Brysch verweist auf 20.000 vermeidbare Todesfälle - "Härtefallfonds für Geschädigte überfällig" ...
Osnabrück. Vor Bekanntgabe der neuesten Behandlungsfehler-Zahlen fordern Patientenschützer mehr Transparenz und Hilfe für Betroffene. "Allein in Kliniken kommt es Schätzungen zufolge jährlich zu 20.000 fehlerbedingten, vermeidbaren Todesfällen", sagte der Vorstand der Deutschen Stift
"nd": Nach GdP in Sachsen-Anhalt kündigt auch Berliner GEW "Widerstand" gegen AfD-Amtsträger an ...
Gökhan Akgün, Vorsitzender des Berliner Landesverbands der GEW, ruft die Mitglieder seiner Gewerkschaft auf, Anweisungen möglicher AfD-Amtsträger nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September nicht Folge zu leisten. Das sagte Akgün der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "nd" (Mittw
Lauterbach prognostiziert höhere Abschläge für frühere Rente / SPD-Politiker warnt vor fünf Prozent Abzug pro Jahr für Frührentner und verteidigt "Rente mit 63" ...
Osnabrück. In der aktuellen Debatte um das neue Rentenpaket hat der SPD-Politiker Karl Lauterbach einen drastischen Anstieg der finanziellen Einbußen für künftige Frührentner prognostiziert. "Für jedes Jahr, das man früher in Rente geht, werden im Moment 3,6 Prozent Abschläge fällig. I
Lauterbach bevorzugt Rente nach festen Beitragsjahren / SPD-Politiker unterstützt Modell des Ökonomen Südekum und kritisiert Benachteiligung von Ärmeren ...
Osnabrück. In der aktuellen Debatte um die Reform der Altersvorsorge hat sich der SPD-Politiker Karl Lauterbach für eine grundlegende Systemänderung hin zu einer Auszahlung nach festen Beitragsjahren ausgesprochen. "Die Rente nach einer gewissen Anzahl von Beitragsjahren auszuzahlen, wie es




